Witzigerweise hat die vielen Dallas Sehenswürdigkeiten nicht jeder gleich auf dem Schirm, obwohl die meisten ein Bild von der Stadt im Kopf haben. Entweder durch die gleichnamige Fernsehserie, die vor allem in den 1980er Jahren in Dauerschleife im deutschen Fernsehen lief. Oder durch die unglaublichen 21 sehr erfolgreichen Jahre unseres Basketball-Stars Dirk Nowitzki im Trikot der Dallas Mavericks. Oder aber durch das Attentat hier auf den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, welches 1963 die Welt erschütterte.

Dallas ist eine von 11 Weltstädten der USA. Sie ist die neuntgrößte Stadt der USA und nach Houston und San Antonio die drittgrößte Stadt in Texas. Und obwohl Dallas mehr als 1,3 Millionen Einwohner hat, versprüht vor allem die Innenstadt einen gemütlichen Charme. Die meisten Highlights befinden sich in Central Dallas und dem benachbarten East Dallas. Diese Viertel lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Auch deshalb waren wir schon mehrfach hier und zeigen Dir nun unsere Top 10 Dallas Sehenswürdigkeiten.
Karte mit unseren Top 10 Dallas Sehenswürdigkeiten
Dirk Nowitzki-Statue vor dem American Airlines Center
Das neueste Highlight der Stadt steht seit dem ersten Weihnachtstag 2022 auf der PNC Plaza am Nowitzki Way vor dem American Airlines Center. An diesem Tag enthüllte der deutsche Basketball-Star Dirk Nowitzki in einer großen Zeremonie seine eigene sieben Meter hohe Bronzestatue.


Unglaubliche 21 Saisons – seine gesamte NBA-Karriere – hat er für die Dallas Mavericks gespielt. Er gilt als einer der besten Basketballer aller Zeiten und ist bis heute der beste Scorer der NBA-Historie, der nicht in den USA geboren wurde. 2011 gewann er mit den Mavs die NBA-Meisterschaft. 2007 wurde er zum wertvollsten Spieler (MVP) der Regular Season gewählt, 2011 zum wertvollsten Spieler der Final-Serie.




Hinzu kommen 14 Nominierungen in das NBA-All-Star Team, die Bronzemedaille mit der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft bei der WM 2002, die Silbermedaille bei der EM 2005 und unzählige weitere Erfolge und Auszeichnungen. Darüber hinaus engagiert sich Dirk sehr stark sozial, vor allem auch in Dallas. Bis heute wohnt er mit seiner Familie im Norden der Stadt. Wenn sich also jemand diese Statue hier verdient hat dann er! Wir hatten einige Male das Glück, ihn live spielen zu sehen – auch hier im American Airlines Center. Und so ist es auch für uns etwas ganz besonderes, nun vor seinem Denkmal zu stehen.

NBA-Basketball im American Airlines Center

Dealey Plaza – der Ort des Attentats auf JFK
Die Dealey Plaza im West End Historic District von Downtown ist der wohl geschichtsträchtigste Ort in Dallas. Am 22. November 1963 wurde hier der amtierende US-Präsident John F. Kennedy erschossen, als er in seinem offenen Wagen in einer Fahrzeugkolonne durch die Innenstadt fuhr. Die tödlichen Schüsse fielen aus dem Fenster eines siebenstöckigen Lager- und Bürogebäudes an dem Platz, dem ehemaligen Texas School Book Depository. In den oberen beiden Etagen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes befindet sich heute das Sixth Floor Museum, welches die Geschehnisse rund um das Attentat und das Leben JFK’s aufbereitet. Tickets für den Besuch des Museums müssen übrigens mindestens einen Tag vorher online reserviert werden.

Ein Kreuz auf dem Asphalt der Elm Street markiert die Stelle, an der John F. Kennedy tödlich getroffen wurde. Dahinter steht das Gebäude, aus dem die Schüsse fielen.



Direkt daneben liegt der kleine Grashügel, der im Zusammenhang mit dem Attentat als Grassy Knoll weltbekannt wurde, und auf dem an diesem Tage viele Zeugen des Mordes an JFK standen. Zu den vielen Mythen und Theorien rund um den Anschlag gehört bis heute, dass mindest ein Schuß auf den Präsidenten auch von hier fiel.


Gedenktafeln beschreiben den Ablauf der Ereignisse und die Route der Fahrzeugkolonne auf die Dealey Plaza an diesem weltbewegenden Tag. Die Plaza wurde seit dem Attentat kaum verändert. Entsprechend haben wir alle Bilder sofort im Kopf.
Ein weiteres historisches Gebäude an der Nordwestseite des Platzes ist das Old Dallas County Courthouse. Die Statue von George Dealey erinnert an den langjährigen Herausgeber der Dallas Morning News und den Namensgeber des Platzes.
Reunion Tower – der beste Ausblick auf Dallas
Der 171 Meter hohe Aussichtsturm Reunion Tower ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Er wurde 1978 fertiggestellt und wird in Dallas „The Ball“ genannt. Ganz oben befindet sich die 360°-Aussichtsplattform GeO-Deck mit Innen- und Außenbereich.

In den Metallstreben der Außenkonstruktion befinden sich 259 riesige LED-Lampen, die nach Einbruch der Dunkelheit in wechselnden Farben über der Stadt leuchten. Direkt neben dem Turm befindet sich das Hyatt Regency Hotel* mit seiner imposanten Glasfassade und mehr als 1.200 Zimmern.


Der Eingang zum GeO-Deck befindet sich im Untergeschoß des Hotels. Ein gläserner Fahrstuhl bringt uns in weniger als 70 Sekunden nach ganz oben. Von hier haben wir einen grandiosen Ausblick über Dallas und die Umgebung.


Der Eintritt kostet je nach Tageszeit ab 18 €. Tickets kannst Du am besten bequem im Voraus bei GetYourGuide buchen. Das erspart das Anstehen und Warten vor Ort. Für uns ist der Besuch des Aussichtsturms ein Must-Do in Dallas!
Unsere Hotelempfehlung in Dallas
Das Hotel Indigo Dallas Downtown* liegt sehr zentral mitten in der Stadt und unsere erste Wahl. Alle Ziele in Downtown sind sehr gut fußläufig zu erreichen. Die Zimmer sind modern und geräumig und das Personal sehr freundlich. Genau gegenüber des Hotels befindet sich die Elm Street Garage. Hier kannst Du ab 10$ pro Nacht unschlagbar günstig parken.


Zudem sind die Raten des Hotels meist sehr gut. Gleich um die Ecke gibt es übrigens ein sehr gutes mexikanisches Restaurant mit tollem Essen und leckeren Margeritas: das Wild Salsa.


Szeneviertel Deep Ellum – Murals und Nightlife
Östlich von Downtown befindet sich das lebhafte Künstler- und Unterhaltungsviertel der Stadt – Deep Ellum. Hier reihen sich Ateliers, Bars, Restaurants und Live-Musik-Clubs in historischen Warenhäusern aneinander.




Wer uns und unseren Blog ein bisschen kennt weiß, dass uns solche Stadtviertel immer ganz besonders begeistern. Der Aufstieg von Deep Ellum begann in den 1920er Jahren, als sich eine große Jazz- und Blues-Szene hier niederließ. Der Vibe ist bis heute zu spüren. Und viele der kunstvollen Wandgemälde – auf die wir gleich noch kommen werden – behandeln das Thema Blues-Musik.






Das Trees in der Elm Street ist einer der bekanntesten Live-Musik-Clubs in den USA. Bands wie Nirvana, Radiohead, Deftones und Body Count oder Künstler wie Snoop Doog, Post Malone und Erykah Badu haben hier schon Shows gespielt.

Die Main Street und die beiden Parallelstrassen links und rechts der Elm Street und der Commerce Street sind ein wahres Eldorado für Mural-Fans wie uns. Eine solche Dichte dieser kunstvollen Wandmalereien gibt es nicht oft auf der Welt. Mit der Erkundung lässt sich locker ein halber Tag verbringen.








Ein paar Gehminuten südlich von Deep Ellum finden wir an der Parkplatzseite des Gebäudes 2934 Taylor Street ein wunderschönes Dirk Nowitzki-Mural des Künstlers Josh Mittag.


In unmittelbarer Nähe finden wir ein weiteres Dirk-Mural. Und auch der neue Mavs-Star Luka Doncic ist schon auf einer Fassade verewigt. Hier befindet sich auch der Mavs Gaming e-Sports Pavillon, wo professionell NBA 2K gezockt wird.



Bei unserem nächsten Besuch in Dallas wollen wir unbedingt auch Deep Ellum mit den vielen Musikclubs, Bars und Restaurants bei Nacht erleben. Als Übernachtungsort ist dann das The Kimpton Pittmann Hotel* prädestiniert, welches gleich hier im Viertel liegt.
George W. Bush Presidential Center – Zeitgeschichte hautnah erleben
Der ehemalige US-Präsident Herbert Hoover begründete nach Ende seiner Amtszeit 1933 die Tradition der Präsidentenbibliotheken (Presidential Library). Sie beinhaltet Dokumente, Artefakte, Aufzeichnungen und private Gegenstände, die mit der jeweiligen Präsidentschaft in Verbindung stehen. Vieles davon wird für die Öffentlichkeit ausgestellt und Museum-ähnlich aufbereitet. Zur Zeit gibt es 13 Presidential Libraries, meist im Geburtsstaat oder Wirkungskreis des jeweiligen Präsidenten. Die von Barack Obama wird z.B. gerade in Chicago erbaut und soll 2025 eröffnet werden.

Die Präsidentenbibliothek von seinem Vorgänger George W. Bush befindet sich im George W. Bush Presidential Center auf dem Campus der Southern Methodist University (SMU) in Dallas. Sie wurde am 25. April 2013 im Beisein aller noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten feierlich eröffnet.

Mit einer Fläche von fast 20.000 Quadratmetern ist sie die zweitgrößte Präsidentenbibliothek nach Ronald Reagans Presidential Library im Simi Valley in Kalifornien.


Was erwartet uns nun also im George W. Bush Presidential Museum? Hauptintention der Ausstellungen ist, die Entscheidungen des Präsidenten Bush während der wichtigsten Ereignisse seiner Amtszeit verständlich und nachvollziehbar zu machen. Neben Dokumenten und persönlichen Erinnerungsstücken werden dazu auch audiovisuelle und interaktive Elemente genutzt. Ein Rundgang führt durch die verschiedenen Ausstellungsräume. Zeitgeschichtlich ist in der Amtszeit Bushs sehr viel passiert: die Terroranschläge vom 11. September 2011, der darauf folgende Einmarsch in Afghanistan, der Irak-Krieg, die Weltfinanzkrise 2008, der verheerende Hurrikan Katrina und einiges mehr.
Für Zeitzeugen wie uns ist natürlich vor allem die Ausstellung zu 9/11 hochinteressant und alleine den Besuch wert. Sie umfasst z.B. ein großes Trümmerteil des World Trade Center und das Megafon seiner berühmten Bullhorn Speech an Ground Zero am 14. September.






All die wichtigen Ereignisse seiner Amtszeit sind hochinteressant aufbereitet und es kommt bei unserem Besuch zu keiner Sekunde Langeweile auf. Im Situation Room kannst Du z.B. anhand verschiedener zugrundeliegender Informationen selbst interaktiv eine wichtige Entscheidung treffen.






Ein weiteres Highlight ist der originalgetreue Nachbau des Oval Office im Weißen Haus. Hier können wir selbst am Resolute Desk Platz nehmen und ein Erinnerungsfoto von uns schießen lassen, welches wir dann am Ausgang käuflich erwerben.




Auch der berühmte Rosengarten des Weißen Hauses ist auf der Außenanlage originalgetreu nachgebaut. Er ist etwa 38 Meter lang und 18 Meter breit und liegt vor dem Oval Office und dem West Wing des Weißen Hauses in Washington D.C.


Die letzte Ausstellung des Rundgangs gibt schließlich Einblicke in das private Leben der Bushs und den Alltag im White House. In einer kleinen Ecke wird ein Film gezeigt, in dem George W. und Laura über die Zeit der Präsidentschaft erzählen.


Wie die meisten Präsidenten wird übrigens auch George W. Bush zusammen mit seiner Frau Laura auf dem Gelände seiner Presidential Library seine letzte Ruhestätte haben.
Für den Besuch der George W. Bush Presidential Library solltest Du etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Wir fanden es hier wirklich total spannend und kommen sicher noch einmal wieder!
Das Museum hat Montags bis Samstags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, Sonntags von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 26 Dollar. Er ist auch Bestandteil des Dallas CityPASS, welcher etwa 51 Euro kostet. Hier ist dann auch das oben beschriebene GeO-Deck des Reunion Tower, das sehenswerte Perot Museum of Nature and Science und der Dallas Zoo inkludiert. Wenn Du mindestens drei dieser Attraktionen besuchen möchtest lohnt sich der Kauf!
Margaret Hunt Hill Bridge – Fotospot mit Skyline
Östlich von Downtown überspannt die 400 Meter lange Margaret Hunt Hill Bridge den Trinity River. Der markante 122 Meter hohe Bogen ist schon von Weitem zu sehen. Die Brücke mit der dahinterliegenden Skyline ist für uns eines der schönsten Fotomotive der Stadt.

Die Brücke kostete knapp 190 Millionen Dollar und wurde nach etwas mehr als sechs Jahren Bauzeit im März 2012 eröffnet.
Pioneer Plaza – die größte Bronzeskulptur der Welt
Die Pioneer Plaza ist die zweitmeist besuchte Touristenattraktion in Downtown Dallas. Der Grund ist die Skulptur Bronze Bulls. Eingebettet in eine künstlich angelegte Landschaft mit Felsen, einem Bach und Wasserfall stehen hier 49 fast zwei Meter hohe Bullen und drei Cowboys auf Pferden. Die Szenerie stellt einen Viehtrieb im 19. Jahrhundert nach. Als Gesamtkunstwerk ist dies die größte Bronzeskulptur der Welt.

Einen Steinwurf entfernt findest Du vor der Dallas City Hall ein weiteres tolles Fotomotiv: die Akard Plaza mit dem riesigen Brunnen und den roten Bällen darin vor der Kulisse der Skyline von Dallas.

AT&T Discovery District – Hotspot in Downtown
Die Firma AT&T war lange Zeit die größte Telefongesellschaft der Welt. 2021 hat Sie an ihrem Haupsitz in Dallas mitten in Downtown einen Erlebnis- und Entertainment Park eröffnet: den AT&T Discovery District. Du findest hier eine Vielzahl von Restaurants und Bars, einen Biergarten, Wasserspiele und eine 850 Quadratmeter große 6K-Videoleinwand, auf der u.a. Sportveranstaltungen übertragen werden.

Der sogenannte Globe ist eine knapp zehn Meter hohe begehbare Kuppel, welche das Firmenlogo nachbildet. Ausgestattet mit 300.000 LED-Leuchten und einem Lautsprechersystem bietet die Kuppel ein interaktives Licht- und Sounderlebnis. Gerade nach Einbruch der Dunkelheit ist der Park aus unserer Sicht ein sehr schöner Photospot.




Giant Eyeball – das Auge der Stadt
Die Skulptur „Eye“ von Tony Tasset steht seit 2013 auf einem abgeschlossenen Gartengelände im Main Street District, welches für private Veranstaltungen genutzt wird. Das Werk ist etwa neun Meter hoch, besteht zum größten Teil aus Fiberglas und bildet den Augapfel des Künstlers nach. Sie wiegt mehr als 8.000 Kilogramm.

Eine zweite, allerdings um mehr als die Hälfte kleinere Version der Skulptur steht im Laumeier Sculpture Park in der Nähe von St. Louis, Missouri.
Southfork Ranch – ein Stück Fernsehgeschichte
Unvermeidlich in unserer Aufzählung der Dallas Sehenswürdigkeiten ist natürlich die Ranch im Nordosten der Stadt, welche durch die Fernsehserie Dallas weltberühmt wurde. Keine 30 Meilen von Downtown entfernt steht die Southfork Ranch nahe der Ortschaft Parker noch heute genauso da, wie wir sie aus dem TV in Erinnerung haben. Die Serie wurde von 1978 bis 1991 produziert und schaffte es in diesen dreizehn Jahren auf 357 Folgen und einige Filme. Gemessen an den Einschaltquoten ist sie eine der erfolgreichsten Fernsehserien der Welt.

Alle Außenaufnahmen wurden ab der 6. Folge hier auf der Southfork Ranch gedreht, die Innenaufnahmen in den MGM-Studios in Culver City bei Los Angeles. Erst ab der 13. Staffel drehte man komplett in Kalifornien.



Heute ist auf der Ranch ein Museum mit zahlreichen Requisiten aus der Serie eingerichtet. Über das Gelände und durch das Hauptgebäude werden einmal pro Stunde geführte Touren angeboten.


Viele aus der Serie bekannte Zimmer und Räumlichkeiten wurden originalgetreu nachgebaut und bilden die Kulisse für einen wirklich sehr unterhaltsamen Rundgang durch das riesige Haus.




Die Ranch hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die einstündigen Touren beginnen ab 10:15 Uhr stündlich. Der Eintritt für Erwachsene kostet etwa 36 Dollar.
Wenn Du ohne eigenes Auto in Dallas bist und die Southfork Ranch besichtigen möchtest gibt es eine etwa viereinhalb-stündige Tour von Downtwon Dallas aus im Kleinbus inklusive Guide und dem Besuch der Dealey Plaza, der Pioneer Plaza und der Ranch.
Fazit
Wir waren jetzt zwei Mal für mehrere Nächte in Dallas und uns gefällt die Stadt außerordentlich gut. Downtown und Deep Ellum sind sehr einfach zu Fuß zu erkunden. Ähnlich wie San Antonio hat Dallas trotz seiner Größe eine sehr gemütliche Atmosphäre. Für Sportfans wie uns bietet die Stadt natürlich auch sehr viel. Bei unserem nächsten Besuch schaffen wir es dann hoffentlich auch endlich ins riesige AT&T Stadium in Arlington, der Heimat der Cowboys und Austragungsort der Fussball-Weltmeisterschaft 2026. Wir empfehlen mindestens zwei Übernachtungen, um wirklich genug Zeit für alle tollen Highlights der Stadt zu haben.



