Caro an einem Strand mit goldgelbem Sand und schwarzen Lavafelsen, einer der besten Big Island Hawaii Sehenswürdigkeiten.

Unsere Top 13 Big Island Hawaii Sehenswürdigkeiten

Hawaiis größte Insel macht ihrem Namen alle Ehre: Mit rund 10.400 Quadratkilometern ist Big Island größer als alle anderen hawaiianischen Inseln zusammen und beeindruckt uns durch eine landschaftliche Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Aktive Vulkane, schwarze und weiße Sandstrände, tropische Regenwälder, karge Lavafelder und schneebedeckte Gipfel liegen hier oft nur eine kurze Autofahrt voneinander entfernt.

In diesem Artikel nehmen wir euch mit auf unsere fünftägige Reise über Big Island und zeigen euch die Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Orte, die uns besonders begeistert haben!

Karte mit den Top Big Island Hawaii Sehenswürdigkeiten

Ankunft im Paradies

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl nach einer derart langen Anreise auf Hawaii endlich aus dem Flugzeug zu steigen. Tropische Schwüle umgibt uns und ein wunderbarer Geruch von all den Blüten und Pflanzen strömt gleich in die Nase. Das kleine Terminal am Flughafen Kailua-Kona liegt unter freiem Himmel. Um 20 Uhr Ortszeit sind wir gelandet. Auf das Gepäck müssen wir etwas länger warten.

Zur Mietwagenstation von Alamo gehen wir schnell zu Fuß, suchen uns einen weißen Jeep Wrangler aus und fahren die paar Kilometer zu unserem zentral in Kona direkt am Meer gelegenen Hotel. Das Royal Kona Resort* ist ein typisches Hotelresort mit einem für uns sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Für unser Eckzimmer mit Balkon und Meerblick zahlen wir etwa 200€ pro Nacht.

Holzdach mit Aufschrift Aloha zwischen einigen Palmen unter blauem Himmel.

Nach einem sehr netten Check-In begeben wir uns sofort an die direkt am Meer gelegene Hotelbar. Der Mai-Tai dort ist wahrscheinlich bis heute der beste Drink meines Lebens. Endlich auf Hawaii, das Donnern der Wellen auf den Lavafelsen ein paar Meter entfernt und einen ganzen Urlaub noch vor sich. Was kann es Schöneres geben?

Schild mit Hula-Mädchen und Aufschrift Kailua Kona.
Drink auf dem Trsen und im Hintergrund die Bar.
kleiner Pool unter Palmen und direkt dahinter das Meer.
Blick von unserem Balkon im Royal Kona Resort

Unsere Hoteltipps

Royal Kona Resort*; direkt am Meer in Kona und nur ein paar Meter entfernt vom Ali’i Drive mit seinen unzähligen Bars und Restaurants. moderne und geräumige Zimmer mit großen Balkonen, viele mit Meerblick.

Wyndham Mauna Loa Village*: schönes Resort in Kahaluu-Keauhou südlich von Kona. Alle Zimmer mit voll ausgestatteter Küche und Waschmaschine/Trockner.

Kona Coast Resort*: weiteres tolles Resort in Kahaluu-Keauhou inmitten tropischer Gärten. Alle Zimmer mit Balkon oder Terrasse und Küche.

Volcano Village Lodge*: wunderschönes Bed & Breakfast inmitten des Regenwaldes kurz vorm Eingang des Volcanoes National Park.

Volcano Rainforest Retreat* kleines Bed & Breakfast mit tollen Lodges direkt im Regenwald unweit des Volcanoes National Park.

SCP Hilo Hotel*: sehr gut bewertetes Hotel in Hilo an der Westküste, direkt an der Reeds Bay. Verschiedene Zimmerkategorien zu meist attraktiven Preisen.

Grand Naniloa Hotel, a Doubletree by Hilton*: direkt am Meer an der Hilo Bay gelegen. Alle Zimmer mit moderner Ausstattung und Balkon.

Mietwagen auf Big Island

Ein Mietwagen ist für die Erkundung der vor Maui, Oahu und Kauai größten Insel Hawaiis unerlässlich. Die Preise sind meist günstig, das Straßennetz gut ausgebaut und das Fahren entspannt und angenehm.

Kohala Coast

Unseren ersten Tag auf Big Island beginnen wir früh. Am Vormittag wollen wir uns ganz der Kohala Coast widmen. An diesem sonnenverwöhnten Küstenabschnitt im nordwestlichen Teil der Insel fallen weniger als 23 Zentimeter Niederschlag im Jahr. Und so findet man hier auch die meisten Resorts und Golfplätze.

Wir fahren also von Kona aus nach Norden auf dem Queen Kaahumanu Highway 19, vorbei am Flughafen und bald durch tiefschwarze und rostbraune Lavafelder. Wenn Du einmal eine Ironman Triathlon-Übertragung geschaut hast, erkennst Du das hier sofort wieder.

Kekaha Kai State Beach

Schnell erreichen wir den Abzweig zum Kekaha Kai State Beach. Eine recht rumpelige Schotterpiste führt durch Lavafelder zu einem Parkplatz fast direkt am Meer. Es sind nur ein paar Meter zu Fuß und wir stehen an einer kleinen Bucht mit wunderschönem von Bäumen umrahmtem Sandstrand – dem Mahai’ula Beach

Panoramabild des Strandes mit godgelbem Sand und türkisblauem Wasser.
Panorama-Foto vom Mahai’ula Beach
Schöne grüne Bäume am schmalen Sandstrand vor türkisblauem Wasser.
Nahaufnahme einer rosafarbenen Blüte an einem Baum am Strand.

Außer uns ist hier kein Mensch und wir genießen eine ganze Weile das leise Rauschen des Meeres und die strahlende Sonne auf einem der Baumstämme am Strand.

Caro sitzend auf einem Baumstumpf an goldgelbem Strand und türkisblauem Wasser davor.

Wir laufen an einer alten Holzhütte vorbei zum nördlichen Ende des Strandes. Von hier aus führt ein etwa anderthalb Kilometer langer Weg über ein Lavafeld zum nächsten Strand – dem Makalawena Beach. Gut dass wir unsere Wanderstiefel mit der dicken Sohle anhaben. Die Lavasteine sind sehr spitz und scharfkantig.

Beginn des Trails durch schwarzes Lavagestein. Dahinter die palmengesäumte Bucht des Strandes.
Beginn des Trails am nördlichen Ende des Mahai’ula Beach
Caro inmitten des endlos weiten schwarzen Lavafeldes auf einem schmalen Weg.
Weg über das Lavafeld zum Makalawena Beach
Mauna Kea Vulkan mit Wolken darüber und grünen Pflanzen im Vordergrund.
Blick auf den Mauna Kea vom Trail aus

Wir schwitzen aus jeder Pore. Es ist mittlerweile verdammt heiß. Und der Weg zieht sich. Rechts von uns erhebt sich in der Ferne der gewaltige Mauna Kea. Am Ende des Trails geht es noch noch ein paar Meter über Dünen, dann stehen wir an einem wahrlich paradiesischen Strand. Und wir sind auch noch vollkommen allein hier. Wow!

Schmaler goldgelber Sandstrand mit grüner Vegetation dahinter und türkisblauem Meer davor.
Makalawena Beach
Typischer Baum am Strand mit grünen kleinen Blättern und dunkelroten Blüten.

Ein paar Meilen nördlich von hier liegt der Kukio Beach im Kikaua Point Beach Park, den wir aber erst morgen besuchen werden. Zurück auf dem Highway 19 ergeben sich immer wieder tolle Ausblicke auf die Küste.

Blick auf den Ozean und schwarzes Lavagestein um eine Bucht unter blauem Himmel.
Kiholo Bay Scenic Overlook zwischen Kekaha Kai Beach und Mauna Lani

Mauna Lani Beach

Nächster Halt ist der Mauna Lani Beach Club etwa 20 Meilen weiter nördlich. Ein kurzer Spaziergang von unserem Parkplatz hinter dem Mauna Lani Sports & Fitness Club führt uns entlang der Fishponds direkt ans Meer. Es gibt hier einen kleinen Sandstrand. Der ist allerdings ziemlich voll. Über einen Holzsteg laufen wir in östliche Richtung.

kristallblauer Ozean hinter pechschwarzen Lavafelsen und Plamen auf kleiner Halbinsel.

Rechts von uns liegen die Fishponds, links das kristallklare Meer und pechschwarze Lavafelsen. Wir sind überwältigt von all den Farben und dem Licht. Das Wasser hier in der Bucht ist sehr ruhig und recht flach und eignet sich hervorragend zum Schnorcheln und Schwimmen.

hohe Palmen an der Bucht mit tiefblauem Wasser.
typische Blüte einer hawaiianischen Pflanze in feuerrot .
Bunte Vegetation am Strand mit hohen Palmen im Hintergrund.
Holzbank zwischen Palmen an einem der Fishponds.

Hapuna Beach

Ein paar Autominuten weiter nördlich befindet sich der Hapuna Beach State Park. Wir zahlen 5$ Parkgebühr und vor uns liegt der größte weiße Sandstrand der Insel. Der Hapuna Beach gilt außerdem als einer der schönsten Strände Hawaiis. Entsprechend voll ist es auch hier. Und heiß.

Viele Menschen am breiten hellen Sandstrand vor türkisblauem Meer.

Das ganze Jahr über herrschen hier perfekte Bedingungen zum Schwimmen und Sonnenbaden. Auch die Infrastruktur mit Duschen, Toiletten und Picknickbänken ist hervorragend für einen tollen Strandtag.

Blick zur anderen Seite mit Menschen im Wasser und Hotelanlage auf Klippe.
kristallklares Wasser vor schwarzen Lavafelsen und Bäumen auf Klippe.

Waipio Valley

Im Nordosten der Insel liegt das heilige Waipio Valley. Das ist unser nächstes Ziel. Etwa 45 Fahrminuten durch das Inselinnere über die beiden größeren Ortschaften Waimea und Honokaa trennen uns von diesem weiteren Highlight auf Big Island. Der Himmel wird immer bewölkter je weiter wir uns von der Westküste entfernen. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Schauer.

Goßer Cowboysteifel mit Bemalung an der Hauptstrasse in Waimea.
Waimea
Pastellfarbener Holzturm einer Kirche mit Palme daneben.
Honokaa

Honokaa ist ein kleiner ruhiger Ort mit einigen historischen Gebäuden entlang der Historic Main Street und lohnt definitiv einen kurzen Fotostopp.

Hellgrünes Holzgebäude des Theaters mit Blumenkübeln davor,
Holzgbäude des Honokaa Marketplace mit Blumen Wandgemälde.
Buntes Wandgemälde an der Seite eines himmelblauen Holzhauses.
Kleiner Brettervershlag mit Gitterstäben vor Fenster und ironischem Hinweis auf das Dorfgefängnis.

Das auch „Tal der Könige“ genannte Waipio Valley ist fast zwei Kilometer breit und zieht sich über acht Kilometer ins Landesinnere. Einst lebten hier zwischen den Taro-Feldern und kleinen Flüssen mehr als eintausend hawaiianische Ureinwohner. Heute sind es weniger als einhundert. Den berühmten Blick auf die tropische Schönheit des Tales und den schwarzen Sandstrand haben wir vom Waipio Valley Lookout.

Blick über grüne Vegetation auf den schwarzen Sanstrand unter uns und die hohen grün bewachsenen Klippen dahinter.
Waipio Valley Lookout

Es regnet jetzt immer wieder kurz und heftig. Eine sehr steile Strasse führt von hier hinunter ins Tal. Mit entsprechendem Fahrzeug ist die Fahrt über 600 Höhenmeter hinab möglich. Zu Fuß geht es natürlich auch. Bei diesem Wetter haben wir heute aber weder auf das eine noch das andere Lust. Gelohnt hat sich der Weg hierher für diesen traumhaften Blick von oben aber definitiv trotzdem!

Kurz vorm Sonnenuntergang sind wir wieder in Kona. Wir fahren zum La’aloa Park und dem dazugehörigen Strand. Hier ist richtiggehend Volksfestatmosphäre. Uns ist das zu voll. Und der Blick ist auch nicht perfekt.

Caro am palmengesäumten Strand kurz vor Sonnenuntergang.
La‘ Aloa Beach in Kona

Wir steigen schnell wieder ins Auto und fahren die kurze Strecke zu unserem Hotel. Hier lässt sich der Sonnenuntergang auch ganz vortrefflich beobachten. Und es gibt obendrauf noch eine sehr gut ausgestattete Bar in unmittelbarer Nähe. Mit einem Drink in der Hand lassen wir einen wunderbaren ersten ganzen Tag auf Big Island ausklingen.

Totempfahl und Bäume vor untergehender Sonne im Royal Kona Resort.
Drei Palmen am Felsstrand und untergehende Sonne im Meer.

Am nächsten Morgen sind wir früh wach. Das Donnern der Wellen unter unserem Fenster und das Zwitschern der Vögel ersetzen den Wecker. Mit den ersten Sonnenstrahlen trinken wir Kaffee auf unserem Balkon und planen den Tag. Heute wollen wir in den Volcanoes National Park im Südosten der Insel – sicherlich das Highlight aller Big Island Hawaii Sehenswürdigkeiten.

Etwas mehr als zwei Stunden Fahrt entlang der Küstenlinie sind es bis dort von Kona aus. Die Sonne brennt trotz der frühen Stunde schon ziemlich als wir losfahren. Der Weg zieht sich. Wie Kaugummi. Und auch das Wetter wird immer schlechter. Erst leichte Schauer. Dann Regen.

Blick über den Highway auf grüne hügelige Landschaft und dunkle Wolken darüber.
Auf dem Weg zum Volcanoes National Park

Als wir endlich am Visitor Center des Nationalparks ankommen schüttet es schließlich wie aus Kübeln. Jetzt ist guter Rat teuer. Wir verharren einige Zeit im Auto. Es wird nicht besser. Wir beschließen im Visitor Center kurz nach den Wetteraussichten für den Rest des Tages zu fragen.

Es sind nur ein paar Meter vom Auto bis zum Eingang. Die reichen aber, um einmal bis auf die Unterwäsche nass zu werden. Für heute sei keine Besserung in Sicht teilt man uns mit. Schweren Herzens entscheiden wir, den ganzen langen nervigen Weg zurück an die sonnige Kohala Coast zu fahren. Das ist heute leider alternativlos. Und es ist nicht zielführend, jetzt einem verschenkten halben Tag nachzutrauern.

Was wir hier noch nicht wussten: schon ein paar Tage später auf Maui sollte ein weiteres unerwartetes Ereignis unsere Pläne durchkreuzen.

Punalu’u Black Sand Beach

Nach etwa 30 Fahrminuten erreichen wir den Abzweig zum Punalu’u Black Sand Beach. Dieser Kokonusspalmen-gesäumte Strand ist der vielleicht berühmteste Schwarze Sandstrand Hawaiis. Und er ist bekannt für seine sich hier oft aufhaltenden Honus – die riesigen hawaiianischen grünen Meeresschildkröten. Es regnet noch immer stark als wir den Parkplatz am Meer erreichen. Und schon von Weitem erahnen wir unser Glück: es aalen sich tatsächlich einige Riesenschildkröten im schwarzen Sand!

Grüne Riesenschildkröten am schwarzen Sandstrand bei bewölktem Himmel.
Riesenschildkröten auf schwarzem Sandstrand und Rettungsschwimmerturm und Bäume im Hintergrund.
Ich von hinten auf den schwarzen Felsen am Strand und Blick auf das aufgewühlte Meer.
Nahaufnahme einer grünen Riesenschildkröte auf schwarzem Sand.

Mit respektvollem Abstand beobachten wir eine ganze Weile diese eindrucksvollen Lebewesen. Bei diesem Wetter sind außer uns nur eine Handvoll weiterer Menschen hier. Was für ein tolles Erlebnis!

Kikaua Point Beach Park

Zurück an der Kohala Coast haben wir natürlich wieder Sonnenschein und schwüle Hitze. Etwa 15 Meilen nördlich von Kona liegt der Kikaua Point Beach Park mit dem Kukio Beach. Der Zugang erfolgt über das angeschlossene Four Seasons Hualalai Resort. Der sehr nette Mitarbeiter am Sicherheitstor stellt uns unsere Zugangsberechtigung aus und weist uns einen Parkplatz zu. Von hier aus führt ein geteerter Weg direkt zum wundervollen Strand. Erfreulicherweise ist hier nicht viel los.

Panorama des Kukio Beach mit schwarzem Lavagestein auf goldgelbem Sandstrand und türkisblauem Meer davor.
Kukio Beach Panorama
Palmen am goldgelben Sandstrand unter bewölktem Himmel.
Caro auf den schwarzen Lavafelsen am Strand mit Blick aufs Meer.

Im geschützten Wasser einer kleinen Lagune spielen ein paar Kinder. Und in den Pfützen zwischen den Lavafelsen tummeln sich kleine Fische und Schwarze Krabben. Wunderschön ist es hier und wir bleiben eine ganze Weile.

Schwarze Lavafelsen mit Braunen Sprenkeln und Sand vor Palmen .
Baum mit grünen Blättern am Strand vor blauem Meer und schwarzem Lavagestein im Vordergrund.
grüner Baum und viele schwarze Lavasteine am Strand.

Im Hotel findet heute Abend ein Luau* statt. Diese hawaiianischen Feste bestehen aus einer Kombination aus traditionellem Essen und polynesischen Tanzdarbietungen. Die Teilnahme gehört für viele Touristen unbedingt zu einem Hawaii-Urlaub dazu. Uns reicht der Blick von unserem Balkon auf das Treiben.

Der nächste Tag beginnt in Kona wieder freundlich. Die Sonne scheint und es weht eine angenehme Brise. Heute fahren wir auf die andere Seite der Insel nach Hilo. Ungefähr auf halber Strecke liegt der Mauna Kea – der mit über 4.200 Metern Höhe höchste Berg auf Hawaii.

Er ist allerdings wolkenverhüllt und es regnet mittlerweile auch wieder. Eine Fahrt auf den Gipfel macht deshalb unter diesen Bedingungen keinen Sinn. Für die letzten Meilen zum Gipfel ist übrigens zwingend ein Allrad-Fahrzeug nötig. Natürlich gibt es auch geführte Touren inklusive spektakulärem Sonnenuntergang:

Rainbow Falls

In Hilo ist unser erster Halt der Wailuku River State Park. Hier fällt der gleichnamige Fluss etwa 25 Meter in einen darunterliegenden Pool und bildet die sogenannten Rainbow Falls. Sehr voll ist es hier und wir bekommen gerade noch den letzten Parkplatz.

Wasserfälle zwischen dichter grüner Vegetation.

Das Wasser des Flusses ist heute aufgewühlt und bräunlich. Der Wasserfall hat seinen Namen daher, dass an sonnigen Tagen vormittags gegen 10 Uhr ein Regenbogen in den aufgewirbelten Wassermassen zu sehen ist. Ein wunderschöner Regenwald umgibt die Fälle und wir laufen einen kurzen Trail bis zur Höhe der Abbruchkante.

Akaka Falls State Park

Etwa 15 Meilen nördlich von Hilo liegt der Akaka Falls State Park. Kurz davor kommen wir durch den kleinen Ort Honomu, welcher mit seinen bunt bemalten Holzhäusern ein paar schöne Fotomotive bietet:

buntes Wandgemälde mit dem Schriftzug Honomu und einem großen roten Vogel.
Zwei alte Holzhäuser an der Hauptstrasse in Pink und türkis.

Im Akaka Falls State Park gibt es gleich zwei Wasserfälle: die 30 Meter hohen Kahuna Falls und die über 130 Meter hohen Akaka Falls. Ein weniger als einen Kilometer langer Rundweg führt durch einen üppigen Regenwald mit wild wachsenden Orchideen, Bambushainen und anderen tropischen Pflanzen. Wir bekommen auch hier wieder den allerletzten Parkplatz. Es ist unfassbar schwül und der Schweiß rinnt aus allen Poren.

Trail durch dichten grünen Regenwald.

Der Eintritt kostet 5 Dollar pro Person plus 10 Dollar für den Parkplatz. Der asphaltierte Rundweg durch den Regenwald zu den Aussichtspunkten auf die Fälle ist etwas mehr als 600 Meter lang. Geöffnet ist der Park täglich von 8:30 bis 17 Uhr.

Rote Blüte iner Pflanze inmitten grüner Vegetation.
Blick auf den Akaka Wasserfall inmitten tiefgrüner Vegetation.

Wir schauen nochmal auf den Wetterbericht für den Mauna Kea. An der Lage dort hat sich aber nichts geändert und so fahren wir weiter gen Norden entlang der Küste zu unserem nächsten Ziel.

Laupahoehoe Point Beach Park

Dieser Ort an der Hamakua Küste von Big Island ist bekannt für seine Lavafelsen im Meer, an denen sich kraftvoll der Ozean bricht. Direkt an den großen Parkplatz des Laupahoehoe Point Beach Park schließt sich eine Wiese mit Picknickbänken und Pavillons an.

Blick auf den blauen Ozean, der sich mit weißer Gischt an den schwarzen Lavafelsen bricht. Im Hintergrund eine grün bewaldete Klippe.
Weiße Gischt einer Welle, die sich an hohem schwarzen Lavafelsen bricht.

Wir sind fast alleine hier und genießen die grandiosen Ausblicke aufs Meer. Zum Schwimmen ist dieser Strand wegen der Strömung und hoher Wellen übrigens die meiste Zeit des Jahres nicht geeignet.

Schwarze Lavafelsen mit grün bewachsener Klippe dahinter und hohen Wellen.
großes Betonteil auf Lavafelsen und türkisblauem Meer dahinter.
Blick durch zwei Bäume auf die Felsen am Strand und das Meer.

Für uns ist der Laupahoehoe Point Beach Park der Geheimtipp unter den Big Island Hawaii Sehenswürdigkeiten und lohnt definitiv einen Besuch!

Pololu Valley

Etwa 90 Fahrminuten entfernt liegt an der Nordostküste von Big Island unser nächstes Ziel: das wunderschöne Pololu Valley. Die Ausblicke auf die Küste sind ähnlich spektakulär wie am nicht weit entfernten und oben schon beschriebenen Waipio Valley. Der Weg hinunter ins Tal und an den schwarzen Sandstrand ist hier jedoch deutlich einfacher.

Blick vom Aussichtspunkt auf den schwarzen Sandstrand und die steil aufragenden grün bewachsenen Klippen dahinter.

Etwa 25 Minuten dauert der Fußweg vom Lookout oben hinab ans Meer. Immer wieder ergeben sich schöne Ausblicke. Der Trail ist recht steil, aber breit und gut zu laufen.

Ausblick von halber Strecke auf das Meer, den schwarzen Sandstrand und die Klippen.

Unten angekommen stehen wir an einem wunderschönen schwarzen Sandstrand. Treibholz liegt im Sand und ins Landesinnere hinter uns schließt sich eine Art Lagune an.

Baumstämme und Treibholz auf schwarzem Sandstrand. Davor das Meer.
Lagune und Bäume hinter dem Strand. In der Ferne Berge.
Bäume hinter dem Strand und eine Holztafel mit Aufschrift.
Caro am schwarzen Sandstrand hockend vor der weißen Gischt des Meeres.

Für die Hawaiianer ist das Tal heiliges Land, entsprechend respektvolles Verhalten ist also hoffentlich selbstverständlich. Wir sind absolut begeistert von diesem Ort und können uns nur schwer wieder losreißen.

Malte auf einem großen Baumstamm lehnend mit Blick auf das Meer.
Caro auf einer Schaukel zwischen zwei Bäumen in dem Wald hinterm Strand.

Der steile Weg zurück zum Lookout und unserem Auto ist dann bei der Schwüle wieder unglaublich schweißtreibend. Nach einem letzten Blick ins Pololu Valley geht es dann für uns weiter.

Blick durch blühende Vegetation auf das Tal und den blauen Ozean.

Entlang der Straße nach Kapaau stehen glücklicherweise eine ganze Reihe Foodtrucks und Obststände. Und so halten wir für eine dringend benötigte Erfrischung bei Fresh off the Grid auf ein typisch hawaiiansches Shave Ice.

Unsere beiden Shave ice Becher vor dem gelb gestrichenen Verkaufstand.

Der kleine Ort Kapaau ein paar Meilen weiter ist der Geburtsort von König Kamehamea und bietet ein paar schöne Fotomotive und natürlich auch eine Statue des verehrten Königs.

Weiße Holzkirche mit grauem Turm inmitten eines tropischen Gartens.
Gelb bemalte Treppenstufen hinauf zur goldenen Statue des Königs.

Durch das üppig grüne Weideland von North Kohala fahren wir wieder zurück an die Ostküste. Hier regnet es ungewöhnlicherweise. Wir nutzen deshalb die Zeit für etwas Shopping in Kona und einen ausgiebigen Bummel über den Ali’i Drive mit seinen vielen kleinen Shops, Bars und Restaurants.

Am nächsten Morgen erleben wir einen weiteren tollen Sonnenaufgang. Heute geht es früh los. Zum zweiten Mal steht der Volcanoes National Park auf unserem Programm. Nach unserem sprichwörtlich ins Wasser gefallenen Versuch von vor ein paar Tagen haben wir uns diesmal vorher eingehend mit dem Wetterbericht beschäftigt. Und der sieht heute sehr gut aus!

Um nicht schon wieder die gleiche Strecke zu fahren wie vor ein paar Tagen, nehmen wir heute die Route durchs Inselinnere über den Highway 200 und Hilo. Vom Zeitbedarf und der Streckenlänge sind beide Routen nahezu identisch. Wir halten kurz am Abzweig zum Mauna Kea. Die Bedingungen wären jetzt perfekt. Aber der Ausflug in den Nationalpark ist uns erstmal wichtiger. Vielleicht haben wir später noch die Zeit.

Blick auf die asphaltierte Mauna Kea Access Road mit dem in der Ferne.
Mauna Kea Access Road
Unser weißer Jeep Wrangler vor enem grünen Hügel.
Unser Jeep Wrangler

Volcanoes National Park

Um 9 Uhr erreichen wir das Kilauea Visitor Center des Volcanoes National Park, in welchem wir uns kurz umschauen. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 135 Hektar vom Gipfel des Mauna Loa bis zum Meer. Er beheimatet zwei Vulkane, wovon der Kilauea zu den aktivsten Vulkanen der Welt zählt. Der 17 Kilometer lange Crater Rim Drive führt entlang des Kratergebietes des Kilauea.

An diesem liegen kurz hinter dem Visitor Center die Sulphur Banks. Hier treten vulkanische Gase und heißer Wasserdampf aus dem Halemaumau Krater. Ein kurzer hölzerner Boardwalk führt durch das Gebiet. Der schwefelige Geruch erinnert an den Yellowstone National Park.

Blick in den weitläufigen Krater unter blauem Himmel mit weißen Wolken.
Weißer Rauch unter der Abbruchkante des Kraters.

Kilauea Iki Trail

Unsere erste Wanderung des Tages ist der etwa 4 Kilometer lange Kilauea Iki Trail. Durch einen wunderschönen Regenwald steigen wir stellenweise recht steil hinab auf den Grund des Kilauea Iki-Kraters mit seinem erkalteten Lavasee.

Dunkler Boden mit roten Streifen am Kratergrund.

Unten angekommen sind wir gleich gebannt von einer schwer zu beschreibenden Atmosphäre. Es ist unglaublich heiß. Es gibt keinen Schatten. Es herrscht absolute Ruhe. Zerstörung und Neuerschaffung liegen ganz dicht beieinander.

schwarze Lavasteine und der Kraterrand in der Ferne.
Grüner Busch mit roten Blüten auf dem Kratergrund mit grün bewachsenem Kraterrand im Hintergrund.
Nahaufnahme der roten Blüten eines grünen Busches und die Weite der Fläche im Hintergrund.
Caro ganz klein inmiten der Lavalandschaft .

Was für ein toller Ort. Wir laufen einmal komplett bis zum anderen Ende. Die Fläche ist absolut riesig und so sieht man andere Wanderer meist nur in der Ferne. Etwa zwei Stunden benötigen wir für den Hike.

Nach einer wohlverdienten Erfrischung am Auto halten wir noch kurz am Kilauea Iki Overlook und fahren dann weiter zum nächsten Highlight des Parks.

Blick vom Lookout in den riesigen Krater und auf die grün bewachsenen Kraterränder.
Kilauea Iki Overlook
Pflanze mit gelben Blüten und rotem Blütenstengel.
Kahili-Ingwer Blüte

Maunaulu / Pu‘uhuluhulu Trail

Eine kurze Fahrt auf der Chain of Craters Road und wir erreichen den Trailhead für die Wanderung zur Pu‘uhuluhulu Cinder Cone. Dies ist ein sogenannter „Self-guided Hike“. Mit der am Trailhead erhältlichen Broschüre wird uns auf dem Weg alles über Vulkanausbrüche und Lava erklärt, so dass wir uns hinterher wie kleine Experten auf diesem Gebiet fühlen.

Ich auf den Lavafelsen mit der Broschüre in der Hand.
Maunaulu Trail

Die Wanderung führt recht flach durch eine abwechslungsreiche spektakuläre Lava-Landschaft und dann auf den bewaldeten etwa 65 Meter hohen Schlackenkegel Pu‘uhuluhulu. Der gesamte Hike ist etwa vier Kilometer lang und wir haben dafür etwa zwei Stunden benötigt.

Erstarrte schwarze Lavaströme mit grüner Vegetation auf dem Wanderweg
Erstarrte schwarze Lavaströme mit grüner Vegetation und kleinen Büschen auf dem Wanderweg
Lavalandschaft mit Vegetation und Bäumen. Im Hintergrund ene Schlackekegel.

Nur die letzte viertel Meile im Anstieg auf den Pu‘uhuluhulu sind etwas anstrengend. Dafür sind die Ausblicke von hier oben grandios:

Blick vom Pu‘uhuluhulu auf einen weiteren Schlackekegel in der Ferne und die grüne Vegetation davor.

Chain of Craters Road

Die Chain of Craters Road führt über 30 Kilometer vom Kilauea bis hinunter an den pazifischen Ozean. Die Fahrt ist absolut spektakulär und unbedingt zu empfehlen. Immer wieder ergeben sich traumhafte Ausblicke über weite Lavafelder und den Pazifik.

Blick von der Strasse über weite Lavafelder mit grüner Vegetation auf den Pazifik in der Ferne.
Ich auf einem Lavafeld an der Straße.
Erstarrte dunkelbraune Lava in Fließform.

Man sieht sehr deutlich und eindrucksvoll, wie die Lavaströme hier während der jahrzehntelangen Aktivität des Kilauea zwischen 1983 und 2018 ihren Weg Richtung Ozean nahmen. Die Bilder der sich über die Klippen ins Meer ergießenden Lava hat wohl noch jeder vor Augen.

Spuren des Lavaflusses über die abschüssigen Flächen zum Meer.
Schwarze Lavafelder an den Klippen über dem Pazifik.

Am Ende der Chain of Craters Road unten am Pazifik sind die Klippen deshalb überdeckt mit Lava. Der 25 Meter hohe Holei Sea Arch ist ebenfalls aus Lavagestein und ein beliebtes Fotomotiv.

großer Bogen aus Lavagestein an den Klippen im Pazifik.

Um 16 Uhr verlassen wir den Park wieder. Wir haben auf der Webcam des Mauna Kea nach den aktuellen Verhältnissen geschaut und die sehen gut aus. Vielleicht haben wir ja Glück und uns gelingt heute die Fahrt nach oben auf den Gipfel.

Je näher wir dem Berg allerdings kommen desto mehr zieht sich der Himmel zu. Und als wir den Abzweig zur Mauna Kea Access Road erreichen schüttet es wieder wie aus Kübeln. Das soll dann wohl nicht sein mit uns. Aber so haben wir wenigstens einen Grund nochmal wiederzukommen!

An der Küste ist das Wetter nicht viel besser. So können wir an unserem letzten Abend in Ruhe das Auto ausräumen und unsere Sachen zusammenpacken. An der Hotelbar lassen wir unsere unglaublich schönen Tage auf dieser Trauminsel ausklingen und freuen uns auf die Nächste!

Unser Flieger nach Maui geht am nächsten Tag um 10:30 Uhr. Die Rückgabe des Wagens bei Alamo geht wie immer sehr schnell. Und die Wartezeit im offenen Terminal vergeht auch wie im Fluge. Pünktlich heben wir ab. Goodbye Big Island!

Weißes Flugzeug von Hawaiian Airlines zwischen Palmen auf dem Flughafen von Kona
Zwei Statuen am Dach des Flughafengebäudes von Kona.
Malte und Caro vor dem weißen Flugzeug von Hawaiian Airlines.

Fazit

Big Island ist ein Traum. Genauso wie wir es erwartet hatten. Vier volle Tage und fünf Nächte hatten wir auf der Insel. Selbstverständlich kann man hier auch locker zwei Wochen verbringen. Aber wir haben alle uns wichtigen Highlights gesehen ohne uns auch nur irgendwie gehetzt gefühlt zu haben. Mit dem Mauna Kea hatten wir wetterbedingt Pech. Zeitlich hätte auch er wie geplant hineingepasst.

Unser Quartier an nur einem Ort aufzuschlagen haben wir auch nicht bereut. Der halbe verlorene Tag für die Anfahrt zum Volcanoes NP war ärgerlich. Aber das Wetter ist manchmal tatsächlich unvorhersehbar und so haben wir uns nicht lange darüber geärgert.

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Über den Autor
Malte
Seit 2001 ist Nordamerika meine große Leidenschaft und ich reise jedes Jahr meist zweimal dorthin. Ob beim Wandern durch die atemberaubende Natur, beim Offroaden durch die Wildnis oder beim Erleben packender Sportveranstaltungen – ich entdecke die Vielfalt des Kontinents immer wieder neu. Über die Jahre sind vor allem der Südwesten der USA und Los Angeles wie eine zweite Heimat für mich geworden.

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