Dieses Bild zeigt den Ausblick vom Alstrom Point über den Lake Powell in Arizona

Traumziel Südwesten USA: 22 Tage voller Action, Wanderungen und Offroad-Abenteuer

13. Tag: Old Lime Creek Road – Clear Lake – Yankee Boy Basin

„Ein unerwartetes Highlight“

Der sehr aufmerksame Service in amerikanischen Restaurants – mit vielen Nachfragen, ob alles schmeckt und in Ordnung ist – erinnert mich immer an den alten Loriot „Er hat mir ins Essen gequatscht“-Sketch. So auch heute morgen beim Frühstück in Durango. Das dies eine schöne Stadt ist, braucht man glaube ich nicht zu erwähnen. Es ist der Beginn des Labour Day Weekends und die Straßen gerappelt voll. Ganz Amerika scheint unterwegs zu sein. Wir haben heute Morgen etwas verschlafen und sind erst um 9 Uhr losgekommen, so dass unser Frühstück um halb zwölf eigentlich eher ein Mittagessen ist.

Dieses Bild zeigt Malte und Caro auf der Staatsgrenze zwischen New Mexico und Colorado

Egal von wo aus man nach Colorado einfährt, sofort mit Passieren des Welcome-Schildes wird es grüner. Wir freuen uns auf 24 Stunden in einer Landschaft, die eine tolle Abwechslung zu den ganzen roten Steinen der letzten Tage bietet. Außerdem ist mit 75° F das Klima heute sehr angenehm. Auf unserem Tagesprogramm steht der so genannte Eastern Skyway – die US 550 zwischen Durango und Ouray. Von diesem zweigt kurz hinter Milemarker 31 in einer 180° Kurve rechts die Old Lime Creek Road ab, eine 11 Meilen lange Dirtroad, die parallel zum Highway verläuft. Leider fängt es pünktlich zur Einfahrt auf diese Straße an zu regnen.

Dieses Bild zeigt die Old Lime Creek Road in Colorado
Old Lime Creek Road
Dieses Bild zeigt einen Bergsee an der Old Lime Creek Road in Colorado
Wunderschöner Bergsee am Wegesrand

Trotzdem genießen wir die Fahrt durch die Aspen vorbei an einigen kleineren Bergseen sehr. Dem Verkehr auf dem Highway entgehen wir hier außerdem, nur eine handvoll ATV’s sind unterwegs. Nach einer Stunde sind wir wieder auf dem Asphalt und setzen unsere Fahrt gen Norden fort. Kurz nach Überqueren des Molas Pass liegt uns das kleine Städtchen Silverton – vor allem unter Eisenbahnern berühmt – zu Füßen, auf das wir von oben einen sehr schönen Ausblick haben.

Dieses Bild zeigt Silverton, CO von oben
Dieses Bild zeigt Silverton, CO von oben
Dieses Bild zeigt das Welcome-Schild von Silverton, CO

Unser nächstes Ziel ist der wunderschöne hochalpine Clear Lake, bis zu dessen Ufer auf knapp 3.700 Metern Höhe man tatsächlich mit dem Auto fahren kann. Weil es uns hier so gut gefällt haben wir hierüber einen seperaten Beitrag inklusive Wegbeschreibung geschrieben:

Der Clear Lake in den San Juan Mountains

Mit dem Auto zu einem idylischen hochalpinen Bergsee auf fast 3.700 Metern Höhe
Dieses Bild zeigt einen Nissan Pathfinder am Clear Lake in den San Juab Mountains in Colorado
Unser Nissan Pathfinder am Ufer des Clear Lake

Sich eine alte Mine anzuschauen darf natürlich auch nicht auf dem Programm fehlen. Auf der Abfahrt vom Red Mountain Pass liegt rechts der Parkplatz des Reclamation Projects, von wo aus man einen tollen Blick auf eine alte Minenstruktur hat.

Dieses Bild zeigt die Landschaft am Red Mountain Pass in Colorado
Landschaft am Red Mountain Pass
Dieses Bild zeigt den Blick auf die alte Yankee Girl Mine in Colorado
Blick auf die alte Minenstruktur

Um uns diese von Nahem anzuschauen fahren wir 1,3 Meilen nach dem Parkplatz nach rechts auf die CR 31. Dieser Dirtroad folgen wir anfangs einem sehr „rostigen“ Bach. Sie führt dann ziemlich bald direkt an die alte Yankee Girl Mine und dann wieder auf die Hauptstasse.

Dieses Bild zeigt einen Bach an der Yankee Girl Mine in Colorado
Dieses Bild zeigt unseren Nissan Pathfinder in einem Bach an der Yankee Girl Mine in Colorado
Dieses Bild zeigt die Yankee Girl Mine in Colorado
Dieses Bild zeigt eine typische Berglandschaft in Colorado
farbenfrohe Colorado-Landschaft
Dieses Bild zeigt den Blick von oben auf Ouray, CO
Blick auf Ouray, CO

Kurze Zeit später stehen wir dann auch schon oberhalb unseres heutigen Zielortes, dem wunderschönen kleinen Städtchen Ouray. Da noch ein bisschen Zeit bis zum Sonnenuntergang ist, entscheiden wir uns noch für einen Trip zum so genannten Yankee Boy Basin. Dafür fahren wir kurz vor der Ortseinfahrt nach links in die gut ausgeschilderte CR 361 (oder auch Camp Bird Road). Die ersten 5 Meilen sind eine relativ gut gegradete Gravelroad. Dann wird es deutlich rauer und nur noch mit 4WD machbar. Auch diese Strecke macht großen Spaß zu fahren und die Landschaft ist phantastisch. Kurz hinter den Twin Falls kehren wir um, um noch in der Dämmerung wieder im Ort zu sein.

Dieses Bild zeigt die Landschaft im Yankee Boy Basin in Colorado
Yankee Boy Basin
Dieses Bild zeigt die Twin Falls im Yankee Boy Basin in Colorado
Twin Falls

Unser Hotel – die Best Western Twin Peaks Lodge* – ist ausgebucht und auch die Restaurants in der Stadt so voll, dass wir lange auf einen Tisch warten müssten. Also entscheiden wir uns, eine Pizza aufs Zimmer zu bestellen. Auf dem Balkon vor den Zimmern der oberen Etage sitzt ein Pärchen mittleren Alters und läutet mit kalten Getränken ihr Wochenende ein. Sie bewohnen das Zimmer neben uns und so stellen wir uns vor. Er ist ein ehemaliger Kohlebergbauer aus Kentucky und sie Rancherin in Colorado. Es ist der Beginn eines äußerst lustigen und netten Abends. Und als er beginnt Bourbon-Whisky aus seiner Heimat zu servieren, ahnen wir, dass es auch ein langer wird.

Als unsere Pizza-Lieferung kommt und ich mein Geld nicht schnell genug finde, bezahlt er diese. Das ist uns natürlich fürchterlich unangenehm, aber er besteht darauf, uns diese zu spendieren. Die Pizza ist so groß, dass wir die Hälfte für den nächsten Tag aufbewahren wollen. Mit einer ordentlichen angetrunkenen Bettschwere gehen wir nach Mitternacht schlafen.

14. Tag: Black Canyon of the Gunnison NP – Colorado NM

“The Sound of the Police”

Die Bourbon-Party von gestern hat die Auswirkung, dass wir heute viel später hochkommen als geplant und erst um 9 Uhr unser Hotel verlassen. Nördlich von Ouray liegt Ridgway und hier wollen wir einen kleinen Abstecher in eine gerade zur Herbstzeit wohl sehr schöne Berglandschaft machen. Die Gravelroad führt auf den ersten Metern durch ein Wohngebiet, wo alle paar Meter ein Stoppschild steht. Caro sitzt am Steuer. Wir fahren diese Straße etwa zehn Meilen in das Gebiet hinein. Es entwickelt seine Schönheit wohl wirklich erst, wenn sich das Laub verfärbt und bietet uns heute nichts Aufregendes.

So drehen wir um und fahren zurück. Wieder in dem Wohngebiet mit den Stoppschildern nimmt es Caro mit dem Anhalten nicht ganz so genau. In einer der Querstraßen sehe ich zwei Polizeiwagen. Ich denke noch: „Oh, das gibt jetzt Ärger“. Schon biegt ein Sheriff aus der Straße und taucht im Rückspiegel auf. Das Heulen der Sirene kannten wir hautnah bisher noch nicht – und das sollte eigentlich auch für immer so bleiben. Aber heute waren wir dran. Caro fährt rechts ran und es dauert eine Weile bis der wohlgenährte Officer an unseren Wagen tritt. Gleich wird uns klar, dass mit dem nicht zu spaßen ist.

Ob Caro schon mal etwas von Stoppschildern gehört hat, will er wissen. „Ja!“ Warum wir dann die amerikanischen Verkehrsregeln nicht respektieren? Caro entschuldigt sich vielmals. Er geht zu seinem Wagen zurück und wir sind schon auf das Schlimmste gefasst. „Eine Nacht im Gefängnis und 500$ Strafe“. Wir seien Wiederholungstäter, denn er habe uns auch schon auf dem Hinweg das Stoppschild überfahren sehen. Caro fällt alles aus dem Gesicht. Er macht eine lange Pause. Dann sagt er, dass dies das Strafmaß sei, falls er uns noch mal bei dem kleinsten Verkehrsverstoß erwischt. Er wünscht uns eine gute Weiterfahrt und uns fallen einige Steine vom Herzen. Gegen halb zwölf erreichen wir den Eingang zum Black Canyon of the Gunnison National Park.

Dieses Bild zeigt Caro und Malte vor dem Eingangsschild des Black Canyon of the Gunnison National Park
Dieses Bild zeigt den Blick in den Black Canyon of the Gunnison

Das Abfahren von View Points ist eigentlich nicht so unser Ding, hier aber wirklich nicht anders möglich. Außerdem ist recht viel los. Die Tiefe des Canyons ist trotzdem beeindruckend und wir bereuen nicht, wenigstens kurz hier gewesen zu sein. Die Laubfärbung ist hier schon um einiges weiter als auf unseren vorherigen Stationen.

Um 15 Uhr erreichen wir Grand Junction und beschließen, den kleinen Schlenker über das Colorado National Monument zu fahren, um uns landschaftlich schon mal ein bisschen auf die nächsten Tage einzustimmen. Außerdem ist der Weg natürlich allemal interessanter als die Interstate.

Dieses Bild zeigt Caro und Malte vor dem Eingangsschild des Colorado National Monument
Dieses Bild zeigt die Landschaft im Colorado National Monument
Dieses Bild zeigt die Landschaft im Colorado National Monument
Dieses Bild zeigt die Landschaft im Colorado National Monument

Der Weg nach Moab über die 128, den sogenannten Colorado Riverway, ist immer wieder toll. Nur werden nun die Wolken schon wieder immer dunkler. Auch wenn Wetter und Licht heute überhaupt nicht stimmen, wollen wir mal dieses bekannte Foto von den Fisher Towers und den La Sal Mountains mit dem Colorado River im Vordergrund schießen. Dafür müssen wir an einer ganz bestimmten Stelle auf einen großen Fels im Fluß. Wir parken unser Auto und schlagen uns am Ufer durch die Büsche, aus denen Schwärme von kleinen Fliegen kommen sobald man sie berührt. Das Stativ und wir beide passen geradeso auf den Stein im Colorado und das Ergebnis ist dies:

Dieses Bild zeigt die Fisher Towers bei Moab mit den La Sal Mountains im Hintergrund und dem Colorado River im Vordergrund
Fisher Towers mit La Sal Mountains und Colorado River

Da noch etwas Zeit bis zum Sonnenuntergang ist, wollen wir noch schnell die Fun-Tour auf der Onion Creek Road – die ein paar Meilen weiter links abgeht – unternehmen. Wir queren auf unserer neun Meilen langen Fahrt den kleinen Bach 22 Mal – plus einmal trocken über eine Brücke.  Auf der Rückfahrt logischerweise nochmal so oft. Genau mit Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder auf der US 128. Es fängt in Strömen an zu regnen und die Fahrt bis Moab zieht sich unheimlich.

Dieses Bild zeigt die Onion Creek Road in der Nähe von Moab, UT
Onion Creek Road

Es gibt kein freies Hotelzimmer mehr und dementsprechend voll ist die Stadt – Labour Day Weekend halt. Unser Hotel Best Western Plus Greenwell Inn* liegt sehr zentral und hat schöne Zimmer. Wir wärmen die Reste der riesigen Pizza von gestern wieder auf und essen so einen zweiten Abend sehr günstig. Mit der Hoffnung auf besseres Wetter für die nächsten Tage gehen wir um Mitternacht ins Bett.

15. Tag: Pictureframe Arch – Kane Creek Canyon Overlook – Secret Spire – Long Canyon

“Mächtig Glück gehabt”

Die Sonne lacht heute morgen vom Himmel und das hebt die Stimmung natürlich erheblich. Im City Market kaufen wir unsere Bratwürste plus Beilagen für heute abend und starten nach einem Frühstück to go von McDonalds zu unserer ersten Tour heute. Diese führt uns südlich auf dem Highway 191 aus Moab heraus und nach etwas mehr als zwölf Meilen biegen wir nach rechts in das Hinterland ab. Die Dirtroad führt ziemlich bald an einigen Sanddünen vorbei. Hier werden wir bei unserem Spaziergang von sehr großen gelben Bienen mit sehr langen Beinen „angegriffen“, so dass wir recht schnell wieder ins Auto steigen und weiterfahren.

Dieses Bild zeigt typische Felsformationen in der Behind the Rocks Area bei Moab, Utah und die LaSal Mountains im Hintergrund
Behind the Rocks Gebiet und La Sal Mountaíns im Hintergrund

Der Lone Rock – von einigen Locals auch Prostitute Rock genannt – befindet sich ein paar Meilen weiter und beheimatet zwei sehr schöne Arches. Der erste – der Balcony Arch – ist schon von weitem zu sehen. Für den zweiten – den Pictureframe Arch – fahren wir auf die Rückseite des Felsens. Er macht seinem Namen wirklich alle Ehre! Um im „Bilderrahmen“ die schöne vor dem Arch liegende Landschaft abzubilden müssen wir hinter diesen kommen. Hierzu ist eine kleine Kletterpartie nötig, denn der Arch liegt einige Meter oberhalb im Fels. Etwa zwei Meter hoch ist die vertikale Stufe vom Boden bis zur Felskante. Dann geht es noch etwa zehn Meter über leicht abfallenden Slickrock bis zum Felsbogen. Auf seiner Rückseite gelangen wir in eine Art große Schüssel und Caro hat so genug Platz um einige Fotos zu schießen. Eine wirklich tolle Location! Deshalb haben wir ihm und dem gleich folgenden Aussichtspunkt einen eigenen Artikel gewidmet:

4×4 Tour zum Pictureframe Arch und Kane Creek Canyon Overlook

Bericht über unsere sehr schöne Offroad-Tour zu zwei tollen Arches und einem spektakulären Aussichtspunkt auf den Kane Creek Canyon inkusive genauer Wegbeschreibung.
Dieses Bild zeigt Malte im Pictureframe Arch bei Moab
Pictureframe Arch

Beim Ausgang aus der Schüssel sieht Caro, dass man ein ganzes Stück weiter links auch über eine Art Rampe heruntergehen kann und sich damit die Kletterei ersparen könnte. Dafür fällt der Slickrockhang – an dessen oberem Rand wir hier gehen müssen – etwas steiler ab, geschätzte zehn Meter.

Ich beschließe es mal zu versuchen und Caro folgt mir. Der Grip meiner Stiefelsohlen hat mich die letzten Jahre nie im Stich gelassen. Doch nun mache ich den berühmten einen falschen Schritt. Ich merke, dass es weder vor noch zurück geht, denn ich hänge in einer unmöglichen Position – schon fast im Spagat – am Hang. Während ich noch überlege, wie ich jetzt möglichst elegant den unausweichlichen Weg nach unten antrete und die aufkommende Panik unterdrücke, beginne ich schon zu rutschen. Auf dem Rücken – mit allen Vieren von mir gestreckt – rutsche ich eine Strecke, die mir wie eine Ewigkeit vorkommt, über den Slickrock der etwa zwei Meter hohen Abbruchkante entgegen. Glücklicherweise haben meine Bremsversuche genau vor dieser Erfolg! Ich weiß nicht, ob es gesund gewesen wäre, dort unkontrolliert herunterzufliegen.

Voller Adrenalin kann ich diese nun herunter springen, ohne dass ich mir die Knochen breche. Meine Fingerkuppen brennen als hätte ich auf eine heiße Herdplatte gefasst. Den linken Ringfinger hat es besonders schlimm erwischt und es klafft eine stark blutende Wunde. Außerdem trage ich eine große Abschürfung am linken Unterarm und einige kleinere auf dem Rücken davon. Für einige Euro Weißgold aus meinem Ehering bleiben auch auf dem rauen Stein zurück.

So kommt nun das Erste-Hilfe-Set, das wir seit Jahren mit uns schleppen, endlich zum Einsatz. Caro entdeckt ein Alkohol-Reinigungstuch in diesem und damit ihre sadistische Ader. Zwei bis drei Mal wischt sie damit über die große Schürfwunde am Unterarm. Mir stehen vor Schmerzen schon dicke Schweißperlen auf der Stirn. Aber so was will natürlich sehr gründlich gereinigt werden. „Zweimal muss ich da mindestens noch drüber, damit das richtig sauber ist“ verkündet sie. Ich kann gar nicht so fest auf die Zähne beißen wie ich schreien will. Die klaffende Wunde am Finger versteckt sie unter einem Pflaster, damit wir beide das nicht mehr sehen müssen. Da meine Frau nun ihrer neuen Aufgabe als Krankenschwester verfallen ist, vergisst sie total, den Arch auch von vorne zu fotografieren. Aus dieser Perspektive sieht er nämlich noch mehr aus wie ein Bilderrahmen.

Wir fahren weiter. Die letzten 1,5 Meilen vor unserem Endziel, dem phantastischen Kane Creek Canyon Overlook werden dann sehr rau und Caro muss einige Male aussteigen um zu „spotten“. Der Blick von hier oben auf den Canyon und die Hurrah Pass Road ist wirklich gewaltig.

Dieses Bild zeigt den Ausblick vom Kane Creek Canyon Overlook in der Behind the Rocks Area bei Moab, Utah
Kane Creek Canyon Overlook

Um kurz nach 14 Uhr haben wir wieder Asphalt unter den Rädern. Da alles wegen der Sanitätspause etwas länger gedauert hat, schaffen wir die zweite für heute geplante größere Unternehmung vor Sonnenuntergang nicht mehr. Wir wollen ja auch noch grillen. Wir entscheiden uns für die kürzere Exkursion zum Secret Spire und machen uns auf den Weg Richtung Canyonlands National Park. Der Weg zu der einzigartigen Felsnadel ist schon zigfach beschrieben worden und so verzichte ich jetzt darauf. Um 16 Uhr sind wir dort. Man fragt sich, wie so ein Docht dort aus dem Fels wachsen konnte und es macht Spaß, auch die nähere Umgebung zu erkunden. Und auch der Tombstone, an dem man vorbeikommt, macht eine stattliche Figur.

Dieses Bild zeigt Caro und Malte vor dem Eingangsschild des Canyonlands National Park in Utah
Eingang zum Island-in-the-Sky-District
Dieses Bild zeigt den Tombstone auf dem Weg zum Secret Spire in Utah
Tombstone
Dieses Bild zeigt den Secret Spire in der Nähe von Moab, UT
Secret Spire

Grillen wollen wir heute gegenüber vom Corona Arch Trailhead am Colorado River und da wir noch etwas Zeit haben, wählen wir für den Weg dorthin die Long Canyon Road, die wir bisher auch noch nie gefahren sind. Wenn wir ein gutes Vorbild wären, hätten wir uns vorher mal nach dem Straßenzustand erkundet. So fahren wir uninformiert.

Am Pucker Pass dann, dem sehr engen und steilen Abschnitt vor dem bekannten Fallen Rock, ist der Sand zwischen zwei Felsplatten sehr stark ausgefahren. Wenden können wir in dieser Enge aber nicht mehr. Also rüber über den ersten Stein. Durch das Loch geht es ganz gut. Als die Vorderreifen aber auf der zweiten Platte stehen und die Hinterräder noch in der Senke, verlieren die vorderen Räder ihren Halt und ich rutsche zur Seite weg. Die linke Canyonwand kommt mir extrem nah. Doch kurz davor kommt der Wagen Gott sei Dank zum Stehen. Aus dieser Lage herauszufahren ist sehr knifflig, doch wir schaffen es. Auch danach folgen noch zwei unangenehme Stellen und erst nachdem wir unter dem Fallen Rock durchgefahren sind normalisiert sich der Straßenzustand wieder.

Dieses Bild zeigt unseren Nissan Pathfinder unter dem Fallen Rock auf der Long Canyon Road nahe Moab, UT
Der Fallen Rock auf der…
Dieses Bild zeigt unseren Nissan Pathfinder unter dem Fallen Rock auf der Long Canyon Road nahe Moab, UT
…Long Canyon Road

Das hätte auch ein teurer Spaß werden können. Erleichtert genießen wir pünktlich zum Sonnenuntergang ein halbes Dutzend Bratwürste vom Grill am schönen Colorado und lassen einen äußerst ereignisreichen Tag ausklingen.

Dieses Bild zeigt die Abendstimmung am Colorado River nahe Moab, UT
Abendstimmung am Colorado River
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