Dieses Bild zeigt den Skylight Arch in Utah in der Nähe des Lake Powell

Skylight Arch und Studhorse Point

Offroad-Tour auf ein Plateau mit tollen Ausblicken hoch über dem Lake Powell

Ein tolles Ziel abseits des Asphalts in der Nähe von Page, Arizona sind der Skylight Arch und Studhorse Point hoch oben auf einem Plateau unweit des Lone Rock im Lake Powell. Zu sehen bekommen wir hier nicht nur einen sogenannten inverted Arch und eine sehr fotogene Gruppe von Hoodoos. Als Extra-Zugabe erhalten wir außerdem phantastische Ausblicke auf das super-exclusive Wüsten-Resort Amangiri, einem versteckten Tummelplatz der Stars und Sternchen mit Übernachtungspreisen im hohen vierstelligen Bereich.

Caro hatte vor vielen Jahren ein schon etwas älter anmutendes Foto in den Weiten des Internets gefunden und den darauf abgebildeten Arch auf unsere ToDo-Liste gesetzt. Auf dem Bild sieht man im Hintergrund sehr deutlich den Lake Powell mit dem Lone Rock und den Navajo Mountain dahinter. Uns ist schnell klar, daß wir auf dem Highway 89 schon dutzende Male an ihm vorbeigefahren sein müssen.

Do not follow where the path may lead. Go instead where there is no path and leave a trail. – Ralph Waldo Emerson

Bei der Planung für unsere 2012er Tour wurde dann aber deutlich, dass dort noch niemand oben war und darüber dann auch geschrieben hat bzw. beschrieben hat, wie er dort hingekommen ist. Mehrere vage Wegbeschreibungen gab es nur zu einem Zugang von unten, der eine Klettertour auf das Plateau beinhaltet. Anhand topographischer Karten, auf denen auch Dirt Roads eingezeichnet sind habe ich mir dann damals einen Weg dorthin zurechtgelegt. Auf diesem haben wir den Arch damals schließlich erreicht und danach auf unserer ehemaligen Webseite eine detaillierte Wegbeschreibung veröffentlicht. Mittlerweile finden sich im Netz einige Berichte über den Arch. Und alle teilen die Begeisterung über die wirklich grandiosen Ausblicke, die man von dort oben hat.

Dieses Bild zeigt Caro auf einem Plateau in der Nähe des Lake Powell
Caro auf dem Plateau mit tollen Ausblicken in alle Richtungen

In diesem Jahr waren wir mit Freunden am Lake Powell und haben die Gelegenheit genutzt, nach all den Jahren mal wieder dorthin zu fahren. Wir benutzen unsere Wegbeschreibung von damals und finden uns damit gut durch das Wirrwar an Dirt Roads und Abzweigungen. Wie kommst Du aus Richtung Page, AZ also dorthin? Etwas mehr als 5 Meilen nach dem Glen Canyon Dam verlassen wir den Highway 89 und biegen nach links auf eine nicht ausgeschilderte Strasse ab. Auf dem Cattle Guard stellen wir den Meilenzähler unseres Autos auf Null und fahren geradeaus.

  • Meile 0.7 – Der Asphalt (der diesen Namen nicht verdient hat) endet und wir fahren links entlang der Strommasten weiter.
  • Meile 2.2 – Wir kommen an eine Y-Kreuzung und nehmen die linke Spur.
  • Meile 2.6 – Wir überqueren ein weiteres Cattle Guard und fahren dann rechts. Etwas weiter sagt uns ein kleines Schild, dass wir auf der 1096 unterwegs sind.
  • Meile 2.8 – Eine Gabelung dreier Wege liegt vor uns. Wir nehmen den ganz Rechten, der etwas nach oben führt. Recht bald zeigt uns ein weiteres kleines Schild, dass wir nun auf der 1413 unterwegs sind.
  • Meile 3.6 – Wir biegen rechts ab.
  • Meile 3.7 – Wir fahren links, leicht bergauf, und stehen dann vor einem Weidezaun. Diesen öffnen wir, fahren hindurch und schließen ihn hinter uns wieder.
  • Meile 4.2 – Wir erreichen den Studhorse Point, der rechts von uns liegt. Von hier aus laufen wir nur noch ein Stück den Hügel hinab und sind bei den Hoodoos.

Wie schon beim letzten Mal ist hier außer uns kein Mensch. Die majestätischen Hoodoos liegen auf einer Abbruchkante etwas unterhalb des Plateaus. Hoodoos sind turmartige Gebilde aus unterschiedlich harten Sedimentschichten, die über Millionen Jahre durch Erosion geformt wurden. Auf dem Colorado-Plateau kommen sie sehr häufig vor. So gibt es ganz in der Nähe mit den Toadstool Hoodoos und den Wahweap Hoodoos zwei weitere sehr bekannte Locations mit diesen einzigartigen Felsnadeln. Und auch der Ort mit den meisten Hoodoos weltweit auf engstem Raum ist nicht weit entfernt: der Bryce Canyon National Park.

Dieses Bild zeigt unseren Jeep Wrangler am Studhorse Point über dem Lake Powell
Unser Jeep Wrangler am Studhorse Point
Dieses Bild zeigt den Ausblick vom Studhorse Point auf den Lone Rock im Lake Powell
Im Hintergrund der Lone Rock im Lake Powell

Es macht unheimlich Spaß, hier herumzukraxeln und auch die Foto-Möglichkeiten sind fast unendlich. Wir sind vormittags hier. Etwas besser noch ist das Licht zum Fotografieren zur Golden Hour kurz vor Sonnenuntergang.

Dieses Bild zeigt Hoodoos am Studhorse Point in der Nähe des Lake Powell
Dieses Bild zeigt Hoodoos am Studhorse Point in der Nähe des Lake Powell
Dieses Bild zeigt Hoodoos am Studhorse Point in der Nähe des Lake Powell
Dieses Bild zeigt Hoodoos am Studhorse Point in der Nähe des Lake Powell
Studhorse Point
Dieses Bild zeigt Hoodoos am Studhorse Point in der Nähe des Lake Powell
Hoodoos

Nachdem wir das Gebiet ausgiebig erkundet haben fahren wir weiter. Kurz darauf haben wir nach rechts noch mal einen tollen Blick auf alle Hoodoos mit dem Lone Rock im Hintergrund. Die nun vor uns liegenden knapp zwei Meilen bis zum Skylight Arch-Trailhead sind etwas ruppiger, aber mit jedem SUV mit etwas Bodenfreiheit gut zu bewältigen.

  • Meile 4.8 – Rechts abbiegen. Kurz darauf gibt es eine kurze felsige Passage.
  • Meile 5.0 – Links fahren und NICHT den Hügel hinauf.
  • Meile 5.3 – Wir fahren rechts den Hügel hinauf und an der nächsten Kreuzung scharf nach rechts in Richtung See.
  • Meile 5.4 – Wir halten uns links und fahren kurz danach links die Stufe hinauf. Dann fahren wir direkt am Rim entlang mit Blick auf den Lone Rock.
  • Meile 6.2 – Wir erreichen die Wendeplatte damit den Trailhead-Parkplatz zum Skylight Arch. Die letzte Meile geht es jetzt zu Fuß weiter.

Wir laufen immer geradeaus. Nach ein paar hundert Metern blicken wir vom linken Rand des Plateaus hinunter auf das Amangiri-Resort. Etwa drei dutzend Suiten schmiegen sich hier um einen großen sandfarbenen Felsen. Es gilt als eines der luxuriösesten und isoliert gelegensten Resorts des amerikanischen Westen. Und so haben sich hier in der einzigartigen Wüstenlandschaft Utahs schon Stars wie Brad Pitt, Angelina Jolie, Miley Cyrus, Justin Bieber, Ariana Grande und Kanye West von Ihrem anstrengenden Alltag erholt.

Dieses Bild zeigt das Amangiri-Resort in Utah von einem Plateau oberhalb aus gesehen
Blick auf das Amangiri-Resort
Dieses Bild zeigt das Amangiri-Resort in Utah von einem Plateau oberhalb aus gesehen
Hauptgebäude, Bungalows und Pool

Auf dem Gelände liegt auch die Amangiri Cave. Sie spielt eine Hauptrolle in dem 1996er Action-Film Operation: Broken Arrow mit John Travolta und Christian Slater. Hier wird eine der beiden entführten Atombomben versteckt – und später gezündet. Der Film selbst hat zwar eine recht schwachsinnige Story, bietet aber wunderschöne Landschaftsaufnahmen der Lake Powell Area, in der er zum allergrößten Teil spielt.

Dieses Bild zeigt die Landschaft vom Plateau des Skylight Arch aus gesehen
Amangiri Cave
Dieses Bild zeigt Caro und Malte auf dem Weg zum Skylight Arch
Wir auf dem Weg zum Skylight Arch

Im weiteren Verlauf der kurzen Wanderung haben wir immer wieder sehr schöne Ausblicke zu beiden Seiten in die unendliche Weiter der Landschaft. Etwas später stehen wir dann an der Abbruchkante des Plateaus und  blicken auf den Highway 89 unter uns. Zwei Arme des Plateaus reichen links und rechts von uns noch etwas weiter an den Highway heran. In dem linken Arm liegt der Skylight Arch. Wir gehen also nach links auf diesen Arm und halten uns hier an seinem rechten Rim. Auf ungefähr halber Länge erreichen wir den Arch. In das große Loch, das vor ihm liegt, sollte man nach Möglichkeit nicht hineinfallen. Dieses und den Arch sieht man nämlich eigentlich erst, wenn man schon fast direkt davor steht.

Dieses Bild zeigt Caro und Malte auf dem Skylight Arch über dem Lake Powell in Utah
Wir auf dem Skylight Arch
Dieses Bild zeigt Caro am Skylight Arch hoch über dem Lake Powell
Caro hoch über dem Highway 89

Die Ausblicke auf den Highway 89 zwischen Kanab und Page direkt unter uns, auf den Lone Rock im Lake Powell und den majestätischen Navajo Mountain im Hintergrund sind auch heute wieder gigantisch. Nach einer ausgiebigen Fotosession und einem Picknick machen wir uns auf den Rückweg. Wieder im Auto braucht es dann etwas Orientierungssinn, um sich in dem Gewirr von Wegen nicht zu verirren und wieder zurück auf den Highway zu finden.

Auch heute hat uns der Ausflug zum Studhorse Point und zum Skylight Arch wieder ausgesprochen gut gefallen. Die Landschaft ist wirklich grandios, die Wanderung einfach und die Offroad-Anfahrt ein kleines Abenteuer für Zwischendurch. Der Zeitaufwand ist mit etwa drei Stunden auch überschaubar.

Dauer und Länge der Tour zum Skylight Arch

  • Zeitbedarf: ungefähr drei Stunden ab/bis Page, AZ
  • Länge: etwas mehr als 12 Meilen offroad ab/bis Highway 89 plus etwa 2 Meilen Wanderung
  • Lage: westlich von Page, AZ kurz hinter der Staatsgrenze in Utah    
Über den Autor
Malte
Seit 2001 ist Nordamerika meine große Leidenschaft und ich reise jedes Jahr meist zweimal dorthin. Ob beim Wandern durch die atemberaubende Natur, beim Offroaden durch die Wildnis oder beim Erleben packender Sportveranstaltungen – ich entdecke die Vielfalt des Kontinents immer wieder neu. Über die Jahre sind vor allem der Südwesten der USA und Los Angeles wie eine zweite Heimat für mich geworden.

Schreibe einen Kommentar