Vancouver Island gehört für uns zu den beeindruckendsten Reisezielen in Kanada. Die riesige Insel vor der Westküste von British Columbia begeistert mit spektakulären Pazifikstränden, dichten Regenwäldern, charmanten Küstenorten und unvergesslichen Wildlife-Erlebnissen. Genau diese Mischung macht Vancouver Island für uns so besonders.
In diesem Artikel zeigen wir Dir die besten Vancouver Island Sehenswürdigkeiten – von Victoria über Tofino und Ucluelet bis nach Campbell River und Telegraph Cove. Dazu bekommst Du viele praktische Tipps für Route, Reisezeit, Hotels und die Planung einer Rundreise über 3, 5, 7 oder 10 Tage.
Vancouver Island Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
- Die schönsten Highlights: Victoria, Tofino, Ucluelet, Pacific Rim National Park, Telegraph Cove, Campbell River
- Ideal für: Natur, Roadtrips, Wildlife, Strände und Küstenorte
- Wie viele Tage? Mindestens 5, ideal 7 bis 10
- Beste Reisezeit: Juni bis September, Whale Watching besonders gut von April bis Oktober
- Unser Tipp für Erstbesucher: Victoria mit der Westküste und Campbell River kombinieren
Karte mit allen Vancouver Island Sehenswürdigkeiten
Damit Du bei der Reiseplanung den Überblick behältst, haben wir Dir hier die wichtigsten Vancouver Island Sehenswürdigkeiten auf einer Karte markiert. So siehst Du auf einen Blick, wo die schönsten Highlights liegen und wie sich die einzelnen Stopps am besten zu einer Rundreise verbinden lassen.
Vancouver Island im Überblick
Vancouver Island erstreckt sich über 460 Kilometer von Nord nach Süd und ist bis zu 100 Kilometer breit. Die Insel ist von der Fläche damit etwa so groß wie Belgien. Trotz dieser beeindruckenden Ausmaße ist sie nur die elftgrößte Insel Kanadas. Auf Vancouver Island leben etwa 860.000 Menschen, knapp die Hälfte davon in und um Victoria, der Hauptstadt British Columbias an der Südspitze. Benannt ist die Insel nach dem britischen Seefahrer George Vancouver, der Ende des 18. Jahrhunderts die komplette Pazifikküste Nordamerikas erkundete.

Die oft stürmische Westseite ist zerklüftet und von fünf großen fjordartigen Sundgebieten geprägt. Hinter dem Gebirgszug der Victoria Island Ranges, der die Insel von Nord nach Süd durchzieht, liegt die gemäßigte Ostseite. Die Niederschlagsmengen sind hier wesentlich geringer und es herrschen oft frühlingshafte Temperaturen – selbst im Winter. Die Gegend um Victoria ist eine der wärmsten Regionen Kanadas. Insgesamt ist das Klima auf der Insel recht mild und Schnee fällt außerhalb der Hochgebirge eher selten.

Die Juan de Fuca-Straße trennt die Insel von den Vereinigten Staaten. Östlich liegt die Straße von Georgia mit den hunderten Inseln der Gulf Islands.

Vancouver Island ist ein Naturparadies mit einigen der letzten großen zusammenhängenden Gebieten gemäßigten Küstenregenwalds der Welt. Auf der Insel leben Schwarzbären, Pumas, Wölfe, Elche, Schneeziegen und Adler. Der Pazifik um die Insel ist sehr Plankton-reich, was enorme Fischpopulationen und Artenvielfalt fördert: Orcas, Buckelwale, Grauwale, Seehunde, Robben und Otter leben in großer Zahl vor den Küsten.
Die größte Stadt auf Vancouver Island ist wie schon gesagt Victoria an der Südspitze. Alle weiteren großen Städte – bis auf Duncan nördlich der Hauptstadt – liegen an der Ostküste: Nanaimo – ungefähr auf Höhe von Vancouver – mit 115.000 Einwohnern und dann weiter nördlich Courtenay (63.000 Einwohner) und Campbell River (40.000 Einwohner). Der Teil der Insel südlich von Courtenay wird landläufig als Southern Vancouver Island bezeichnet, der Teil nördlich von Campbell River als Northern Vancouver Island und das Gebiet zwischen beiden Städten als Mid-Island oder Central Island.
Die wichtigsten Straßen sind der Trans-Canada Highway 1 zwischen Victoria und Nanaimo und der Highway 19 zwischen Nanaimo und Port Hardy. Zusammen führen sie entlang der Ostseite von der Südspitze bis in den Norden der Insel. Die einzige Verbindung zu den touristisch bedeutenden Orten Tofino und Ucluelet an der wilden Westküste ist der Highway 4 ab Qualicum Beach. Das Autofahren ist wie überall in Westkanada absolut entspannt.
Die 15 schönsten Vancouver Island Sehenswürdigkeiten
Vancouver Island ist groß, vielseitig und vor allem landschaftlich unglaublich beeindruckend. Genau das macht es aber auch gar nicht so leicht, sich auf einer Reise für die schönsten Stopps zu entscheiden. Damit Dir die Planung leichter fällt, zeigen wir Dir hier unsere 15 schönsten Vancouver Island Sehenswürdigkeiten – von charmanten Städten über wilde Pazifikstrände bis zu Orten, an denen Du mit etwas Glück sogar Wale, Bären oder Adler beobachten kannst.
1. Victoria – die charmante Hauptstadt von British Columbia
Victoria ist für uns einer dieser Orte, die einen sofort einnehmen. Schon rund um den Inner Harbour begeistert die Stadt mit ihrer entspannten, eleganten Atmosphäre. Wasserflugzeuge starten und landen direkt im Hafen, davor liegen kleine Boote im Wasser und dahinter ragen mit den Parliament Buildings und dem Fairmont Empress Hotel einige der prägendsten Gebäude der Stadt auf. Gerade bei gutem Wetter lässt es sich hier wunderbar treiben, und genau das macht Victoria für uns zu einem perfekten ersten Stopp auf Vancouver Island.

Trotz ihrer Rolle als Hauptstadt von British Columbia wirkt Victoria nie hektisch oder anstrengend. Stattdessen fühlt sich die Stadt angenehm entspannt an und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Besonders gefällt uns der Kontrast zwischen dem gepflegten Hafenbereich rund um den Inner Harbour und dem deutlich lockereren Fisherman’s Wharf. Dort geht es bunter, maritimer und ein wenig verspielter zu – mit schwimmenden Häusern, kleinen Essensständen und genau dem besonderen Flair, das man an der kanadischen Westküste so liebt.

Ein weiteres Highlight sind die berühmten Butchart Gardens nördlich von Victoria. Sie gehören ohne Frage zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region und sind ein lohnender Ausflug, wenn Du neben Küste, Hafenflair und Stadt auch noch eine ganz andere Seite von Vancouver Island erleben möchtest. Die aufwendig angelegten Gärten sind unglaublich schön gestaltet und zeigen noch einmal, wie vielseitig ein Aufenthalt rund um Victoria sein kann.

Victoria ist für uns deshalb viel mehr als nur ein praktischer Ausgangspunkt für eine Reise über Vancouver Island. Mehr konkrete Tipps, unsere persönlichen Highlights und alle wichtigen Infos findest Du in unserem ausführlichen Artikel: Victoria Sehenswürdigkeiten.
2. Whale Watching in Victoria
Whale Watching gehört für uns ganz klar zu den absoluten Highlights auf Vancouver Island. Rund um Victoria hast Du besonders gute Chancen, Orcas, Buckelwale, Grauwale oder auch Seelöwen und Seehunde zu sehen. Schon die Fahrt hinaus auf den Pazifik ist ein Erlebnis für sich, weil sich unterwegs immer wieder traumhafte Ausblicke auf die Küste, kleine Inseln und ganzjährig schneebedeckte Berge bieten.


Gerade für Erstbesucher ist eine Whale Watching-Tour ab Victoria eine richtig gute Wahl, weil sich das Naturerlebnis perfekt mit einem Aufenthalt in der Stadt verbinden lässt. Gleichzeitig ist es einfach ein unbeschreibliches Gefühl, diese Tiere einmal in freier Wildbahn zu erleben – deutlich eindrucksvoller, als wir es vorher ohnehin schon erwartet hatten.
Wenn Du mehr über unsere Tour, die beste Jahreszeit, den besten Anbieter und unsere persönlichen Erfahrungen wissen möchtest, findest Du alle Details in unserem Artikel Whale Watching in Victoria – unser Tour Tipp
3. Tofino – das charmante Küstendorf am „Ende der Welt“
Eine ernsthafte Erkundung Vancouver Islands ohne den Besuch der wilden Westküste zwischen Tofino und Ucluelet ist praktisch undenkbar. Neben den beiden Orten selber zieht hier vor allem die Long Beach Unit des Pacific Rim National Park Reserve jährlich etwa eine Million Besucher an. Die kilometerlangen Sandstrände mit den unmittelbar dahinterliegenden Regenwäldern sind von außergewöhnlicher Schönheit. Der Highway 4 ist die einzige Straße in dieses Gebiet und führt über etwa 130 Kilometer von der Ost- an die Westküste.
Tofino ist neben Victoria der sicher bekannteste Ort auf Vancouver Island. Das kleine Dorf mit seinen etwa 2.500 Einwohnern hat eine reiche und faszinierende Vergangenheit. Die Gegend war wie schon geschrieben ursprünglich die Heimat der Nuu-chah-nulth First Nations, die hier seit Tausenden von Jahren lebten. Sie nutzten die reichen Ressourcen des Meeres und des Waldes, um ihre einzigartige Kultur zu entwickeln.


Der Ort selbst wurde nach einem spanischen Kartographen, Vicente Tofiño, benannt. Im 19. Jahrhundert begann die europäische Besiedlung, und Tofino wurde zu einem kleinen Fischer- und Holzfällerdorf. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Ort zu einem beliebten Reiseziel entwickelt – vor allem für Naturliebhaber und Abenteurer. So steigt die Einwohnerzahl im Sommer auf das Zehnfache an.

Und das hat seinen Grund! Die Landschaft ist wild und ungezähmt. Umgeben von endlosen Regenwäldern, spektakulären Stränden, kleinen Inseln und dem unendlichen Ozean ist Tofino ein echtes Paradies. Wir waren von der ersten Minute absolut begeistert von diesem Ort, seinem entspannten Lebensstil und den freundlichen Menschen.


Die Winterstürme, die hier toben, locken Sturmbeobachter aus der ganzen Welt an. Im Sommer ist es der perfekte Ort zum Surfen, Kajakfahren und Wandern. Doch was Tofino für uns wirklich einzigartig macht, ist das besondere Gefühl, dass man tatsächlich am Ende der Welt angekommen ist. Und die Zeit vergeht hier wirklich langsamer.


Die Marina ist das pulsierende Herz des kleinen Ortes. Die Aussicht auf die umliegenden Inseln ist traumhaft schön. Von hier aus starten außerdem die Boote zu Walbeobachtungen, Angeltouren oder Erkundungen der umliegenden kleinen Inseln.

Hier kannst du frischen Fisch kaufen oder die Einheimischen bei ihrer Arbeit beobachten. Die Stimmung ist ruhig und entspannt. Cafés und kleine Geschäfte laden zum Verweilen ein. Wir hatten unser Hotel hier mit Balkon und tollem Blick auf das Treiben.

Ein Bummel über die Main Street bringt uns zu dem großen hölzernen Pier, an dem die Wasserflugzeuge anlegen. Hier ist vor allem zum Sonnenuntergang einiges los. Die Atmosphäre ist dann fast unbeschreiblich.



Wir haben uns in einem der kleinen Läden in der Nähe Pizza und Bier geholt und einen der schönsten Sonnenuntergänge unseres Lebens gesehen. Nur für diese eine Stunde allein hat sich der lange Weg nach Vancouver Island gelohnt!



Nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt liegt der Tonquin Beach. Ein kurzer Spaziergang durch einen dichten Wald führt uns zu diesem kleinen, geschützten Strand. Der Sand ist weich, das Wasser kristallklar. Meist ist hier sehr viel weniger los als an den anderen Stränden der Umgebung. Der Tonquin Beach ist auch ein beliebter Ort für Sonnenuntergänge.




Hotelempfehlungen in Tofino
- Tofino Resort + Marina*: direkt an der idylilschen Marina gelegen. Alle 63 Zimmer verfügen über einen Balkon mit Meerblick. Wir haben hier gewohnt und waren sehr zufrieden. Nur eine Klimaanlage haben wir vermisst.
- Best Western Plus Tin Wis Resort*: etwa vier Kilometer südlich des Ortszentrums am Mackenzie Beach gelegen. Alle Zimmer bieten Meerblick und das Frühstück ist inkludiert.
- Tofino Motel Harborview*: kleines Motel am Hafen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Zimmer mit Balkon und Blick auf das Wasser.
- Cox Bay Beach Resort*: sehr gut bewertetes Resort mit voll ausgestatteten Apartments und Cottages direkt am Meer.
- Hotel Zed Tofino*: cooles 3-Sterne Hotel im Surfer-Stil mit meist gutem Preis-Leistungsverhältnis.
4. Ucluelet – Natur pur auf dem Wild Pacific Trail
Der kleine Ort Ucluelet mit seinen knapp 1.700 Einwohnern liegt etwa 40 Fahrminuten südlich von Tofino. Ucluelet – oder „Ukee“, wie die Einheimischen sagen – bedeutet in der Sprache der indigenen Nuu-chah-nulth so viel wie „sicherer Hafen“. Und das ist kein Zufall! Schon seit Tausenden von Jahren leben die First Nations hier und nutzen die geschützten Gewässer vorrangig zum Fischen. Mit der Ankunft europäischer Entdecker im 19. Jahrhundert begann ein neues Kapitel für die Region. Zuerst kamen Pelzhändler, dann Fischer und Holzfäller. Heute lebt Ucluelet hauptsächlich vom Tourismus und bleibt dennoch ein authentischer und ursprünglicher Ort, den wir auch sofort in unser Herz geschlossen haben!

In Ucluelet findest du keine glitzernden Hotels oder riesigen Freizeitparks. Stattdessen gibt es kleine, charmante Unterkünfte, rustikale Fischrestaurants und eine atemberaubende Natur. Die Krone von Ucluelets Outdoor-Angeboten ist der Wild Pacific Trail. Die insgesamt etwa 8 Kilometer lange Küstenwanderung teilt sich in verschiedene Abschnitte auf. Der Lighthouse Loop ist der populärste Teil des Hikes und etwa 2,6 Kilometer lang.

Der Rundweg ist perfekt, wenn du nur eine Stunde Zeit hast. Am Amphitrite Point steht ein pittoresker Leuchtturm. Von hier führt uns der Trail durch knorrige Wälder an schroffe Klippen mit spektakulärem Blick auf den Pazifik. Alle Wege auf dem Wild Pacific Trail sind flach und für wirklich alle Altersgruppen sehr gut zu laufen.


Hotelempfehlungen in Ucluelet
- Bayshore Waterfont Inn*: direkt am Yachthafen gelegen und sehr gut bewertet. Alle Zimmer sind mit Mikrowelle und Külschrank ausgestattet, einige mit kompletter Küche und Meerblick.
- Black Rock Oceanfront Resort*: direkt am Meer und dem Wild Pacific Trail gelegenes 4-Sterne Resort mit modernen und geräumigen Zimmern. An vielen Daten ist ein Mindestaufenthalt von zwei Nächten erforderlich.
- West Coast Motel on the Harbour*: zentrale Lage am Yachthafen. Geräumige und gut ausgestattete Zimmer und Innenpool, Sauna und großes Fitnesscenter.
5. Pacific Rim National Park Reserve – Natur pur an Vancouver Islands Westküste
Das Pacific Rim National Park Reserve ist nach den Parks Banff und Jasper der drittmeistbesuchte kanadische Nationalpark. Seit 2001 trägt er den Status „Reservat“, um die Mitbestimmung und Nutzungsrechte der First Nations umzusetzen. Er besteht aus drei Teilen: West Coast Trail im Süden zwischen den Orten Port Renfrew und Bamfield ist mit 75 Kilometern Länge eine der bekanntesten (und härtesten) Wanderrouten Kanadas. Daran schließen nördlich die etwa einhundert Inseln der Broken Group Islands im Barkley Sound an. Dieses Gebiet ist nur per Boot zu erreichen. Im Norden schließlich liegt zwischen Tofino und Ucluelet der bekannteste (und am besten zu erreichende) Teil des Parks: die Long Beach Unit.
6. Long Beach – Weite, Wellen und echtes Pazifikfeeling
Die endlosen Sandstrände der Long Beach Unit erstrecken sich über eine Länge von etwa 16 Kilometern. Der Highway 4 zwischen Tofino und Ucluelet verläuft parallel zur Küste und macht alle Abschnitte der Long Beach Unit perfekt erreichbar. Parkplätze sind fast überall in großer Zahl vorhanden. Eine Übersicht der Eintrittsgebühren findest Du hier. Es gibt vier Visitor Center, wovon das Pacific Rim Visitor Centre das Größte ist und ganzjährig geöffnet hat.
Die Long Beach Unit (Karte) beginnt im Norden unweit des Tofino Airports mit der Schooner Cove. Vom Parkplatz aus gelangst Du auf einem etwa zwei Kilometer langen Trail über Holzstege und durch Wald zu dieser Bucht und dem meist ruhigen und abgeschiedenen Strand.
Es folgt der eigentliche Long Beach, der seinem Namen alle Ehre macht und ein Paradies für Surfer aus aller Welt ist. Die Szenerie mit den mächtigen Wellen ist atemberaubend. Das Meer und der Himmel scheinen hier eins zu werden.

Der Long Beach ist der bekannteste Strand im Pacific Rim National Park Preserve – und für uns auch einer der eindrucksvollsten Orte auf ganz Vancouver Island. Der breite Sandstrand wirkt fast endlos, die Brandung des Pazifiks sorgt für die typische raue Westküstenstimmung und selbst bei wechselhaftem Wetter hat dieser Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Genau das ist einer dieser Plätze, an denen man sofort merkt, warum Vancouver Island für Natur- und Roadtripfans so ein besonderes Reiseziel ist.
Uns gefällt vor allem dass der Long Beach trotz seiner Größe und Bekanntheit nichts von seiner Wirkung verliert. Man kann einfach am Wasser entlanglaufen, den Surfern zuschauen oder nur stehen bleiben und den Blick über den Strand und die Wellen schweifen lassen. Gerade für Erstbesucher ist Long Beach aus unserer Sicht ein Pflichtstopp, weil man hier die landschaftliche Schönheit der Westküste besonders intensiv erlebt.
Der Combers Beach ist ebenso perfekt für einen entspannten Strandspaziergang. Bei Ebbe findest Du in den Gezeitentümpeln Seesterne und Anemonen.
Rechts und links vom Highway 4 führt gleich hinter dem Strand der Rainforest Trail auf Holzstegen durch einen Regenwald mit Zedern und moosbewachsenen Hemlocktannen und lohnt einen kurzen Besuch.


Der nahtlos an Long Beach und Combers Beach anschließende Wickaninnish Beach ist ebenfalls sehr beliebt bei Surfern. Das überall herumliegende Treibholz sorgt für phantastische Fotomotive. Am südlichen Ende des Strandes bietet das Kwisitis Visitor Centre spannende Einblicke in die Geschichte der Region und der First Nations. Die Nuu-chah-nulth leben seit Tausenden von Jahren hier und ihre tiefe Verbundenheit zur Natur ist überall spürbar.


Über den nach diesen Ureinwohnern benannten Trail gelangst Du vom Visitor Center schließlich zum südlichsten Abschnitt der Long Beach Unit: der Florencia Bay. Der Strand in der Bucht ist meist recht einsam und wunderschön! Entlang des Trails liegen noch die beiden kleinen traumhaft schönen Strände Lismer Beach und South Beach, die Du höchstwahrscheinlich komplett für Dich allein haben wirst.




Das Wetter hier an der Westküste von Vancouver Island kann sich übrigens in kürzester Zeit radikal ändern: von strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel zu diesig, regnerisch und grau in ein paar Minuten. Wir haben das selbst mehrfach erlebt, wie Du auf den Bildern auch sehen kannst.
7. Cox Bay Beach und Aussichtspunkt
Knapp zehn Fahrminuten südlich von Tofino liegt mit dem Cox Bay Beach ein weiterer Surfer Hotspot der Insel. Dieser weitläufige Strand ist bekannt für seine fantastischen Wellen. Er ist von Hügeln und Wäldern eingerahmt, was ihm eine tolle dramatische Kulisse verleiht. Wir hatten das „Glück“, dass auch hier das Wetter innerhalb von Minuten umschlug:

Am südlichen Ende des Strandes führt ein unmarkierter Weg durch den Wald steil hinauf auf den Hügel. Von hier hast Du einen phantastischen Blick über die Küste. Bei unserem Besuch war der Trail allerdings so matschig und rutschig, dass wir nach ein paar hundert Metern abbrechen mussten.


Wie Du vielleicht gemerkt hast hat uns Tofino echt begeistert. Der Ort allein ist die Reise nach Vancouver Island wert. Die Auswahl an Unterkünften ist nicht allzu groß und das preisliche Niveau deshalb recht hoch.
8. Campbell River – Die Lachshauptstadt der Welt
Campbell River liegt an der Ostküste von Vancouver Island an der Mündung des gleichnamigen Flusses und ist bekannt als die „Lachshauptstadt der Welt“. Außerdem ist sie ein Magnet für Outdoor-Enthusiasten. Mit einer reichen Geschichte, atemberaubenden Landschaften und einer Vielzahl an Aktivitäten bietet Campbell River reichlich Argumente für einen Stopp auf Deiner Vancouver Island-Rundreise.

Die Geschichte von Campbell River reicht Jahrtausende zurück. Die Ureinwohner vom Volk der Kwakwaka’wakw besiedelten die Region schon lange vor der Ankunft europäischer Entdecker. Ihre reiche Kultur ist bis heute präsent.


Angeln, Wandern und Kajakfahren sind besonders beliebte Aktivitäten. Die umliegenden Wälder sind ein Eldorado für Wanderer und Mountainbiker. In der Stadt selbst ist es rund um den Hafen und die Fisherman’s Wharf am schönsten. Das Discovery Fishing Pier ist vor allem zum Sonnenuntergang ein bezaubernder Ort.



Natürlich findest Du auch eine vernünftige Auswahl an Seafood-Restaurants in dieser Gegend. Wir waren im Quay West Kitchen & Catering und absolut zufrieden. Der Blick von der Terrasse auf die Boote im Hafen ist ein Traum.


Grizzly- und Whale Watching-Touren in Campbell River
Die Fjorde (Inlets) nordöstlich von Campbell River sind ein Hotspot für Grizzlybären-Touren. Von Ende August bis Mitte Oktober kommen die eindrucksvollen Tiere hier an die Ufer, um Lachse zu jagen und sich ein Polster für den anstehenden Winterschlaf anzulegen. Alle Touren starten mit dem Boot von Campbell River aus. Am Zielort in den Meeresarmen bringen Guides der hier lebenden First Nations Dich dann zu den besten Beobachtungsplätzen und erzählen Dir alles über Grizzlybären und die atemberaubende Landschaft, in der sie leben:
- Etwa 8-stündige Tour ins Toba Inlet*: zweistündige Bootsfahrt ins Toba Inlet und dann Fahrt durch den Wald zu den Aussichtsplattformen am türkisfarbenen Nebenfluss, wo die Grizzlybären Lachse jagen. Mittagessen ist inklusive.
- Knapp 9-stündige Tour ins Bute Inlet*: Fahrt mit entlang der Disocovery Islands mit der Chance auf Walsichtungen zur Grizzly-Beoabachtung am Orford River. Erfahrene Guides und dreistündiger Landgang am Bute Inlet.
Walbeobachtungs-Touren kannst Du selbstverständlich auch von Campbell River aus machen. Mit dem offenen Zodiac-Boot geht es durch die Discovery Passage, wo Du neben Buckel- und Grauwalen auch Orcas, Delphine, Robben und Seelöwen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kannst:
- Etwa sechsstündige Bootstour mit Mittagessen*: inklusive Hydrophones zum Hören der Walgesänge unter Wasser. Boot mit Waschraum.
- Knapp vierstündige Bootstour*: inklusive Fahrt zu den Stromschnellen „Devils Horn“ und Aaron Rapids“.
Alle Touren buchst Du einfach und sicher über GetYourGuide*. Eine kostenlose Stornierung ist hier meist bis 48 Stunden vorher möglich.
Hotelempfehlungen in Campbell River
- Comfort Inn & Suites*: das am besten bewertete Hotel in Campbell River. Sehr zentrale Lage, moderne Zimmer und inkludiertes Frühstück.
- Naturally Pacific Resort: recht neues 4-Sterne Hotel mit Spa, Restaurant und sehr modernen Zimmern.
- Coast Discovery Inn*: zentral am Fähranleger gelegen. Frühstück ist inklusive.
9. Elk Falls Provincial Park – Erlebnis Hängebrücke
Der Elk Falls Provincial Park liegt nur wenige Fahrminuten westlich von Campbell River. Das kleine Naturschutzgebiet ist berühmt für seinen beeindruckenden Wasserfall und die spektakuläre Hängebrücke, die uns einen atemberaubenden Blick auf die Schlucht bietet. Die Wege im Park sind kurz und der Eintritt kostenlos.


Die Elk Falls Suspension Bridge wurde erst 2015 eröffnet. Die Ausblicke von ihr in die Schlucht darunter sind grandios und alleine den Besuch wert! Das Laufen darauf ist weit weniger wackelig als auf anderen Hängebrücken.


10. Telegraph Cove – das malerische Fischerdorf
Telegraph Cove ist ein ehemaliges Fischerdorf an der Nordostküste von Vancouver Island. Ursprünglich gab es hier lediglich eine Telegrafenstation, die 1911 eingerichtet wurde, um die Kommunikation entlang der Küste sicherzustellen. Der Name Telegraph Cove leitet sich – wie Du Dir denken kannst – von dieser Funktion ab. In den 1920er Jahren siedelten sich dann Fischer an und bauten eine kleine Fabrik zum Einsalzen von Lachsen und eine Sägemühle. Die Familien bauten Holzhäuser auf Pfählen entlang der kleinen Bucht.




Engagierte Bewohner verhinderten in den 1980er Jahren den Niedergang des Ortes und schafften die Transformation hin zu einem beliebten touristischen Ausflugsziel und historischen Denkmal. Die alten Häuser sind liebevoll restauriert und mit Holzstegen miteinander verbunden. In der Marina ist Platz für bis zu 130 Boote und Yachten. Das Telegraph Cove Resort ist die einzige Unterkunftsmöglichkeit am Platz.
Eine etwa 16 Kilometer lange Stichstraße führt vom Highway 16 zur Telegraph Cove. An ihrem Ende liegt ein recht großer Parkplatz und die kleine Bucht. Uns zieht die besondere Atmosphäre gleich in ihren Bann. Beim Spaziergang über den hölzernen Boardwalk gibt es alle paar Meter etwas Neues zu entdecken und es wimmelt nur so vor tollen Fotomotiven.






Telegraph Cove ist heute aber nicht nur berühmt für seine einzigartige Atmosphäre, sondern ist auch einer der besten Orte der Welt zur Beobachtung von Meerestieren. Besonders bekannt ist die Region für ihre Population von Orcas. Zwischen Mai und Oktober ziehen die Wale durch die Johnstone-Strait. Auch Buckelwale, Schweinswale und Delfine sind häufig zu sehen. Robben und Seeotter tummeln sich in Küstennähe. Geführte Bootstouren bieten atemberaubende Erlebnisse:
- Dreistündige Walbeobachtungs-Tour im Zodiac-Boot mit Prince of Whales Wildlife Adventures*
- Dreistündige Whale Watching-Schiffstour mit Prince of Whales Wildlife Adventures*
Setzt Du eher auf Deine eigene Muskelkraft bietet sich eine geführte Kayaktour in die Johnstone-Strait an. Die Gewässer sind eher ruhig und geschützt, so dass dies auch ohne Erfahrung möglich ist:
- Tagesausflug (etwa 5 Stunden) im Zweier-Kajak mit North Island Kayak*
- Abend-Kajaktour (2 Stunden) mit North Island Kayak*
Das nächstgelegene Hotel außerhalb von Telegraph Cove befindet sich in dem kleinen Örtchen Port McNeill etwa 25 Kilometer entfernt: das Humpback Inn Motel* mit 24 gemütlichen Zimmern.
11. Die Ostküste zwischen Campbell River und Nanaimo
Die Ostküste von Vancouver Island ist ein wahres Paradies für Abenteurer, Naturfreunde und Genießer. Die Strecke zwischen Campbell River und Nanaimo bietet eine perfekte Mischung aus wilden Stränden, charmanten Städtchen und unvergesslichen Naturerlebnissen. Aufgrund der zentralen Lage kommst Du auf jeder richtigen Vancouver Island-Rundreise hier entlang.
Oyster Bay Shoreline Park
Etwa 15 Minuten südlich von Campbell River liegt der Oyster Bay Shoreline Park. Hier findest Du einen wunderschönen kleinen Strand mit dem für die Pazifikküste typischen Treibholz und herrlichen Ausblicken auf die Salish Sea. Bei klarem Wetter kannst du die Berge der Coastal Range am Festland sehen.

Der Strand ist auch ein beliebter Platz für Vogelbeobachter. Viele Wasservögel wie Reiher und Enten sind hier zu Hause. Mit etwas Glück kannst du auch Seehunde oder Otter im Wasser entdecken. Der Park bietet keine große Infrastruktur, aber genau das macht für uns seinen Reiz aus.


Wir hätten Stunden hier verbringen können. Es gibt ausreichend Parkplätze und der Weg vom Auto zum Wasser ist nur ein paar Meter. Übrigens findest Du hier auch ein paar gemütliche Picknicktische.
Seal Bay Park
Ein kleines Stück nördlich des Fähranlegers Comox-Little River liegt mit der Seal Bay ein weiterer malerischer Strand. Im Seal Bay Park hast du gute Chancen, Wildtiere zu sehen. Besonders die Seehunde, die dem Park seinen Namen geben, sind oft an und vor der Küste zu entdecken. Mit etwas Glück kannst du auch Adler, Reiher oder sogar Wale beobachten.

Der Strand ist hier sehr steinig, ich empfehle also festes Schuhwerk. Der Blick von hier auf die Strait of Georgia, Texada Island und die Sunshine Coast ist absolut toll und der Weg vom Auto nicht weit.
Qualicum Beach und Parksville
Die Küstenstädte Qualicum Beach und Parksville bieten weite Sandstrände und seichtes Wasser. Wegen ihrer zentralen Lage auf der Insel bieten sich beide Städtchen als Übernachtungsort auf einer Vancouver Island-Rundreise an. Die Preise sind hier meist etwas günstiger als in Nanaimo oder Campbell River.

Little Qualicum Falls Provincial Park
Ein kurzer Abstecher auf dem Highway 4 nach Westen führt uns zum Little Qualicum Falls Provincial Park. Es gibt zwei Hauptwasserfälle: den oberen und den unteren Fall. Beide sind über gut ausgebaute Wanderwege zu erreichen. Besonders toll ist die Brücke, die sich über die Schlucht spannt. Von hier haben wir einen tollen Blick auf den Fluss und die kleinen Wasserfälle.


Nur ein paar Fahrminuten weiter westlich findest Du mit dem Cathedral Grove im MacMillan Provincial Park ein weiteres Highlight. Hier wachsen einige der ältesten und größten Douglasien der Welt. Die Parkplätze hier entlang des Highways sind meist voll und so mussten auch wir leider vorbeifahren. Fährst Du nach Tofino kommst Du übrigens automatisch hieran vorbei. Ebenfalls am Highway 4 liegen die wunderschönen Seen Cameron Lake und Sproat Lake.
Nanaimo
Nanaimo ist eine lebhafte Hafenstadt und heißt uns mit einem Mix aus urbanem Flair und Natur pur willkommen. Und obwohl es die zweitgrößte Stadt Vancouver Islands ist, ist die Atmosphäre überall entspannt. Vor allem ein Spaziergang entlang des Hafens empfehlen wir sehr. Hier gibt es durch den regen Schiffsverkehr viel zu gucken und natürlich auch das ein oder andere tolle Fotomotiv.


Natürlich gibt es in Nanaimo auch eine große Auswahl an Hotels und Unterkünften. Das Coast Bastion Hotel* und das Courtyard by Marriott* bieten hier den besten Komfort bei meist fairen Preisen.
11. Port Hardy – Tor zur Inside Passage
Der kleine Ort Port Hardy am nördlichen Ende von Vancouver Island ist vor allem bekannt als das Tor zur Inside Passage, der spektakulären Fährstrecke nach Prince Rupert. Diese ganztägige Reise führt durch eine Landschaft aus Fjorden, Inseln und Gletschern und ist ein unvergessliches Erlebnis!

Die Gegend um Port Hardy war ursprünglich die Heimat der Kwakwaka’wakw, eines indigenen Volkes mit einer reichen kulturellen Tradition. Ihre Wurzeln reichen Tausende von Jahren zurück. Den Namen verdankt der Ort Sir Thomas Hardy, einem britischen Admiral aus dem 19. Jahrhundert. Die ersten europäischen Siedler kamen Ende desselben Jahrhunderts hierher, angelockt von den reichen Fischgründen und der Holzindustrie. Die Fischerei spielt bis heute eine wichtige Rolle in der lokalen Wirtschaft.


Die Innenstadt von Port Hardy ist klein, aber charmant. Hier findest du einige Cafés, Restaurants und Geschäfte. Als Unterkunft hat das Kwa’lilas Hotel* ein Quasi-Monopol in Port Hardy und ist entsprechend schnell ausgebucht, gerade auch weil eine Übernachtung vor oder nach der Inside Passage im Ort obligatorisch ist. Wir waren ehrlicherweise überrascht, welcher Charme und welche Freundlichkeit trotzdem hier vorherrschen. Auch sind die Zimmer sehr geschmackvoll und modern eingerichtet.
Von Port Hardy aus kannst Du auch den Great Bear Rainforest erkunden, eines der größten zusammenhängenden Regenwaldgebiete der Welt. Der Regenwald beheimatet eine einzigartige Flora und Fauna, darunter den seltenen „Geisterbären“. Das Ganze ist allerdings nicht ganz billig: die exklusive viertägige Tour mit dem Wasserflugzeug und Übernachtung in der Great Bear Lodge kostet ab 2.750 Euro pro Person. Aber auch Whalewatching-Touren sind selbstverständlich von hier aus möglich:
Alternative Route zurück nach Campbell River
Hast Du ein wenig Abenteuerlust und bist mit einem SUV unterwegs kannst Du auf dem Weg zurück von Port Hardy und Telegraph Cove nach Campbell River eine alternative Route fahren. Dafür verlässt Du in dem kleinen Ort Woss den Highway 19 und fährst zum Woss Heritage Park. Hier steht ein Pavillon mit interessanten Informationen zur Geschichte der Holzindustrie in der Region. Außerdem findest Du zwei historische Züge und dazugehörige Trailer zum Transport von Baumstämmen.


Fährst Du dann weiter aus dem Ort hinaus kommst Du schnell an eine T-Kreuzung. Hier geht es rechts über eine Brücke und dann gleich links auf eine unbefestigte Strasse. Wegweiser oder Ausschilderungen gibt es ab jetzt nicht mehr. Etwa 75 Kilometer führt Dich die Dirt Road nun mit Kurs Südost in das kleine Städtchen Gold River. Immer wieder zweigen Forest Roads links und rechts ab, was die Orientierung manchmal gar nicht so einfach macht.


Die Landschaft hier hast Du dafür aber praktisch ganz für Dich allein. Wir haben nur an dem malerischen Vernon Lake einen Camper getroffen, ansonsten auf dem ganzen Weg keine Menschenseele.





Auch auf dem weiteren Weg gibt es unheimlich viel zu entdecken und immer wieder tolle Fotomotive. Nach kanpp zwei Stunden haben wir wieder Asphalt unter den Rädern und fahren auf dem Highway 28 weiter durch den Strathcona Provincial Park in Richtung Campbell River.
12. Cowichan Valley – das mediterrane Paradies
Das wunderschöne Cowichan Valley erstreckt sich entlang des gleichnamigen Flusses und Sees im Süden von Vancouver Island. Es liegt an der Ostküste auf Höhe der vorgelagerten Gulf Islands, etwa eine Autostunde nördlich von Victoria. Eingebettet zwischen dem glitzernden Pazifik und den bewaldeten Hügeln der Cowichan-Range ist das Tal bekannt für seine atemberaubende Landschaft, sein mildes Klima und seine vielseitigen Freizeitmöglichkeiten.


Das Cowichan Valley ist geprägt von sanften Hügeln, grünen Wäldern und fruchtbaren Tälern. Die Region ist durchzogen von Flüssen und Seen, die ideale Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten aller Art bieten. Der Cowichan River ist dabei ein Paradies für Angler und Kajakfahrer und. Der Lake Cowichan ist einer der größten Seen auf Vancouver Island und lädt zum Schwimmen, Bootfahren und Entspannen ein.
Dank des mediterranen Klimas – mit warmen Sommern und milden Wintern – gedeihen hier Weinreben, Obstbäume und Gemüse besonders gut. Das Tal ist eines der wichtigsten Anbaugebiete für Wein und Cider in Kanada. Die Region ist auch ein kulturelles Zentrum der indigenen Völker der Insel. Die Stadt Duncan ist der Verwaltungssitz des Cowichan Valley und bezeichnet sich selbst als „Stadt der Totempfähle“.
Merridale Cidery & Distillery
Die Merridale Cidery & Distillery ist ein echtes Highlight im Cowichan Valley. Sie liegt in der Nähe von Cobble Hill, eingebettet in sanfte Hügel und Apfelhaine. Hier wird handwerklich hergestellter Cider angeboten, der aus lokalen Äpfeln produziert wird.



Du kannst an einer Führung teilnehmen, bei denen der Produktionsprozess erklärt wird. Anschließend lädt die Terrasse mit Blick auf die Obstgärten zum Verweilen und Verkosten ein. Oder Du machst einen Spaziergang durch die weitläufigen Apfelbaum-Plantagen, die immer wieder tolle Fotomotive bieten.



Neben Cider bietet Merridale auch Spirituosen wie Gin und Brandy an. Wer wie wir Hunger mitbringt, kann im angeschlossenen Bistro regionale Gerichte genießen. Besonders empfehlenswert sind die saisonalen Verkostungsmenüs.
13. Malahat SkyWalk – Erlebnisturm mit grandioser Aussicht
Ein weiteres unvergessliches Erlebnis bietet der Malahat SkyWalk. Dieser spektakuläre Aussichtsturm liegt im Süden des Cowichan Valley und ist leicht von Victoria oder Duncan aus zu erreichen.


Der SkyWalk besteht aus einem 600 Meter langen Holzsteg – dem TreeWalk – der sich durch den Wald bis zu dem spiralförmigen Aussichtsturm Spiral Tower schlängelt. Von der Plattform aus hast Du 250 Meter über dem Meeresspiegel einen phantastischen 360-Grad-Blick über die Küste, die Inseln in der Salish Sea und die schneebedeckten Berge im Norden.


Für Mutige gibt es eine 20 Meter lange Rutsche, die vom Turm hinunterführt. Oder Du wagst Dich wie Caro auf das riesige Adventure Net hoch über dem Turm. Wer es entspannter mag, kann den Weg zurück aber natürlich auf dem Steg genießen.


Der Malahat SkyWalk ist ein familienfreundliches Ausflugsziel, das Natur und Abenteuer für uns perfekt verbindet. Er ist ganzjährig geöffnet und mit dem Tagesticket* darfst Du so lange bleiben und so oft rutschen, wie Du möchtest.
14. Chemainus – die Stadt der Wandmalereien
Die kleine Stadt Chemainus nördlich von Duncan ist für ihre faszinierende Geschichte und beeindruckenden Wandmalereien bekannt. Der Ort wurde 1858 gegründet und hat seinen Namen von einem indigenen Hul’qumi’num-Wort, das „Gebot des Gebens“ bedeutet. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert dominierte die Holzindustrie die lokale Wirtschaft. Chemainus war berühmt für seine Sägewerke, die Holzprodukte in die ganze Welt exportierten. Der wirtschaftliche Erfolg brachte jedoch auch Umweltprobleme mit sich. Die Abholzung der umliegenden Wälder hatte gravierende Auswirkungen auf die Natur und die Lebensweise der indigenen Bevölkerung.

In den 1980er Jahren stand Chemainus vor einer Krise. Die Holzindustrie schrumpfte, und viele Arbeitsplätze gingen verloren. Die Stadt musste sich neu erfinden, um zu überleben. In einer mutigen Initiative beschloss die Gemeinde, Kunst als Mittel zur wirtschaftlichen und kulturellen Wiederbelebung einzusetzen. So begann die Transformation von Chemainus in die „Stadt der Murals“ (Wandmalereien).


Heute zieren über 50 großflächige Gemälde Gebäudewände in der gesamten Innenstadt. Sie erzählen die Geschichte der Region, von der indigenen Kultur über die Ankunft der europäischen Siedler bis hin zu den Herausforderungen der Industrialisierung.

Das erste Wandgemälde wurde 1982 fertiggestellt. Es zeigt Szenen aus dem Leben der Holzarbeiter und wurde schnell zu einer lokalen Attraktion. In den darauffolgenden Jahren wuchs die Sammlung stetig. Die Gemälde sind detailreich und oft lebensgroß. Sie ziehen heute jährlich tausende Besucher an. Du kannst die Kunstwerke auf eigene Faust erkunden oder an geführten Touren teilnehmen. Die Chemainus Festival of Murals Society kümmert sich um die Pflege und Erweiterung der Sammlung.


Chemainus ist für uns ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eine Stadt sich neu erfinden kann. Die Verbindung von Kunst, Geschichte und Gemeinschaft hat aus einer ehemaligen Industriestadt ein wirkliches Juwel gemacht. Wenn Du Leser unseres Blogs bist, weißt Du wie sehr wir Murals lieben. Deshalb wird es Dich nicht wundern, daß wir den Besuch von Chemainus wärmstens empfehlen.
15. Sidney – kleines Hafenstädtchen mit tollen Ausblicken
Eher zufällig haben wir dieses kleine charmante Küstenstädtchen wenige Fahrminuten südlich des Fährterminals Swartz Bay endeckt. Wie wir vor Ort erfahren wird Sidney nicht nur als „Gateway to the Gulf Islands“ bezeichnet, sondern auch als „Booktown“. Die etwa ein Dutzend kleinen Bücherladen sind dann auch wirklich nicht zu übersehen.

Ein Highlight ist das kleine Pier am Beacon Park. Direkt an dem kleinen Fisch-Markt warten Seelöwen auf die ein oder andere Gabe aus den Händen des Inhabers. Es macht Spaß, diese tollen Tiere hier aus nächster Nähe zu beobachten. Außerdem haben wir bei klarster Sicht einen tollen Blick auf die Vulkane Mount Baker und Mount Rainier auf dem amerikanischen Festland. Das The Sidney Hotel & Spa* liegt hier übrigens direkt am Pier und bietet tolle moderne Zimmer mit Blick auf das Meer.


Bis zur Corona-Pandemie verkehrte vom Hafen auch die Fähre der Washington State Ferries nach Anacortes nordwestlich von Seattle. Bisher gibt es leider keine Bestrebungen diese Fährverbindung wieder aufzunehmen, obwohl der öffentliche Druck groß ist.
Beste Reisezeit für Vancouver Island
Die beste Reisezeit für Vancouver Island sind grundsätzlich die Monate von Juni bis September. Dann ist das Wetter am stabilsten, die Tage sind lang und viele Outdoor-Aktivitäten lassen sich besonders gut planen. Für Whale Watching und andere Wildlife-Erlebnisse kann sich aber auch der Zeitraum von April bis Oktober lohnen. Gerade an der Westküste solltest Du trotzdem immer mit wechselhaftem Wetter rechnen – eine Regenjacke gehört daher zu jeder Reise nach Vancouver Island dazu.
Anreise nach Vancouver Island
Bevor es auf Vancouver Island zu den schönsten Sehenswürdigkeiten geht, stellt sich natürlich erst einmal die Frage nach der besten Anreise. Je nach Route, Reiseplanung und Ausgangspunkt gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. Im Folgenden zeigen wir Dir, wie Du am besten mit der Fähre, dem Flugzeug oder sogar dem Wasserflugzeug nach Vancouver Island kommst und welche Variante sich aus unserer Sicht besonders lohnt.
Fährverbindungen nach Vancouver Island
Die am meisten genutzte Anreise nach Vancouver Island ist ganz sicher per Fähre. Gerade auf einem Roadtrip durch Westkanada ist das auch die naheliegendste und beste Möglichkeit.
Von Vancouver
Die größte Passagierfährenlinie Nordamerikas BC Ferries verbindet die Metropolregion Vancouver in enger Taktung mit der Insel. Das Unternehmen betreibt hier zwei Fährterminals: Tsawwassen liegt etwa 37 Kilometer südlich von Downtown und Horseshoe Bay knapp 22 Kilometer nordwestlich von Downtown. Grober Richtwert für die Kosten für eine einfache Fährpassage mit PKW und zwei Insassen sind 80 Euro. Die drei Routen sind in der Reihenfolge der Beliebtheit:
Vancouver (Tsawwassen) – Swartz Bay (Victoria)
- Die beliebteste Route, ideal für einen Besuch der Hauptstadt Victoria
- Fahrzeit: ca. 95 Minuten
Vancouver (Horseshoe Bay) – Departure Bay (Nanaimo)
- Schnelle Verbindung in den Norden und Westen der Insel
- Fahrzeit: ca. 100 Minuten
Vancouver (Tsawwassen) – Duke Point (Nanaimo)
- Perfekt, um die zentral gelegenen Highlights der Insel zu erkunden
- Fahrzeit: ca. 120 Minuten
Tipp: Frühzeitige Reservierungen sind besonders in der Hochsaison empfehlenswert. Buchen kannst Du Deine Fährfahrt schnell und bequem über die Seite von BC Ferries. Oder Du benutzt die sehr gute App des Unternehmens und hast alle Deine Buchungen bequem und papierlos auf Deinem Smartphone.
Bist Du ohne Auto in Vancouver und möchtest Victoria auf der Insel besuchen gibt es natürlich auch Angebote inklusive Transfers zwischen den Innenstädten und den Fähranlegern, z.B. bei GetYourGuide* oder bei tiqets.com:
Von weiteren Orten des kanadischen Festlands
Auch von anderen Orten des kanadischen Festlandes kommst Du mit BC Ferries natürlich auf die Insel. Vor allem erwähnt sei hier die Verbindung mit der traumhaft schönen Sunshine Coast zwischen Powell River und Comox und die weltberühmte sogenannte Inside Passage zwischen Prince Rupert südlich von Alaska und Port Hardy ganz im Norden von Vancouver Island. Alle 25 Fährverbindungen von BC Ferries an der Westküste British Columbias findest Du auf hier.
Von den Vereinigten Staaten
Von den USA aus gibt es zwei Fährverbindungen nach Vancouver Island: Die Linie Black Ball Ferry Line verkehrt je nach Saison zwei- bis viermal täglich mit der Coho zwischen Port Angeles auf der Olympischen Halbinsel in Washington und Victoria auf Vancouver Island. Die Fahrzeit beträgt 90 Minuten. Die Kosten für eine einfache Fahrt mit PKW und zwei Insassen liegen etwa bei 100 Euro. An den Komfort der BC Ferries-Fähren reichst Du hier allerdings nicht heran.
Eine reine Fußgängerfähre ist die Victoria Clipper zwischen Seattle und Victoria. Sie bringt Dich einmal täglich in knapp drei Stunden Fahrzeit und ab etwa 120 Euro auf die Insel. Ähnlich wie Fluglinien bietet sie drei verschiedene Klassen mit unterschiedlichem Komfort und Service. Die Route der Fährfahrt durch den Puget Sound ist spektakulär und ein Erlebnis für sich.
Anreise mit dem Flugzeug
Auch mit dem Flugzeug kommst Du natürlich nach Vancouver Island. Der Victoria International Airport ist nach Passagierzahlen der elftgrößte Flughafen Kanadas. Er liegt etwa 25 Kilometer nördlich der Stadt unweit des Fähranlegers Swartz Bay. Air Canada fliegt z.B. Nonstop von Vancouver, Toronto, Calgary oder Edmonton in British Columbias Hauptstadt, Alaska Airlines verbindet Seattle und Victoria.
Anreise mit dem Wasserflugzeug
Eine spektakuläre Möglichkeit nach Vancouver Island zu fliegen ist das Wasserflugzeug. Mit Nordamerikas größter Wasserflugzeug-Airline Harbour Air kommst Du täglich in enger Taktung von Vancouver nach Victoria. Auch der Hafen von Nanaimo wird mehrmals täglich angeflogen. Diese Strecke wird zusätzlich auch von Seair Seaplanes angeboten. Preise für einen einfachen Flug beginnen ab etwa 70 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zwanzig Minuten.
Braucht man auf Vancouver Island ein Auto?
Aus unserer Sicht ist ein Auto auf Vancouver Island unverzichtbar, wenn Du mehr sehen möchtest als nur Victoria. Die Insel ist riesig, viele der schönsten Orte liegen weit auseinander und gerade die besonders reizvollen Stopps unterwegs erreichst Du eigentlich nur mit dem eigenen Wagen. Das Autofahren ist entspannt, die Straßen sind gut ausgebaut und gerade für eine Rundreise ist ein Mietwagen ganz klar die beste Wahl.
Wo übernachten auf Vancouver Island?
Vancouver Island ist deutlich größer, als es auf den ersten Blick oft wirkt. Gerade deshalb lohnt es sich, die Übernachtungen gut zu planen und für die einzelnen Regionen die passende Basis zu wählen. Je nachdem, ob Du vor allem Victoria, die wilde Westküste, Campbell River oder die ruhigere Ostküste erkunden möchtest, bieten sich unterschiedliche Orte als Standort an.
Victoria – beste Basis für den Süden der Insel
Wenn Du die Hauptstadt und die Sehenswürdigkeiten im Süden von Vancouver Island entdecken möchtest, ist Victoria* ganz klar die beste Basis. Von hier erreichst Du Highlights wie den Inner Harbour, Fisherman’s Wharf oder die Butchart Gardens besonders bequem. Gleichzeitig eignet sich Victoria hervorragend als erster oder letzter Stopp einer Rundreise, weil viele Reisende über die Fähre aus Vancouver oder aus den USA hier ankommen.
Für ein paar Tage in der Stadt würden wir möglichst zentral in Victoria übernachten. So kannst Du viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden und die entspannte Atmosphäre der Stadt auch abends noch genießen.
Tofino oder Ucluelet – beste Basis für die Westküste
Für die Westküste von Vancouver Island kommen vor allem Tofino* und Ucluelet* als Übernachtungsorte infrage. Beide eignen sich hervorragend als Basis, wenn Du den Pacific Rim National Park Preserve, Long Beach, den Rainforest Trail oder weitere Highlights an der Pazifikküste erkunden möchtest.
Tofino ist die bessere Wahl, wenn Du etwas mehr Atmosphäre, Restaurants und das typische Westküstenflair suchst. Ucluelet wirkt etwas ruhiger und entspannter, liegt aber ebenfalls ideal für Ausflüge in den Pacific Rim National Park. Aus unserer Sicht machst Du mit beiden Orten nichts falsch – entscheidend ist vor allem, ob Du es lieber lebendiger oder etwas ruhiger magst.
Campbell River – beste Basis für Wildlife und den Inselnorden
Campbell River* ist aus unserer Sicht die beste Basis, wenn Du den mittleren und nördlichen Teil von Vancouver Island erkunden möchtest. Der Ort eignet sich besonders gut für Whale Watching-Touren, Grizzly-Touren und Ausflüge zu Naturhighlights wie den Elk Falls. Gleichzeitig ist Campbell River ein sinnvoller Zwischenstopp auf dem Weg weiter nach Norden, etwa in Richtung Telegraph Cove oder Port Hardy.
Gerade für Reisende, die Vancouver Island nicht nur wegen der Küste, sondern auch wegen Wildlife und Naturerlebnissen besuchen, ist Campbell River ein sehr guter Übernachtungsort. Die Stadt selbst ist vielleicht nicht ganz so charmant wie Victoria oder Tofino, dafür aber praktisch gelegen und ideal für Ausflüge.
Ostküste – beste Basis für einen entspannten Stopp zwischen Victoria und dem Norden
Wenn Du auf Deiner Rundreise auch die Ostküste von Vancouver Island etwas intensiver erkunden möchtest, bieten sich Orte wie Parksville*, Qualicum Beach* oder auch Nanaimo* als gute Basis an. Diese Region wirkt insgesamt sonniger, ruhiger und oft etwas entspannter als die raue Westküste. Gleichzeitig ist sie ein guter Ausgangspunkt für Strände, kleinere Küstenorte und Stopps wie Cathedral Grove oder die Little Qualicum Falls.
Aus unserer Sicht eignet sich die Ostküste vor allem dann als Übernachtungsbasis, wenn Du Deine Route etwas ruhiger gestalten oder zwischen Victoria und Campbell River einen entspannten Zwischenstopp einbauen möchtest. Für Erstbesucher ist sie meist nicht der spektakulärste Teil der Insel, aber gerade deshalb oft eine sehr angenehme Ergänzung zu Victoria und der Westküste.
Für eine erste Reise nach Vancouver Island würden wir die Übernachtungen vor allem auf Victoria, die Westküste und Campbell River konzentrieren. Wenn Du mehr Zeit hast, kann sich zusätzlich ein Stopp an der Ostküste sehr lohnen.
Vancouver Island Route für 3, 5, 7 oder 10 Tage
Wie viele Tage Du für Vancouver Island einplanen solltest, hängt natürlich vor allem von Deiner Route und Deinen Interessen ab. Für einen ersten Eindruck können schon drei Tage reichen, wirklich sinnvoll wird eine Reise aber aus unserer Sicht ab fünf Tagen. Dann lassen sich Victoria, die Westküste und Campbell River gut miteinander verbinden, ohne dass die Tour zu stressig wird.
Am schönsten ist Vancouver Island für uns allerdings mit sieben bis zehn Tagen. Dann bleibt genug Zeit für zusätzliche Stopps, entspannte Fahrten und auch für Regionen abseits der ganz großen Highlights. Wenn Du noch etwas mehr Zeit mitbringst, können wir Dir die Kombination mit der Sunshine Coast besonders ans Herz legen – denn genau daraus wird dann eine Rundreise, die landschaftlich und atmosphärisch kaum abwechslungsreicher sein könnte.
Vancouver Island in 3 Tagen – Kurztrip mit Victoria und der Westküste
Drei Tage sind für Vancouver Island natürlich knapp, für einen ersten Eindruck aber trotzdem genug. Wenn Du nur wenig Zeit hast, würden wir uns auf zwei der größten Highlights konzentrieren: Victoria und die wilde Westküste rund um Tofino und Ucluelet. So erlebst Du in kurzer Zeit gleich zwei ganz unterschiedliche Seiten der Insel – die charmante Hauptstadt im Süden und die raue Pazifikküste mit Stränden, Regenwald und echtem Westküstenflair.
Am besten startest Du in Victoria, verbringst dort einen Tag und fährst anschließend weiter an die Westküste. Dort lohnt es sich, den Pacific Rim National Park Preserve, Long Beach und den Rainforest Trail einzuplanen. Für eine erste Reise ist diese Route zwar straff, zeigt aber sehr gut, was Vancouver Island so besonders macht.
Vancouver Island in 5 Tagen – Die perfekte Route für Erstbesucher
Fünf Tage sind aus unserer Sicht ein sehr guter Zeitraum für eine erste Rundreise über Vancouver Island. Dann hast Du genug Zeit, um die wichtigsten Highlights nicht nur kurz anzuschauen, sondern die unterschiedlichen Regionen auch ein wenig auf Dich wirken zu lassen. Für Erstbesucher würden wir in diesem Fall Victoria, die Westküste mit Tofino und Ucluelet sowie Campbell River miteinander kombinieren.
So bekommst Du eine richtig schöne Mischung aus Stadt, Pazifikküste, Regenwald und Wildlife. Nach einem Start in Victoria geht es über die Ostküste und dann quer über die Insel an die Westküste. Dort solltest Du Dir mindestens zwei Nächte gönnen, bevor Du weiter nach Campbell River fährst. Gerade wenn Du Whale Watching, Natur und vielleicht sogar eine Wildlife-Tour erleben möchtest, ist Campbell River ein sehr sinnvoller letzter Baustein dieser Route.
Vancouver Island in 7 Tagen – Entspannte Rundreise
Mit sieben Tagen wird eine Reise über Vancouver Island deutlich entspannter. Jetzt hast Du genug Zeit, um nicht nur die großen Highlights mitzunehmen, sondern auch unterwegs noch kleinere Stopps einzubauen und einzelne Regionen intensiver zu erleben. Genau deshalb ist eine Woche für uns eine der besten Reisedauern für Vancouver Island.
Neben Victoria, Tofino, Ucluelet, dem Pacific Rim National Park Preserve und Campbell River kannst Du nun auch die Ostküste etwas besser einbauen. Orte wie Parksville oder Qualicum Beach eignen sich gut für einen Zwischenstopp, und auch Telegraph Cove lässt sich dann ohne Zeitdruck in die Route integrieren. Eine Woche ist ideal, wenn Du Vancouver Island zum ersten Mal besuchst und trotzdem nicht jeden Tag nur im Auto sitzen möchtest.
Vancouver Island in 10 Tagen – Große Rundreise mit Sunshine Coast
Wenn Du zehn Tage oder mehr Zeit hast, kannst Du Vancouver Island richtig intensiv erleben – und genau dann lohnt sich aus unserer Sicht auch die Kombination mit unserem kleinen Geheimtipp, der Sunshine Coast. Diese Region auf dem Festland von British Columbia lässt sich perfekt in eine Vancouver-Island-Rundreise integrieren und sorgt noch einmal für eine ganz besondere Ergänzung.
Die Sunshine Coast ist deutlich ruhiger als viele bekannte Reiseziele in British Columbia, landschaftlich aber unglaublich reizvoll. Kleine Küstenorte, schöne Fährpassagen, entspannte Atmosphäre und dieses typisch westkanadische Lebensgefühl machen die Region für uns zu einer perfekten Verlängerung einer Vancouver-Island-Reise. Gerade wenn Du nach einigen Tagen auf der Insel noch mehr Küste, Natur und Roadtrip-Feeling erleben möchtest, passt die Sunshine Coast ideal dazu.
Für eine Route über zehn Tage würden wir daher Victoria, die Westküste, Campbell River und die Ostküste von Vancouver Island mit der Sunshine Coast verbinden. So entsteht eine besonders abwechslungsreiche Rundreise, die nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten abdeckt, sondern auch Raum für ruhigere und weniger bekannte Ecken lässt. Genau diese Kombination würden wir definitiv empfehlen!
Fun Facts über Vancouver Island
1. Es gibt mehr Bären als Menschen in einigen Regionen
Vancouver Island ist berühmt für seine große Population an Schwarzbären. In abgelegenen Gegenden der Insel könntest du tatsächlich mehr Bären als Menschen antreffen.
2. Skurrile Attraktion in Coombs
Auf dem grünbewachsenen Flachdach des Old Country Market in Coombs pflegen Ziegen den Rasen und sorgen für eine jederzeit gleichmäßige Optik.
3. Die Heimat des größten Douglasienbaums der Welt
Der „Big Lonely Doug“, ein gigantischer Douglasienbaum, ist über 70 Meter hoch und mehr als 1.000 Jahre alt. Er steht stolz in einem Tal nahe Port Renfrew an der Südwestküste der Insel.
4. Es gibt keine Schlangen!
Für alle, die eine Abneigung gegen Schlangen haben: Vancouver Island ist der perfekte Ort! Es gibt keine giftigen Schlangen auf der Insel.
5. Vancouver Island hat ein eigenes Loch Ness Monster
Der Legende nach lebt im Cameron Lake ein mysteriöses Wasserwesen namens „Cammie“. Es gibt Berichte über Sichtungen, und einige behaupten, dass es Ähnlichkeiten mit „Nessie“ aus Schottland hat.
6. Der mysteriöse „Schooner Cove Fluch“
Eine lokale Legende besagt, dass Besucher, die Steine oder Sand aus der Schooner Cove mitnehmen, von Pech verfolgt werden. Viele haben ihre „Souvenirs“ später per Post zurückgeschickt, um den Fluch loszuwerden.
Fazit
Vancouver Island ist für uns einer dieser Orte, die einem nach der Reise nie mehr aus dem Kopf gehen. Vielleicht liegt es an der Mischung aus rauer Pazifikküste, endlosen Stränden, dichtem Regenwald, charmanten Orten und diesen besonderen Wildlife-Momenten, die man so schnell nicht vergisst. Vielleicht aber auch einfach daran, dass sich eine Reise hier oft ein wenig ursprünglicher, ruhiger und echter anfühlt als an vielen anderen bekannten Zielen in Nordamerika.
Gerade diese Vielfalt macht Vancouver Island für uns so besonders. Morgens durch Victoria bummeln, später an der wilden Westküste die Brandung beobachten, am nächsten Tag durch Regenwald laufen oder mit etwas Glück Wale und Bären sehen – kaum eine andere Region in British Columbia verbindet so viele unterschiedliche Eindrücke auf so entspannte Weise.
Wenn Du Kanada liebst, gerne individuell unterwegs bist und Landschaften suchst, die Dich wirklich berühren, dann ist Vancouver Island aus unserer Sicht ein absolutes Traumziel. Für uns gehört die Insel jedenfalls zu den Orten, an die wir immer wieder gerne zurückkehren.
Sunshine Coast

