Die Capital One Arena in der US-Hauptstadt Washington, D.C. fasst etwas mehr als 20.000 Zuschauer und ist die Heimspielstätte der Washington Wizards in der NBA, der Washington Capitals in der NHL und dem Basketball College-Team der Georgetown Hoyas in der NCAA.

Wir haben hier während unseres fünftägigen Aufenthalts in D.C. ein NBA-Spiel der Wizards besucht und erzählen Dir in diesem Artikel alles über unser Erlebnis in dieser Arena.
Lage der Capital One Arena
Etwa eine Meile östlich des Weißen Hauses liegt die Arena inmitten des lebhaften Viertels Chinatown in Downtown Washington. Direkt unter dem Gebäude befindet sich die Metro-Station Gallery Place. Besser könnte die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr also nicht sein.
In unmittelbarer Umgebung gibt es ein großes Angebot von Bars und Restaurants, in denen man sich vor dem Spiel besser und günstiger gastronomisch versorgen kann als später in der Arena.
Geschichte der Arena
Eröffnet wurde die Arena im Dezember 1997 unter dem Namen MCI Center. Das erste Event war ein NBA-Game zwischen den Wizards und den Seattle SuperSonics in Anwesenheit von Präsident Bill Clinton. 2006 folgte die Umbenennung in Verizon Center und 2017 schließlich kaufte die Capital One Bank die Namensrechte.

In den letzten Jahren gab es Überlegungen der Besitzer der Wizards und der Capitals außerhalb D.C.’s eine neue Arena zu bauen und die Teams umzusiedeln. Anfang 2024 gelang es der Bürgermeisterin Muriel Bowser jedoch, einen Deal abzuschließen und die beiden Mannschaften bis mindestens 2050 in der Arena zu halten.
In diesem Zuge wird die Capital One Arena in sechs Phasen für insgesamt 850 Millionen Dollar umfassend renoviert und modernisiert. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 avisiert.
Zu den bisherigen Highlights der Arena gehören die Stanley Cup-Finals der Washington Capitals 1998 und 2018, das NBA All-Star Game 2001 und Mike Tysons Kampf gegen Kevin McBride 2005. Künstler wie Madonna, Taylor Swift, U2, Prince, Coldplay, Green Day, Foo Fighters oder Billie Eilish sind natürlich auch schon hier aufgetreten. Jedes Jahr finden etwa 220 Veranstaltungen statt.
Die besten Plätze
Die Capital One Arena hat drei Tribünenränge: den 100er, 200er und 400er Level (von unten nach oben). Dazwischen befinden sich jeweils nahezu umlaufend Logen. Die besten Plätze bieten die beiden Blöcke mittig unten 100 und 111. Tickets sind hier aber natürlich auch am teuersten.

Da die Tribünen recht steil gebaut sind hat man aber auch aus den ersten Reihen der mittigen 400er Blöcke noch einen guten Blick auf das Spielfeld. Die Sitze sind hier aber schmaler und auch die Beinfreiheit geringer.
Letztlich ist alles wie immer eine Preisfrage. In der Virtual Venue der Wizards kannst Du Dir selbst ein Bild vom Blick aus jedem Block der Arena machen.
Tickets kaufen
Deine Tickets kaufst Du wie immer sicher, schnell und einfach bei Ticketmaster*. Preise für Spiele der Wizards beginnen je nach Wochentag und Gegner ab etwa 15 Dollar.
Wie genau grundsätzlich der Ticketkauf für Sportveranstaltungen in den USA abläuft erfährst Du hier in meinem separaten Artikel.
Unsere Hotelempfehlungen
In unmittelbarer Nähe der Capital One Arena befinden sich einige sehr gut bewertete Hotels wie die 5 Sterne-Häuser Riggs Washington DC* und Kimpton Hotel Monaco* oder das günstigere Arlo Washington.
Durch ihre zentrale Lage lässt sie sich aber auch von allen Hotels rund um die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Capitol Hill und National Mall weiter westlich sehr gut erreichen.
NBA-Gameday: Washington Wizards – New York Knicks am 28.12.2024
Heute freuen wir uns die beiden Stars der New York Knicks live zu sehen: die mehrfachen All-Stars Jalen Brunson und Karl-Anhony Towns. Dafür habe ich innerhalb unseres Budgets die bestmöglichen Tickets gekauft: Reihe A in Section 218 für 135 Dollar pro Stück. Das Preisniveau ist heute wegen des starken Gegners und weil Samstag Abend ist recht hoch.
Von außen ist die Capital One Arena kaum als riesige Sportstätte zu erkennen, fügt sich die Fassade doch fast nahtlos in die Optik der umliegenden Gebäude ein. Der Einlass erfolgt zügig und so stehen wir schnell im Umlauf des 100er Levels. Hier ist es etwas enger als in vielen anderen NBA-Arenen. Das Speisen- und Getränkeangebot umfasst die üblichen Verdächtigen und ist wie immer preislich in einer anderen Liga, als wir das aus unseren Breiten kennen.


Die Capital One Arena ist sehr gut gefüllt. Das ist ungewöhnlich und liegt damit vor allem an den Knicks-Fans, denn die sind optisch und akustisch sehr sehr deutlich in der Überzahl. Die Intro-Show ist höchstens NBA-Durchschnitt und schnell merken wir, dass auch die Wizards-Anhänger eher lethargisch sind und sich an anderen Dingen wie der T-Shirt Kanone oder Burger-Gewinnspielen mehr begeistern als für das Spiel.


Das ist schade, denn wir sehen ein wirklich tolles NBA-Game, welches von Beginn an spannend und ausgeglichen ist. Zur Halbzeit steht es 60:60. Von der Dreierlinie ist Washington heute erheblich besser, die Knicks treffen hier nur schwache 25 Prozent. Aber Jalen Brunson ist in der zweiten Hälfte praktisch gar nicht mehr zu stoppen. Unglaubliche 42 Punkte macht er nach der Pause.

Ab Mitte des letzten Viertels führen die Wizards trotzdem durchgängig. Sie liefern heute wirklich einen großartigen Kampf und es tut uns für das Team leid, dass das in eigener Halle wenig bis gar nicht gewürdigt wird. So ist das für die Knicks heute ein absolutes Heimspiel. Erst zwölf Sekunden vor Schluss gleicht Jalen Brunson zum 119:119 aus und es geht in die Overtime. Auch hier geht es spannend weiter, allerdings fehlt den Wizards das letzte Quäntchen Glück und so gewinnen die Knicks 136:132.


Topscorer des Spiels ist natürlich Brunson mit 55 Punkten. Karl Anthony Towns steuert 31 Punkte und Mikal Bridges 21 Punkte zum Sieg bei. Auf Seiten der Wizards scoren sieben Spieler zweistellig, wobei Justin Champagnie mit 31 Punkten der beste Werfer ist.
Fazit
Wir hatten heute Glück mit dem Spiel, welches eines der besten war, die wir je live gesehen haben. Die Capital One Arena selbst ist eine solide Spielstätte, allerdings ohne Highlights und damit allenfalls Durchschnitt. Im Zuge der umfangreichen Umbaumaßnahmen wird das in Zukunft sicher wesentlich besser.




