Bühnenbild der Backstreet Boys Into the Millenium Sphere Residency mit Schriftzug und Rakete

Review: Backstreet Boys – Into the Millennium Sphere Residency

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Man muss auch mal Glück haben. Wir hatten für unseren USA-Trip im Juli 2025 auch eine Woche Las Vegas gebucht. Praktisch seit Baubeginn der modernsten Konzertarena der Welt The Sphere fieberten wir auf unser erstes Live-Erlebnis dort hin. Im Februar desselben Jahres kündigte nun eine Band ihre Residency hier an, von der wir zwar nie Vollblut-Fans waren, die uns in unserer Jugend aber so intensiv begleitet hat, dass wir sie spätestens in der Rückschau richtig cool fanden: die Backstreet Boys!

Die ersten drei Shows der Backstreet Boys – Into the Millennium Sphere Las Vegas Residency sollten vom 11. bis 13. Juli stattfinden. Und genau an diesem Wochenende sind auch wir in der Stadt! Ein paar Tage später startete der Vorverkauf. Ich war für den Ticketmaster Artist-Presale angemeldet und rechtzeitig in der Warteschlange. Als ich an der Reihe bin zögere ich nicht lange und nehme die bestmöglichen Karten innerhalb unseres Budgets: die Sitze 12 und 13 in Section 405, Reihe 9 für 252 Euro pro Stück am dritten Abend, dem 13. Juli 2025.

Caro war schon zwei Mal vorher in der Sphere und hat sich die Postcard from Earth-Experience angesehen. Sie war absolut begeistert und auch ich von den Bildern und Videos mehr als beeindruckt. Letztlich wurde die Sphere aber vor allem für Live-Shows gebaut und genau deshalb freuten wir uns beide lange im Vorfeld extrem auf die Show.

Es ist soweit – Sonntag, der 13. Juli

Nach der Opening-Show am Freitag fluteten die Videoschnipsel von dem Abend Instagram und Co. Was man sah war wirklich unglaublich. Spätestens jetzt waren auch wir total im Fieber. Die Band hatte sich außerdem wohl im Vorfeld über Social Media gewünscht, dass Alle weiß gekleidet zum ersten Abend kommen.

Das wird nun das ganze Wochenende beibehalten und so finden wir uns am Sonntagabend schon auf dem Weg zur Sphere durch das Venetian Resort unter hauptsächlich Weißgekleideten. Es wird auch schnell klar, dass der Großteil des Publikums heute aus weiblichen „Millennials“ bestehen wird.

Innenbereich des Venetian Resort mit Menschen auf den gefliesten Gängen und Hinweisschild auf den Weg zur Sphere an Der Decke,
Hohes schmales LED-Schild vor der rot beleuchteten Kuppel mit dem Hinweis: "Tonight: Backstreet Boys".

Die Atmosphäre ist irgendwo zwischen Nostalgie und großer Neugier und die Stimmung überall ausgezeichnet. Der Einlass und die Sicherheitskontrolle funktionieren wie eigentlich immer in den USA schnell, freundlich und serviceorientiert. So stehen wir schnell im gigantischen Atrium der Sphere.

Selfie von Caro und mir vor der Kuppel der Sphere.
Atrium der Sphere mit weiß-blauer Beleuchtung und den verschiedenen Ebenen mit vielen Menschen.

Wow, was für ein Eingangsbereich! Die Beleuchtung ist komplett in weiß-blau gehalten, genau wie das Cover des Backstreet Boys-Albums „Into the Millennium“. Zusammen mit den hauptsächlich weißen Outfits der Menschen hier ergibt das einen irren Effekt. Die flirrende Hitze von draußen spürt man natürlich auch nicht, denn alles ist perfekt klimatisiert. Und auf Hochglanz poliert – selten habe ich sauberere Innenräume gesehen!

Gesalzen sind Vegas-typisch die Getränkepreise: eine Dose Bier kostet 24 Dollar. Fünfzig Dollar ärmer fahren wir mit den Rolltreppen ganz nach oben. Die Sphere hat vier Tribünenränge, vom 100er Level unten bis zum 400er Level oben. Hier finden 18.600 Zuschauer Platz. Zusätzlich passen bei Konzerten in den kleinen Innenraum vor der kreisrunden Bühne weitere knapp 1.400 Menschen.

Blick auf die Bühne kurz vor der Show mit großer Rakete

Mit Betreten unseres Blocks 405 merken wir, dass sich heute alles viel größer anfühlt als ein normales Konzert. Von der Kapazität her ist die Sphere zwar mit anderen Mehrzweckarenen vergleichbar – aber technisch spielt sie in einer ganz anderen Liga.

Die 15.000 Quadratmeter große 16K-LED-Leinwand umhüllt uns wie eine riesige digitale Kuppel. Hier läuft schon jetzt ein filmisches Vorprogramm auf den vielen Bildschirmen des wie ein Raumfahrt-Kommandozentrum aufgemachten Screens. Wir wissen gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollen. Immer im Blick ist aber der große Countdown, der die Ganze Zeit über herunterzählt.

Die Show

Die letzten zehn Sekunden werden natürlich lautstark mitgezählt. Dann hebt um 20:40 Uhr die Rakete ab, auf die wir schon die ganze Zeit geschaut haben. Sie fliegt über unsere Köpfe, dann öffnen sich die Luken des Raumschiffs. Und obwohl ich es in den letzten 48 Stunden schon mehrfach auf Instagram gesehen habe, ist das jetzt live noch einmal ein komplett anderes Ding.

Die Sphere startet nicht einfach mit einem Intro, sie verschluckt uns. Die Raumillusion ist einfach absolut krass und kaum zu beschreiben. Selbst mein Video kann das nicht annähernd wiedergeben:

Dann erscheinen im Lichtkegel des Raumschiffs wie aus dem Nichts die Backstreet Boys auf der Bühne. Der Jubel im Halbrund kennt nun keine Grenzen mehr.

Die Backstreet Boys ganz in weiß auf der Bühne bei "Larger than Life"

Was mich sofort beeindruckt ist die perfekte die Klangqualität. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt und das gibt es momentan sicher auch nirgendwo anders. Der Sound ist wirklich absolut perfekt!

Bühnenbild bei der Backstreet Boys into the millennium Sphere Residency
Engel und Raumschiff auf der Leinwand.

Auch von unseren Plätzen sind wir absolut begeistert. Sicher: die Bühne wirkt von hier oben ziemlich klein. Aber durch die gigantische visuelle Inszenierung ist sie wie ein Ankerpunkt im Zentrum des Gesamtkunstwerks.

Die Backstreet Boys auf der Bühne der Sphere unter einer Raumfähre auf der Leinwand.
Nick Carter auf der großen Leinwand und klein auf der Bühne darunter.
Bühne der Sphere mit Backstreet Boys und visueller Inszenierung dahinter.

Die Backstreet Boys stehen seit über drei Jahrzehnten auf der Bühne. Das merkt man. Die Choreografien sitzen perfekt und ohne überdreht zu wirken. Die Stimmen tragen mehr Charakter. Man muss sagen: es ist keine Teenie-Hysterie-Show mehr, sondern eine perfekt durchinszenierte Pop-Produktion mit großer Reife und viel Selbstbewusstsein. Und man merkt den Jungs den Spaß an dieser Show zu jeder Sekunde an!

Die eisigen Gesichter der Backstreet Boys in einer schneebedeckten Berglandschaft.
Hunderte Familienfotos auf der Leinwand bei "the Pefect Fan"

Immer wenn die ersten Akkorde der großen 90er-Hits erklingen, kippt der ganze Saal kollektiv in dieses Gefühl zurück, das man als Teenager hatte. Musik als Zeitmaschine! Die Ansagen zwischendurch sind gut dosiert und passend. Sowieso ist die ganze Setlist sehr gut abgestimmt, so dass es auch für Zuschauer wie uns, die nicht jeden Song kennen, nie langweilig wird.

Riesige Welle auf der Leinwand beim Song "Drowning"

Eines meiner Lieblingslieder ist „Drowning“ und die visuelle Inszenierung mit dem glasklaren Wasser des Ozeans und den riesigen Wellen absolut gigantisch. Ein weiteres Highlight ist, als sich für einige Songs die Bühne viele Meter erhebt und die Band vor unseren Augen zu schweben scheint.

Die schwebende Bühne mit den Backstreet Boys in der Sphere.
Schwebende Bühne vor riesiger Glitzerkugel auf der Leinwand

Nach ziemlich genau 90 Minuten bildet „Everybody“ den Abschluss der Show. Die Stimmung in der mit 20.000 Zuschauern natürlich ausverkauften Sphere erreicht ein letztes Mal den Siedepunkt. Als die Jungs glücklich die Bühne verlassen, bleiben fast alle noch für einige Zeit auf Ihren Sitzen – auch wir. Zu krass und einzigartig war das eben Erlebte!

Selfie von Caro und mir vor der Kulisse der Leinwand bei der Backstreet Boys - Into the Millennium Sphere Residency

Als wir dann wieder auf den Strip hinaustreten, wirkt sogar Las Vegas plötzlich kleiner als diese Arena, die wir gerade verlassen hatten. Ein irres Gefühl!

Fazit

War es das beste Konzert meines Lebens? Vielleicht nicht. Dafür bin ich nicht Fan genug und das war auch nicht mein Anspruch an den Abend. War es mein eindrucksvollstes Konzerterlebniss? Definitiv Ja!

Die Sphere macht aus einem Popkonzert ein immersives Spektakel, welches man kaum beschreiben kann. Ich bin dankbar, dass wir die Chance hatten das zu erleben! Und ich denke bis heute sehr gerne an diesen Abend zurück!

Die besten Plätze in der Sphere bei Konzerten

Für das optimale immersive Erlebnis sind die mittleren Blöcke in den Levels 200 und 300 die besten – und natürlich deshalb auch die teuersten. Für europäische Geldbeutel bekommst Du in den mittleren Blöcken des 400er Levels das beste Preis-Leistungsverhältnis. Hier bist Du zwar recht weit von der Bühne entfernt, dafür schaust Du praktisch in die Show hinein.

Achtung beim 100er Level: hier bist Du zwar nah an der Bühne und hast einen perfekten Blick darauf, allerdings hängt die Tribüne des 200er Levels hier über die Reihen 22 bis 37. Das versperrt den Blick auf den oberen Teil des LED-Screen. Dasselbe gilt für die letzten beiden Reihen im 200er Level.

Setlist der Backstreet Boys – Into the Millennium Sphere Residency

  • Larger Than Life
  • It’s Gotta Be You
  • As Long as You Love Me
  • More Than That
  • I Need You Tonight
  • Siberia
  • Don’t Want You Back
  • Get Another Boyfriend
  • Show Me the Meaning of Being Lonely
  • Don’t Wanna Lose You Now
  • Hey
  • The One
  • Back to Your Heart
  • Spanish Eyes
  • No One Else Comes Close
  • The Perfect Fan
  • All I Have to Give
  • Drowning
  • Quit Playing Games (With My Heart)
  • Shape of My Heart
  • I Want It That Way
  • Get Down (You’re the One for Me)
  • We’ve Got It Goin‘ On
  • The Call
  • Everybody (Backstreet’s Back)

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Über den Autor
Malte
Seit 2001 ist Nordamerika meine große Leidenschaft und ich reise jedes Jahr meist zweimal dorthin. Ob beim Wandern durch die atemberaubende Natur, beim Offroaden durch die Wildnis oder beim Erleben packender Sportveranstaltungen – ich entdecke die Vielfalt des Kontinents immer wieder neu. Über die Jahre sind vor allem der Südwesten der USA und Los Angeles wie eine zweite Heimat für mich geworden.