Eine der Top New Orleans Sehenswürdigkeiten: die Bourbon Street im French Quarter mit seinen ikonischen viktorianischen Gebäuden mit schmiedeeisernen Balkonen.

New Orleans Sehenswürdigkeiten – unsere 10 Highlights & Tipps

Willkommen in New Orleans, der mit knapp 400.000 Einwohnern größten Stadt Louisianas zwischen Mississippi und Lake Pontchartrain. Hier pulsiert das Leben mit einer unverwechselbaren Mischung aus französischer, kreolischer und amerikanischer Kultur.

New Orleans Sehenswürdigkeiten gibt es viele, denn die Stadt gilt als die Wiege der Jazz-Musik und verzaubert mit einer Atmosphäre, die zugleich nostalgisch und lebendig ist. Auch deshalb trägt sie den Beinamen „The Big Easy„.

typische Mausoleen auf einem Friedhof in New Orleans
Lafayette Cemetary No. 1
Zweistöckiges weißes victorianisches Haus mit Säulen und grünem Vorgarten
St. Charles Avenue

Und wohl jeder hat schon einmal vom French Quarter gehört, der weltberühmten Altstadt mit seinen spanischen und französischen Kolonialstil-Gebäuden. Oder dem für amerikanische Verhältnisse zügellosen Umzug an Mardi Gras, dem letzten Tag des Karnevals, der nirgendwo in den USA so groß gefeiert wird wie in New Orleans.

New Orleans ist auch ein Lieblingsort für Filmemacher aus aller Welt. Die Stadt ist nicht nur einzigartig schön, sondern auch unglaublich wandelbar. Von düsteren Dramen bis zu actiongeladenen Blockbustern hat New Orleans eine beeindruckende Filmografie aufgebaut. Warum? Weil hier jedes Detail stimmt: die alten Kopfsteinpflaster, die moderne Urbanität von Downtown, die berühmten Straßenbahnen und natürlich die außergewöhnliche Szenerie im French Quarter. All das macht New Orleans zu einem perfekten Filmset. Kein Wunder, dass Hollywood die Stadt so liebt.

Caro und ich unter einem blauen Schild mit Vogel und der Aufschrift "Welcome to Louisiana"
typische Südstaaten-Touristen
Ich auf der Bourbon Street vor typischen viktorianischen Gebäuden mit geschmiedeten Balkonen.
Bourbon Street

Deshalb zeigen wir Dir jetzt nicht nur unsere 10 schönsten New Orleans Sehenswürdigkeiten, sondern auch einige tolle Film-Drehorte. Vielleicht erkennst Du das eine oder andere wieder!

Karte mit unseren New Orleans Sehenswürdigkeiten & Drehorten

Bevor es jetzt losgeht mit der Stadterkundung müssen wir allerdings auf ein Ereignis neueren Datums eingehen, welches New Orleans um Haaresbreite für immer hat von der Landkarte verschwinden lassen und dessen Spuren bis heute in der Stadt sichtbar sind.

Hurrikan Katrina 2005

Am 29. August 2005 wurde New Orleans von den Ausläufern des Hurrikans Katrina getroffen, einem der schwersten Stürme, die jemals in den USA gemessen wurden. Die darauf zurückgehende Flutkatastrophe sorgte für die fast vollständige Verwüstung der Stadt. An zwei Stellen hielt das Dammsystem zum Lake Pontchartrain den Wassermengen nicht stand.

Da ein Großteil von New Orleans unter dem Meeresspiegel liegt floss danach unkontrolliert Brackwasser in die Stadt. Etwa 80% des Stadtgebiets stand bis zu 7,60 Meter unter Wasser. Da der Damm zum Mississippi gehalten hatte waren die höher gelegenen historischen Stadtteile am Flußufer wie das French Quarter von den Wassermassen verschont geblieben.

Knapp 1,3 Millionen Menschen hatten das Gebiet vorher verlassen und waren zum großen Teil Richtung Texas geflüchet. Für die in der Stadt verbliebenen Bewohner – die allermeisten von ihnen aus sozial schwächeren Schichten – wurde der etwas höher in der Innenstadt gelegene Superdome als Notunterkunft genutzt.

In dem riesigen Stadion lebten statt wie vorher geplant 48 Stunden lang 10.000 Menschen etwa dreimal so viele für knapp eine Woche. Die Bedingungen waren unmenschlich, da auch das Dach des Superdome durch den Hurrikan beschädigt wurde, Wasser- und Stromversorgung ausfielen, Toiletten und Klimaanlagen nicht mehr funktionierten und die Nahrungsmittelversorgung knapp wurde.

Im nahegelegenen Convention Center hielten sich etwa 20.000 Menschen unter sehr ähnlichen Bedingungen auf. Mehrere Evakuierungsversuche mussten abgebrochen werden. In vielen Medien wurde von angeblichen Gewaltexzessen und Vergewaltigungen berichtet. Es wurde der Ausnahmezustand, das Kriegsrecht und der Gesundheitsnotstand ausgerufen. Erst am 4. September konnte die Stadt vollständig evakuiert werden.

Durch den Sturm und seine Folgen verloren im Südosten der USA 1.836 Menschen ihr Leben. Es entstand ein Sachschaden von fast 100 Milliarden Euro. Es gab tatsächlich auch Überlegungen, die Stadt New Orleans vollständig aufzugeben, da man für die Zukunft von einer Verschlechterung der Situation ausging.

Man entschied sich aber für den Wiederaufbau und eine geringere Bevölkerungsdichte. Das betraf vor allem die Sozialwohnungsgebiete, in denen fast ausschließlich Afroamerikaner lebten. Viele wurden abgeriegelt, dann abgerissen und später dünner besiedelte Wohngebiete für gemischte Einkommen errichtet. So traf die Naturkatastrophe vor allem sozial benachteiligte Bewohner schwer und die Sozialstruktur der Stadt änderte sich radikal. Der Journalist Jordan Flaherty schrieb 2016: „New Orleans ist heute kleiner, wohlhabender und weißer als vor dem Sturm“.

Unsere Hoteltipps

Auch in New Orleans ist bei der Wahl der Unterkunft die Lage alles. Hier unsere Auswahl top-bewerteter Hotels inmitten der Stadt:

  • Audubon Cottages* – wunderschönes kleines und stilvolles Hotel im French Quarter
  • Hotel St. Marie* – mitten im French Quarter und einen Steinwurf von der Bourbon Street entfernt

French Quarter

Das French Quarter ist das pulsierende Herz von New Orleans – und wahrscheinlich der erste Ort, an den die meisten denken, wenn sie sich die Stadt vorstellen. Auch bekannt als „Vieux Carré“ (französisch für „Alter Platz“), ist es das älteste Viertel von New Orleans und gleichzeitig eines der charmantesten. Das French Quarter ist lebendig, bunt, laut und voller Geschichte – und hat auch uns gleich in seinen Bann gezogen.

Straßenzug im French Wuarter mit alten bunt bemalten Gebäuden und zweistöckigen schmiedeeisernen Balkonen.
Gelb bemalte Veranda mit reichem bunten Blumenschmuck.

Die meisten Gebäude im French Quarter wurden im späten 18. Jahrhundert erbaut. In der Architektur spiegeln sich die spanischen, französischen und kreolischen Einflüsse wieder. Die engen Kopfsteinpflasterstraßen sind gesäumt von den oft farbenfroh gestrichenen Gebäuden mit ihren berühmten schmiedeeisernen Balkonen.

Gebäude an Straßenecke mit zweistöckigem kunstvoll geschmiedeten Balkon.
Straßenzug mit bunt bemalten einfachen Häusern.

Das French Quarter als Film-Drehort

Filmemacher lieben dieses Viertel wegen seiner unverwechselbaren, bei Dunkelheit etwas mystischen Atmosphäre. Große Teile des Thrillers Die Akte mit Julia Roberts und Denzel Washington wurden im Frühjahr 1993 in New Orleans und vor allem im French Quarter gedreht. Du wirst auf jeden Fall die Bourbon Street erkennen, das altehrwürdige Restaurant Antoine’s, das Supreme Court Building und die St. Louis Cathedral am Jackson Square, welche wir gleich noch näher vorstellen.

Der mit drei Oscars prämierte Film Der seltsame Fall des Benjamin Button mit Brad Pitt und Cate Blanchett bedient sich ebenso der Kulisse des French Quarters wie das mit drei Oscars ausgezeichnete Drama 12 Years A Slave und der 1973er James Bond Leben und Sterben Lassen mit Roger Moore.

Im Jahr 1998 drehte Regisseur Bruce Beresford seinen hochspannenden Thriller Doppelmord mit Ashley Judd und Tommy Lee Jones vor allem in New Orleans. Der Original-Titel des Film ist Double Jeopardy. Er erzählt die Geschichte von Libby (Ashley Judd), die zu Unrecht für den Mord an ihrem Ehemann Nick (Bruce Greenwood) verurteilt wird. Im Gefängnis entdeckt sie, dass Nick seinen Tod nur vorgetäuscht hat, um sie hereinzulegen und mit dem gemeinsamen Sohn und neuer Identität weiterzuleben.

Nach ihrer Entlassung macht sich Libby auf, ihn zu finden und die Wahrheit ans Licht zu bringen, während sie von ihrem Bewährungshelfer Travis Lehman (Tommy Lee Jones) verfolgt wird. Die Handlung kreist um Libbys Kampf um Gerechtigkeit und den cleveren Einsatz der „Double Jeopardy“-Klausel, die sie vor einer erneuten Verurteilung schützt.

Hermann-Grima-House

Das Hermann-Grima-House in der 820 St. Louis Street ist der Ort, an dem Libby erstmals wieder auf Ihren Ehemann trifft, der mittlerweile in New Orleans ein erfolgreicher Hotelier und angesehener Geschäftsmann ist und hier eine Charity-Gala ausrichtet.

Hermann Grima-Haus in Screenshot aus "Doppelmord"
Screenshot aus „Doppelmord“
Das Orange gestrichene zweistöckige Haus heute aus der gleichen Perspektive
Hermann-Grima-Haus
Screenshot aus "Doppelmord" mit Menschen bei Nacht vor dem Eingang des Hauses.
Screenshot aus „Doppelmord“
Blick auf das Haus von der anderen Seite mit geschlossenen Fensterläden.
Hermann-Grima-Haus

Das Haus wurde 1831 erbaut und ist mittlerweile ein Museum, welches an sechs Tagen die Woche geöffnet hat. Es gilt als eines der ersten Beispiele für amerikanische Architektur im French Quarter.

Hotel Monteleone

Unglaublich aber wahr: das Hotel Monteleone* in der 214 Royal Street wurde im Jahr 1886 erbaut und steht seither bis zu heutigem Tage unter der Leitung derselben Familie. Berühmt ist seine rotierende Carousel Bar & Lounge, in der schon Ernest Hemmingway, Truman Capote, Michael Jordan und Dennis Quaid bei einem Drink gesehen wurden. In Doppelmord gehört das Hotel Libbys Ehemann. Die Carousel Bar in der Lobby wurde für den Film zu einem Armani-Shop umgestaltet, in dem sich Libby ein Abendkleid kauft.

Screenshot aus Doppelmord mit Hoteleingang am Abend und Menschen und teuren Autos davor.
Screenshot aus „Doppelmord“
Blick auf den Eingang und das schmale weiße Hotel aus gleicher Perspektive.
Hotel Monteleone

Im 2006er Basketball-Drama Spiel auf Sieg mit Josh Lucas und Derek Luke sind Innenaufnahmen des Hotels zu sehen. Aus dem gleichen Jahr ist das Drama The Last Time mit Michael Keaton. Für diesen Film wurde in der Lobby und der Carousel Bar gedreht.

Hoteleingang mit Fahnen an der weißen Fassade.
Hoel von hinten mir Scild "Monteleone Garage" und Feuerleitern an der weißen Fassade

Der Action-Thriller 12 Runden mit John Cena von 2009 wurde komplett in New Orleans gedreht. Neben Außenaufnahmen des Hotels siehst Du hier auch die Vieux Carre Suite (Zimmer Nummer 1480) und die Flure im 14. Stock. Und auch die 2017er Komödie Girls Trip mit Queen Latifah und Jada Pinkett Smith spielt in New Orleans. Und natürlich dient auch in diesem Film das Hotel Monteleone als Kulisse.

Bourbon Street

Die Bourbon Street ist das Herz des French Quarter und eine der bekanntesten Straßen der USA. Sie erstreckt sich über dreizehn Blocks und ist vor allem bekannt für ihr lebendiges Nachtleben. Kein Wunder, ist die Bourbon Street doch einer der ganz wenigen Orte in Amerika, an denen legal öffentlich auf der Straße Alkohol konsumiert werden darf.

Tagsüber laden historische Gebäude, charmante Cafés und Kunstgalerien zum Bummeln ein. Abends erwacht die Bourbon Street mit Live-Jazz, Straßenkünstlern und den berühmten Bars wie dem Pat O’Brien’s oder The Old Absinthe House.

Bourbon Street mit seinen ikonischen Gebäuden und den Hochhäusern von Downtwon im Hintergrund.
Strasse mit viktorianischen Häusern mit Balkonen und Fahnen und Blumenschmuck daran.

Die Ursprünge der Bourbon Street reichen übrigens bis ins Jahr 1718 zurück, als die Stadt von französischen Kolonisten gegründet wurde. Heute zieht sie jährlich Millionen von Touristen an. Besonders in den Tagen um Mardi Gras – dem Karnevalsdienstag – verwandelt sich die Straße in ein buntes Meer aus Kostümen, Musik und extrem ausgelassener Stimmung.

Altes Steinhaus und davor ein Straßenschild mit der Aufschrift "Bourbon Street"

Es gibt wohl keinen Film, der in New Orleans gedreht wurde, in dem nicht auch die Bourbon Street zu sehen ist. Neben den im Artikel schon genannten Filmen sieht du die Straße auch in Produktionen wie Codename: Nina mit Bridget Fonda, Der Wolf hetzt die Meute mit Clint Eastwood, Escape Plan mit Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger und in unzähligen Serien, Musikvideos und Dokumentationen.

Blick in die Bourbon Street Richtung Downtown mit parkenden Autos am Straßenrand.

St. Louis Cathedral und Jackson Square

Die markante St. Louis Cathedral mit ihren zwei schlanken Ecktürmen und dem hohen Mittelturm und der Jackson Square davor sind Wahrzeichen von New Orleans. Das Grundstück gilt als der älteste kontinuierlich genutzte Gottesdienstort der USA. Im Jahr 1727 wurde die erste Kirche an diesem Ort fertiggestellt. Sie fiel 1788 einem Großbrand zum Opfer.

Der Neubau wurde schon acht Jahre später vollendet. Einige Jahrzehnte später wurde die Kirche zu klein und sollte erweitert werden. Bei diesen Arbeiten stürzten 1849 wichtige Bauteile ein, die eigentlich erhalten bleiben sollten. Dennoch wurde ein Jahr später der heutige Bau fertiggestellt.

Vor der Kathedrale und nur einen Steinwurf vom Ufer des Mississippi entfernt liegt der Jackson Square. Der kunstvoll angelegte Platz mit seinen gepflegten Gärten hieß ursprünglich Place d’Armes und diente im 18. Jahrhundert als militärischer Paradeplatz.

Die KathedraLE MIT IHREN MARKANTEN tÜRMEN UND DAVOR DER jACLSON sQUARE MIT GRO?ER rEITERSTATUE UND VIELEN mENSCHEN.

Heute ist er ein Treffpunkt für Musiker und Straßenkünstler und Schauplatz vieler Live-Musik-Events. In der Mitte des Platzes steht die imposante Reiterstatue von Andrew Jackson, dem 7. Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Die Kulisse der St. Louis Cathedral und des Jackson Square ist auch in Film und Fernsehen beliebt. So waren sie Schauplätze für Produktionen wie Interview mit einem Vampir, Der seltsame Fall des Benjamin Button, Die Akte sowie der TV-Serie Treme.

French Market

Der French Market ist eine Institution in New Orleans und einer der ältesten Märkte in den USA. Er liegt im French Quarter unweit des Jackson Square und erstreckt sich insgesamt über fünf Blocks entlang der Decatur Street. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1791 zurück.

Gelbes Tor asl Haupteingang des French Market und typischer Trolley davor.

Heute findest Du hier zahlreiche Shops, Cafes, Restaurants, einen typischen Farmers Market und einen Flohmarkt. Der French Market bietet darüber hinaus auch regelmäßig Festivals, Live-Musik und Veranstaltungen. Besonders beliebt ist das jährliche Creole Tomato Fest, das die kulinarische Tradition der Stadt feiert.

Auch die Filmindustrie hat natürlich den French Market entdeckt. Seine historischen Gebäude, das geschäftige Treiben und die einzigartige Atmosphäre machen ihn zu einer beliebten Kulisse.

Lafayette Cemetary No. 1

Der Lafayette Cemetery No. 1 ist einer der bekanntesten Friedhöfe in New Orleans. Er liegt im wunderschönen Garden District und wurde 1833 gegründet. Mit seinen oberirdischen Grabmälern und der dichten Anordnung der Gruften bietet er ein eindrucksvolles Bild. Dieser Stil prägt übrigens alle historischen Friedhöfe der Stadt. Die oberirdische Beisetzung ist nämlich nötig wegen des hohen Grundwasserspiegels.

Eingang des Friedhofs mit schmiedeeisernem Bogen und Aufschrift Lafayette Cemetary No. 1.

Viele der etwa 1.100 Familiengräber hier stammen aus dem 19. Jahrhundert und zeigen aufwändige Steinmetzarbeiten, Inschriften und Verzierungen. Hinter jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken und die Erkundung macht unheimlich viel Spaß.

Großes Mausoleum in Braun und weiß mit kleinem Turm und Kreuz darauf.
Blick über Gräber und Mausoleen mit Bäumen im Hintergrund.
Blick in einen Gang zwischen oberirdischen Gräbern in verschiedenen Formen und Farben.
Vier weiße Gräber mit verzierungen und Inschriften.
Engstehende Gräber auf dem Friedhof mit Verzierungen und Inschriften.

Nicht nur für Fotografen ist der Friedhof ein Traum, sondern auch für Filmemacher. So wundert es nicht, dass er als Kulisse in zahlreichen Produktionen genutzt wurde. Zu den bekanntesten gehören die oben erwähnten Filme Interview mit einem Vampir und Deja Vu – Wettlauf gegen die Zeit. Auch im Polizei-Thriller Black and Blue mit Naomie Harris und Tyrese Gibson von 2019 siehst Du den Lafayette Cemetary No. 1.

Besonders eindringlich aber wird die mystische Atmosphäre des Lafayette Cemetery aber im schon beschriebenen Thriller Doppelmord inszeniert. Libby (Ashley Judd) soll hier endlich ihren Sohn wiedersehen und trifft sich dafür mit ihrem tot geglaubten Ehemann auf dem Friedhof. Der hat ihr aber eine Falle gestellt und sperrt Sie nach einer Jagd zwischen den Grabmälern in eines der Mausoleen.

Screenshot aus "Doppelmord" mit Hauptdarsteller vor dem Eingangstor.
Screenshot aus „Doppelmord“
Ich vor dem gleichen Eingangstor
Eingangstor zum Friedhof
Screenshot aus "Doppelmord" mit Ashley Judd.
Screenshot aus „Doppelmord“
Gleiche Perspektive in der Realität.
Markante weiße Mauer rechts und links vom Eingang
Screenshot aus "Doppelmord"
Screenshot aus „Doppelmord“
Weiße Mauer und Grabmäler davor.
Blick in die andere Richtung

Der Garden District, in dem der Lafayette Cemetary liegt, ist übrigens ein ganz besonders schönes Viertel der Stadt und begeistert mit vielen tollen Villen im Antebellum-Stil und wunderschönen Gärten. Wir empfehlen hier den kurzweiligen und interessanten Spaziergang mit Lucky Bean Tours:

Die ikonischen Friedhöfe werden in New Orleans auch „Cities of the Dead“ genannt. Neben dem Lafayette Cemetery No. 1 ist der St. Louis Cemetery No. 1 als der älteste Friedhof der Stadt und die letzte Ruhestätte von Voodoo-Priesterin Marie Laveau sehr bekannt.

Louis Armstrong Park

Der Louis Armstrong Park ist ein weiteres Highlight in New Orleans. Er liegt im Tremé-Viertel, nur wenige Schritte vom French Quarter entfernt. Er ist benannt nach Louis Armstrong, der Jazz-Legende der Stadt und einem der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von etwa 13 Hektar und bietet alles, was Du von einem typischen Stadtpark erwartest. Besonders bekannt ist das große Tor am Eingang, das mit seinem Art-Déco-Stil ein beliebtes Fotomotiv ist.

Weißer großer Rundbogen mit Inschrift Louis Armstrong Park am Eingang und Bäume und Palmen rechts und links davon.

Innerhalb des Parks befindet sich der historische Congo Square. Dieser Platz war im 18. und 19. Jahrhundert ein wichtiger Treffpunkt für afroamerikanische Sklaven. Dort entwickelten sich frühe Formen der Jazz- und Bluesmusik.

Heute finden im Armstrong Park regelmäßig Konzerte, Festivals und kulturelle Veranstaltungen statt. Auch als Filmkulisse hat der Armstrong Park natürlich eine Rolle gespielt. Filme wie King Creole (1958) mit Elvis Presley und Serien wie Tremé (2010–2013) oder Navy CIS: New Orleans (2014-2021) nutzten die tolle Kulisse des Parks.

Superdome

Der Superdome ist sicher eines der bekanntesten Stadien der Welt. Er liegt im Herzen von New Orleans und ist seit seiner Eröffnung 1975 ein Wahrzeichen der Stadt. Die imposante Kuppel, die das Stadion überspannt, war bis 2001 die größte der Welt. Das Stadion ist die Heimat der NFL-Mannschaft New Orleans Saints und fasst etwa 76.000 Zuschauer.

2011 sicherte sich Mercedes-Benz die Namensrechte am Superdome, seit 2021 dann der Hotel-und Casino Konzern Caesars Entertainment. Er war Austragungsort von sieben Super Bowls, unzähligen College-Football-Meisterschaften und großen Musikveranstaltungen. Der Super-Bowl 2025 fand ebenfalls hier statt.

Markante goldene Fassade des Superdome und großer Parkplatz davor.

Direkt neben dem Stadion liegt mit dem Smoothie King Center die zweite große Sportstätte der Stadt und Heimat der New Orleans Pelicans in der NBA.

Die besondere Rolle des Superdome während und nach Hurrikan Katrina im Spätsommer 2005 habe ich weiter oben schon beschrieben. Die Reparatur- und Renovierungsarbeiten am Stadion dauerten bis September 2006 und kosteten 185 Millionen US-Dollar.

Am 25.09.2006 trugen die Saints zum Saisonstart im Superdome ihr erstes Heimspiel nach der Katastrophe gegen die Atlanta Falcons aus. Nach einer spektakulären Eröffnungszeremonie – u.a. mit U2, Green Day und Präsident George W.Bush – gewannen die Saints das Spiel mit 23:3 und zogen am Ende der Saison ins NFC Championship Game ein, sozusagen dem Halbfinale zum Super Bowl.

Die Euphorie um die Saints in diesen Monaten war Balsam auf die Seelen der Bewohner von New Orleans. Die Skulptur „Rebirth“ vor der Ostseite des Stadions erinnert an die Bedeutung dieses ersten Spiels und die sich anschließende erfolgreiche Saison.

Kulptur Zweier Footballspieler au einem großen Sockel mit Gedenktafel und im Hintergrund die Wolkenkratzer von Downtown

Auch als Film- und Fernsehdrehort ist der Superdome bekannt. Blockbuster wie Jurassic World (2015) und The Big Short (2015) nutzten das Stadion als Kulisse. Und auch in vielen Serien und Dokumentationen ist die markante Struktur immer wieder zu sehen.

Bist Du während der NFL-Saison zwischen Mitte/Ende September und Anfang Januar in New Orleans hast Du vielleicht Glück, ein Heimspiel der Saints im Caesars Superdome besuchen zu können. Die Tickets sind verhältnismäßig günstig und das Erlebnis unvergleichlich.

Crescent City Connection-Brücken

Die beiden imposanten parallelen Fachwerkbrücken über den Mississippi verbinden das Zentrum von New Orleans mit den Gebieten am rechten Flußufer. Seit 1989 heißen die beiden Brücken Crescent City Connection, angelehnt an den Spitznamen der Stadt, deren Grundriss an einen Halbmond erinnert. Bis dahin hießen sie Greater New Orleans Bridge. Die berühmten Schaufelraddampfer auf dem Mississippi vor der Kulisse der beiden Brücken sind eines der beliebtesten Fotomotive von New Orleans.

Schaufelraddampfer Natchez auf dem Mississippi vor der Kulisse der Brücken und Downtown New Orleans

Die südliche Brücke wurde in den Jahren 1955 bis 1958 erbaut und hat vier Fahrspuren. Wegen des gestiegenen Verkehraufkommens wurde zwischen 1981 und 1988 die zweite Brücke 100 Meter nördlich gebaut. Sie hat sechs Fahrspuren und ansonsten beinahe identische Abmessungen wie die erste Brücke.

Blick auf die Brücke und einen Dampfer am Anleger vom Riverwalk aus.

Den Hurrikan Katrina überstand die Crescent City Connection nahezu unbeschadet. Bilder von ihr gingen dennoch um die Welt, als am 1. September 2005 einige hundert Menschen versuchten aus den überfluteten Gebieten der Stadt über die Brücke zu entkommen. Die Polizei der Gemeinden auf der anderen Flußseite sperrte die Brücke allerdings und trieb die Menschenmenge mit Warnschüssen zurück nach New Orleans.

Blick auf die gesamte Breite der Brücken vom Fluß aus.

Da die Brücken ein ikonischer Teil der Skyline von New Orleans sind, siehst Du sie in nahezu allen Filmen und Serien, welche in der Stadt gedreht wurden. Eine Hauptrolle spielt sie im Science Fiction-Actionthriller Deja Vu – Wettlauf gegen die Zeit mit Denzel Washington und Val Kilmer aus dem Jahr 2006. Für die Dreharbeiten wurde die Brücke sogar kurzzeitig gesperrt. Auch im Action-Film Homefront (2013) mit Jason Statham und James Franco und in der Actionkomödie 21 Jump Street (2012) mit Jonah Hill und Channing Tatum ist die Crescent City Connection in Szene gesetzt.

Algiers Point

Die vielleicht beste Aussicht auf die Stadt hast Du von Algiers Point am westlichen Ufer des Mississippi. An der Spitze der Flussschleife hast Du von hier einen spektakulären Blick auf das French Quarter mit der St. Louis Cathedral und die Skyline von Downtown.

Blick über den Mississippi auf das French Quarter im Licht der untergehenden Sonne.
Blick auf die Wolkenkratzer von Downtown New Orleans.

Eine Fähre bringt Fußgänger und Radfahrer alle 30 Minuten von der Canal Street in Downtown nach Algiers Point und wieder zurück. Der Fahrpreis beträgt 2$ pro Person. Achte nur darauf, daß Du bei einem Besuch abends noch eine Fährverbindung zurück in die Stadt hast, der Weg zurück in die Stadt mit dem Bus ist sonst sehr lang.

Natürlich wurden auch hier schon Filme gedreht, so z.B. der 2019er Science-Fiction Thriller Synchronic mit Anthony Mackie und auch der oben schon beschriebene Deja Vu – Wettlauf gegen die Zeit.

Die beste Aussicht von oben auf die Skyline von New Orleans und den Mississippi hast Du übrigens vom Vue Orleans Observatory Deck im 34. Stock des Four Season Hotels direkt am Fähranleger in Downtown:

St. Charles Avenue

Die St. Charles Avenue ist neben der weiter oben beschriebenen Bourbon Street sicher die bekannteste Straße in New Orleans. Sie verbindet das zentrale Geschäftsviertel mit dem Stadtteil Uptown und führt zwischen üppigen Eichen vorbei an beeindruckenden Villen und historischen Wahrzeichen.

Blick entlang der Straße auf einige herrschaftliche Villen hinter gepflegten Vorgärten.

Die St. Charles Avenue ist vor allem durch die ikonische Straßenbahn, die St. Charles Streetcar Line, berühmt. Sie ist die älteste kontinuierlich betriebene Straßenbahnlinie der Welt. Entlang der Strecke stehen all die prachtvollen Herrenhäuser aus dem 19. Jahrhundert.

Villa mit weißen Säulen und gepflegtem Garten davor.

Die Avenue ist auch ein zentraler Punkt des Mardi Gras. Während der Festzeit ziehen hier die farbenfrohen Paraden mit ihren geschmückten Wagen und feiernden Menschen vorbei.

In Film und Fernsehen spielt die St. Charles Avenue oft eine Rolle, wenn das typische Ambiente der Stadt eingefangen werden soll. Produktionen wie der Oskar-prämierte 12 Years A Slave (2013), 22 Jump Street (2014), Bad Moms mit Mila Kunis (2016), Die Akte (1993) und Angel Heart (1987) mit Mickey Rourke und Robert de Niro haben hier gedreht. Die Straße bietet eben eine perfekte Kulisse mit ihren historischen Gebäuden und der legendären Straßenbahn.

Fazit

New Orleans hat uns von der ersten Sekunde an begeistert. Die Stadt hat ihren ganz eigenen unverwechselbaren Charme und eine einzigartige Atmosphäre. Drei Tage solltest Du für eine ausgiebige Besichtigung einplanen. Alles ist sehr gut fußläufig oder per Straßenbahn erreichbar. Einen zusätzlichen Tag solltest Du für die Besichtigung der wundervollen alten Plantagen eine Autostunde westlich der Stadt einplanen.

Allee mit dutzenden Eichen und geplastertem Fußweg in der Mitte. Im Hintergrund das Haupthaus der Plantage

Oak Alley Plantation: Hollywood-Stars und Südstaaten-Charme

Die Oak Alley Plantation westlich von New Orleans ist die meistbesuchte Plantage der Südstaaten. Berühmt ist sie vor allem durch ihre spektakuläre Eichenallee.
Zweistöckiges weißes Hauptgebäude der Evergreen Plantation aus Django Unchaines mit geschwungenen Treppen.

Die Evergreen Plantation aus „Django Unchained“

Die Evergreen Plantation westlich von New Orleans ist der Haupt-Drehort von Tarantinos Django Unchained und die am besten erhaltene Plantage im Süden der USA.
Dieses Bild zeigt das Smoothie King Center New Orleans von innen bei einem NBA-Spiel der Pelicans

Smoothie King Center – NBA hautnah und preiswert

Tolle Plätze und spannende NBA-Action im Smoothie King Center New Orleans beim Spiel der Pelicans gegen die Suns im April 2014.

* Affiliate Link

Über den Autor
Malte
Seit 2001 ist Nordamerika meine große Leidenschaft und ich reise jedes Jahr meist zweimal dorthin. Ob beim Wandern durch die atemberaubende Natur, beim Offroaden durch die Wildnis oder beim Erleben packender Sportveranstaltungen – ich entdecke die Vielfalt des Kontinents immer wieder neu. Über die Jahre sind vor allem der Südwesten der USA und Los Angeles wie eine zweite Heimat für mich geworden.