Die 20 schönsten Nationalparks im Westen der USA

Die Nationalparks im Westen der USA gehören zu den größten Highlights jeder Nordamerika-Reise. Gewaltige Canyons, türkisfarbene Bergseen, endlose Wälder, Wüstenlandschaften und spektakuläre Panoramastraßen wechseln sich hier in einer Dichte ab, die man so kaum irgendwo sonst auf der Welt erlebt.

In diesem Artikel stelle ich dir unsere 20 schönsten Nationalparks im Westen der USA vor. Darunter sind weltberühmte Klassiker wie Yosemite und Grand Canyon – aber auch Parks, die uns vielleicht sogar noch etwas mehr überrascht haben.

Zu jedem Park findest du eine kurze Beschreibung sowie praktische Tipps zur besten Reisezeit, zur schönsten Wanderung und zu guten Übernachtungsmöglichkeiten. So kannst du schnell entscheiden, welche Parks sich am besten für deine Reise oder einen Roadtrip durch den Westen der USA eignen.

Inhalt des Artikels

Karte unserer Top 20 schönsten Nationalparks im Westen der USA

Die folgende Karte zeigt unsere Auswahl der 20 schönsten Nationalparks im Westen der USA. Sie gibt dir einen schnellen Überblick darüber, wo die Parks liegen und welche sich gut miteinander kombinieren lassen – ideal z.B. für die Planung eines Roadtrips durch den Südwesten.

Übersicht der schönsten Nationalparks im Westen der USA

Diese Tabelle zeigt dir auf einen Blick unsere schönsten Nationalparks im Westen der USA und ihre beste Reisezeit sowie den Mindest-Zeitbedarf. Diesen gebe ich aus Gründen der Einfachheit für die Planung eines Roadtrips in Übernachtungen an.

NationalparkBeste ReisezeitZeitbedarf
Yosemite (Kalifornien)Ende Mai – Oktober2 Nächte
Grand Canyon (Arizona)April – Oktober1 Nacht
Zion (Utah)April – Oktober1 Nacht
Yellowstone (Wyoming)Juni – September4 Nächte
Bryce Canyon (Utah)Mai – Oktober1 Nacht
Arches (Utah)April – Oktober1 Nacht
Death Valley (Kalifornien)Oktober – Mai1 Nacht
Joshua Tree (Kalifornien)Frühling und Herbst1 Nacht
Crater Lake (Oregon)Mitte Juli – Mitte Oktober1 Nacht
Mount Rainier (Washington)Mitte Juli – September2 Nächte
Capitol Reef (Utah)April – Oktober1 Nacht
Olympic (Washington)Juli – Anfang Oktober2 Nächte
Saguaro (Arizona)September – Mai1 Nacht
Glacier (Montana)Juli – September1 Nacht
Canyonlands (Utah)April – Oktober2 Nächte
Rocky Mountain (Colorado)Juli – September1 Nacht
Big Bend (Texas)Oktober bis April3 Nächte
Grand Teton (Wyoming)Juni – September1 Nacht
White Sands (New Mexico)Frühling und Herbst1 Nacht
North Cascades (Washington)Juli – September1 Nacht

Die 20 schönsten Nationalparks im Westen der USA

Alle jetzt folgenden Nationalparks haben wir – oft mehrfach – in den letzten zwanzig Jahren selber besucht. Jeder einzelne Park ist für sich außergewöhnlich, hat seinen ganz eigenen Zauber und bietet unterschiedlichste Möglichkeiten zum Erkunden.

Alles Wissenswerte zum Eintritt mit dem Nationalpark-Pass erkläre ich Dir ausführlich in meinem separaten Artikel: Nationalpark Pass USA 2026: lohnt sich der Kauf wirklich?

Yosemite Nationalpark

Ein wunderschönes Fleckchen Erde ist der Yosemite Nationalpark inmitten der kalifornischen Sierra Nevada, etwa vier Autostunden östlich von San Francisco. Zwei Tage solltest Du hier für die Erkundung einplanen. Der Postkarten-Anblick auf die mächtigen Granitfelsen El Capitan und Half Dome vom Aussichtspunkt Tunnel View sind ebenso ein Muss wie die Fahrt hoch zum Glacier Point und die Mammutbäume im Mariposa Grove.

Dieses Bild zeigt die Aussicht vom Tunnel View im Yosemite National PArk
Tunnel View

Im Frühjahr sind die vielen Wasserfälle wegen der Schneeschmelze am eindrucksvollsten und der Park noch nicht ganz so überfüllt wie speziell an den Sommer-Wochenenden. Dafür ist meist die Tioga Road noch gesperrt – eine über 3000 Meter hoch gelegene Traumstraße, welche einmal quer über die Sierra Nevada führt.

Dieses Bild zeigt die Landschaft im Yosemite Valley
Dieses Bild zeigt Caro und Malte vor dem Eingansschild des Yosemite National Park

Etwa vier Millionen Besucher zählt der Park pro Jahr, die meisten davon im nur achtzehn Quadratkilometer großen Yosemite Valley. Hier verkehren in der Hochsaison kostenlose Shuttles. Das Auto lässt man auf einem der großen Parkplätze.

Dieses Bild zeigt den Mirror Lake im Yosemite Valley
Mirror Lake

Tipp: Wenn Du den Park im Frühjahr besuchst unternimm unbedingt die Wanderung zum Mirror Lake. Klar und briliant spiegeln sich in dem See die umliegenden Klippen und Berge. Im Sommer ist das Wasser dann meist verschwunden und der ehemalige Gletschersee ausgetrocknet.  

Beste Reisezeit für den Yosemite Nationalpark

Optimal ist Ende Mai bis Ende Juni – dann ist sowohl die Tioga Road geöffnet als auch die Wasserfälle gut gefüllt. Aber natürlich kann der Park auch bis Ende Oktober noch sehr gut besucht werden.

Schönste Wanderung im Yosemite Nationalpark

Eine knapp zwei Kilometer lange Wanderung führt direkt an den spektakulären Vernal Fall – und zwar so nah, dass man garantiert nass wird.

Wo übernachten?

Direkt im Valley befindet sich das sündhaft teure The Ahwahnee. Die beste Auswahl guter Unterkünfte gibt es in dem kleinen Städtchen Oakhurst*, etwa fünfzig Meilen südlich des Valley. Das Best Western Plus Yosemite Gateway Inn* ist hier immer das Hotel unserer Wahl.

Grand Canyon Nationalpark

Der Grand Canyon ist einer dieser Orte, die selbst dann noch alles übertreffen, wenn man vorher schon tausend Fotos gesehen hat. Erst wenn du am Rand stehst und in diese gewaltige Weite blickst, begreifst du wirklich, warum der Grand Canyon zu den größten Naturwundern der USA zählt. Schicht um Schicht zieht sich das Gestein bis zum Horizont, dazwischen windet sich tief unten der Colorado River durch die Schlucht. Vor allem bei Sonnenaufgang oder zum Sunset leuchtet der Canyon in warmen Rot-, Orange- und Goldtönen.

Blick vom South Rim in den Grand Canyon
Ich am South Rim des Grand Canyon

Die meisten Besucher erleben den Grand Canyon am South Rim – und das aus gutem Grund. Hier findest du die bekanntesten Aussichtspunkte, eine sehr gute Infrastruktur und mit dem Rim Trail auch die Möglichkeit, den Canyon ganz entspannt zu Fuß zu erkunden. Gerade für Erstbesucher ist der South Rim perfekt, weil du in relativ kurzer Zeit unglaublich viele spektakuläre Perspektiven bekommst.

Caro am South Rim des Grand Canyon beim Blick in die Schlucht. Hier lohnt sich der Nationalpark Pass!

Weniger bekannt, aber mindestens genauso faszinierend, ist das North Rim. Es liegt höher, ist deutlich ruhiger und fühlt sich wilder, abgeschiedener und noch ursprünglicher an. Unser Tipp ist der Aussichtspunkt Point Sublime. Hier bist Du meist ganz alleine.

Dieses Bild zeigt Caro am Fire Point des North Rim im Grand Canyon National Park
Dieses Bild zeigt Malte am Point Sublime am North Rim des Grand Canyon

Auch eröffnet sich ein ganz anderer Blick auf den Canyon: grüner, stiller und wesentlich entspannter als am South Rim. Wer etwas mehr Zeit mitbringt und den Grand Canyon nicht nur abhaken, sondern intensiver erleben möchte, sollte das North Rim unbedingt auf dem Schirm haben.

Beste Reisezeit Grand Canyon Nationalpark

Von März bis Mai und von September bis Anfang November ist es am South Rim sowohl von den Temperaturen als auch dem Besucherandrang her am angenehmsten. Das North Rim ist wegen der höheren Lage zwischen Mai und September optimal.

Schönste Wanderung im Grand Canyon Nationalpark

Am South Rim empfehle ich, mit dem Shuttle vom Grand Canyon Visitor Center bis zum Endpunkt Hermits Rest zu fahren und von hier aus einfach nach Lust und Laune auf dem Rim Trail zurückzuwandern. Die gesamte Strecke beträgt etwa 17 Kilometer. Du kannst an den meisten Aussichtspunkten aber jederzeit auch wieder in das Shuttle steigen und eine oder mehrere Stationen mit dem Bus fahren. Außerhalb der Sichtweite der Aussichtspunkte bist Du auf dem Rim Trail meist fast alleine und kannst die spektakulären Ausblicke ganz für Dich geniessen.

Wo übernachten?

Nur wenige Kilometer südlich des Parkeingangs am South Rim liegt das kleine Örtchen Tusayan*. Hier gibt es eine Handvoll toller Hotels mit allen Annehmlichkeiten:

Ich empfehle hier frühzeitig zu buchen. Für einen Besuch des North Rim übernachtest Du am besten in der Kleinstadt Kanab*, etwa 90 Autominuten nördlich des Parkeingangs.

Zion Nationalpark

Der Zion Nationalpark in Utah liegt praktisch auf der Strecke jedes Roadtrips durch den Südwesten der USA. Schon die Einfahrt in den Park ist ein Erlebnis, denn die gewaltigen roten Felswände, engen Canyons und grünen Talböden sorgen sofort für echtes Südwesten-Feeling.

Die spektakuläre Landschaft des Parks setzt sich aus mehreren Canyons zusammen, wobei der Zion Canyon das touristische Zentrum mit den allermeisten Besuchern ist. Gerade morgens und am späten Nachmittag leuchten die Felsen oft in intensiven Rot- und Orangetönen.

Walters Wiggles auf dem Weg zu Angels Landing im Zion Nationalpark.
Walter’s Wiggles auf dem Angels Landing Trail
Ich auf dem Angels Landing Trail im Zion Nationalpark Utah
Ich kurz vor Angels Landing

Der Zion Canyon Scenic Drive führt tief hinein in diesen weiten Canyon, an dem die bekanntesten Highlights des Parks liegen. Zwischen März und September bewegen kostenlose Shuttles hier die Menschenmassen, da die Straße dann für den privaten PKW-Verkehr gesperrt ist.

Ganz am Ende des Scenic Drive beginnt der größtenteils im Wasser verlaufende Trail zu den Virgin Narrows, einer Engstelle des gleichnamigen Flusses zwischen hochaufragenden Felswänden. Die Wanderung durch das im Frühsommer meist noch hüfthohe Wasser gehört zu den Highlights im Park.

Beste Reisezeit Zion Nationalpark

Im Frühling hast Du sehr angenehme Temperaturen im Park und eine schöne Wildblumenblüte. Der Herbst ist ebenfalls klimatisch perfekt mit wenig Niederschlag und toller Laubfärbung. Im Sommer kann es sehr heiß werden. Wochenenden und US-Feiertage würde ich nach Möglichkeit vermeiden, da es dann sehr voll wird.

Schönste Wanderung im Zion Nationalpark

Bei einem kurzen Besuch im Park empfehle ich die nur etwas mehr als anderthalb Kilometer lange Wanderung zum Canyon Overlook mit spektakulären Ausblicken in den Zion Canyon. Die schönste Wanderung ist der anstrengende und herausfordernde Aufstieg zum Angels Landing. Auf dem Felsrücken im letzten Teilstück ist der Trail stellenweise nur etwas mehr als einen Meter breit und rechts und links geht es steil bis zu dreihundert Meter in die Tiefe. Das ist also Nichts für Menschen mit Höhenangst. Seit 2022 brauchst Du für die Wanderung ein gültiges Permit, welches per Lotterie vergeben wird. Alle Infos dazu findest Du hier: Angels Landing Permits & Hiking.

Wo übernachten?

Der kleine Ort Springdale* befindet sich nur wenige Autominuten vom Parkeingang. Hier gibt es viele tolle Hotels, leider zu meist hohen Preisen. Ebenfalls sehr schön und dabei günstiger sind das Zion Wildflower Resort* dreißig Fahrminuten westlich und die Best Western East Zion Thunderbird Lodge* 45 Autominuten östlich vom Visitor Center.

Yellowstone Nationalpark

Der Yellowstone Nationalpark in Wyoming ist der älteste Nationalpark der Welt und zugleich einer der vielseitigsten und faszinierendsten Parks der USA. Er erstreckt sich über fast 9.000 Quadratkilometer bis in die Bundesstaaten Montana und Idaho hinein, hat fünf Eingänge und acht größere erschlossene Bereiche mit Lodges, Restaurants und Visitor Centern.

Heiße Quelle mit smaragdblauem Wasser im Yellowstone Nationalpark.
Dampfende Geysire im Yellowstone Nationalpark.
Fluss im Yellowstone Nationalpark mit heißem Damp am Ufer.
Heiße Quelle im West Thumb des Yellowstone Nationalpark.
Landschaft mit dampfenden heißen Quellen im Yellowstone Nationalpark.
Castle Geyser im Yellowstone Nationalpark.

Er ist so groß und vielseitig, dass man ihn am besten nicht als einen einzigen Park mit ein paar Highlights versteht, sondern als Sammlung sehr unterschiedlicher Landschaften. Seine verschiedenen Regionen beherbergen Geysire, heiße Quellen, Canyons, Seen, Flusstäler und wichtige Tierbeobachtungsgebieten. Wir haben bei unseren Besuchen Bären, Grizzlies, Wölfe, Elche, Bisons und Adler in ihren natürlichen Lebensräumen gesehen.

Bison im Yellowstone Nationalpark.
Schwarzbar und Junges an einem Baum im Yellowstone Nationalpark.
Drei Elche im Yellowstone Nationalpark.
Bison und Junges im Yellowstone Nationalpark.

Bildlich gesprochen liegen die Highlight-Gebiete des Parks recht gleichmäßig verteilt an einer großen „8“. Für eine bessere Vorstellung der Distanzen spricht der National Park Service hier vom Grand Loop (einmal um die ganze Ziffer: 229 Kilometer), Upper Loop (einmal um den oberen Kreis: 113 Kilometer) und Lower Loop (einmal um den unteren Kreis: 155 Kilometer). Ich gehe die Bereiche jetzt im folgenden mit den wichtigsten Fakten kurz durch:

Im Bereich Mammoth Hot Springs im Norden stehen die Travertin-Terrassen im Mittelpunkt. Dieser Teil des Parks unterscheidet sich optisch deutlich von den übrigen Thermalgebieten, weil hier heiße Quellen über Kalkstein fließen und dabei helle, stufenartige Terrassen bilden.

Travertin-Terrassen in Mammoth Hot Springs im Yellowstone Nationalpark.
Travertin-Terrassen in Mammoth Hot Springs im Yellowstone Nationalpark.

Gleichzeitig ist Mammoth ein wichtiger Orientierungspunkt im Norden des Parks, nahe dem North Entrance bei Gardiner, und eignet sich gut als Start oder Abschluss einer Yellowstone-Runde.

Südlich davon folgt mit dem Norris Geyser Basin am westlichen Schnittpunkt von Upper und Lower Loop eines der aktivsten und geologisch interessantesten Thermalgebiete im Yellowstone. Hier wirkt vieles rauer, heißer und unruhiger als in anderen Teilen des Parks. Norris ist kein Bereich, den man nur wegen eines einzelnen Postkartenmotivs besucht, sondern wegen des Gesamteindrucks: dampfende Becken, heiße Quellen, Geysire und eine Landschaft, die an vielen Stellen zeigt, wie lebendig der Untergrund in Yellowstone bis heute ist.

Heiße Quellen im Norris Geyser Basin im Yellowstone Nationalpark.
Caro vor einem türkisblauen Pool im Yellowstone Nationalpark.

Der Bereich Madison wird häufig etwas unterschätzt, ist aber als Knotenpunkt im Westen des Parks sehr praktisch. Von hier lassen sich die westlichen Gebiete des Parks gut verbinden und er ist damit wichtiger Bestandteil einer sinnvollen Yellowstone-Route, vor allem wenn du von West Yellowstone in den Park fährst.

Der bekannteste Bereich des Parks ist das Upper Geyser Basin mit dem Old Faithful. Dieser Geysir spuckt sein Wasser sehr regelmäßig und zuverlässig etwa alle 80 bis 100 Minuten in einer hohen Fontäne in die Luft. In diesem Bereich liegen ebenso das spannende Old Faithful Visitor Education Center und mehrere der berühmtesten Geysire und heißen Quellen des Parks, die sich über sehr gut ausgebaute Boardwalks perfekt erkunden lassen.

Fontäne des Geysir Old Faithful im Yellowstone Nationalpark.
Old Faithful
Morning Glory Pool im Yellowstone Nationalpark.
Morning Glory Pool
Sapphire Pool im Yellowstone Nationalpark.
Sapphire Pool
Crested Pool im Upper Geyser Basin des Yellowstone Nationalpark.
Crested Pool

In der Umgebung befinden sich außerdem weitere wichtige Thermalgebiete wie das Midway Geyser Basin mit der riesigen farbenfrohen Grand Prismatic Spring, einem der bekanntesten Fotomotve im Yellowstone.

Grand Prismatic Spring im Midway Geyser Basin des Yellowstone Nationalpark.
Grand Prismatic Spring im Yellowstone Nationalpark.
Opal Pool im Midway Geyser Basin des Yellowstone Nationalpark.
Opal Pool im Midway Geyser Basin

Ganz im Süden liegt das Grant Village mit dem West Thumb Geyser Basin. Dieser Bereich wird vom Yellowstone Lake geprägt, einem der größten Hochgebirgsseen Nordamerikas. West Thumb verbindet Seelandschaft und Thermalgebiet besonders gut, weil sich dort Geysire und heiße Quellen direkt am Seeufer befinden. Die meisten Besucher haben hier vom Grand Teton Nationalpark kommend ihren ersten Kontakt mit der spektakulären Landschaft des Parks.

Pool im Bereich West Thumb am Yellowstone Lake im Yellowstone Nationalpark.

Im weiteren Verlauf wieder hoch Richtung Norden liegen am Westufer des Yellowstone Lake noch die Bridge Bay, das Lake Village und die Fishing Bridge an der Mündung des Yellowstone River in den See.

Fishing Bridge im Yellowstone Nationalpark.
Fishing Bridge
Hayden Valley im Yellowstone Nationalpark.
Hayden Valley

Das Canyon Village befindet sich danach an der östlichen Kreuzung von Lower und Upper Loop. Hier erwartet Dich mit dem Grand Canyon of the Yellowstone nun eine völlig andere Landschaft. Die tiefe Schlucht mit seinen goldgelb-orangenen Wänden hat der Yellowstone River in die Gesteinsschichten geschliffen. Kurze Wanderungen führen zu den bekannten Upper und Lower Falls, auf die Du vom Artist Point den berühmten Postkartenblick hast.

Blick vom Artist Point im Yellowstone Nationalpark.
Blick vom Artist Point
Oberhalb der Lower Falls im Yellowstone Nationalpark.
Oberhalb der Lower Falls

Im Nordosten schließlich kommst du zum Tower-Roosevelt Bereich und dem Lamar Valley. Dieses gilt als eines der besten Gebiete im Park, um Bisons, Wapitis, Elche und mit etwas Glück auch Wölfe oder Bären zu sehen.

Am Ende ist es genau diese unglaubliche Vielfalt, die den Yellowstone Nationalpark so besonders macht. Im Park befinden sich nicht nur weit mehr als die Hälfte aller Geysire und heißen Quellen weltweit, sondern viele abwechslungsreiche Landschaften und eine sagenhafte Tierwelt.

Beste Reisezeit Yellowstone Nationalpark

Ende Juni bis September, wenn alle Parkstraßen geöffnet sind und sich alle wichtigen Bereiche gut miteinander verbinden lassen.

Schönste Wanderung im Yellowstone Nationalpark

Yellowstone ist insgesamt weniger ein Park für die eine alles überragende Wanderung. Vielmehr ist es die Kombination aus den gut ausgebauten hölzernen Boardwalks durch die Thermalgebiete, den tollen Aussichtspunkten und einzelnen kürzeren Trails, die diesen Park für Jung und Alt so spannend und einfach erlebbar machen.

Wo übernachten?

Innerhalb des Parks gibt es ein paar Unterkünfte wie das Old Faithful Inn*, die Old Faithful Snow Lodge* oder das Mammoth Hot Springs & Cabins*. Der aus meiner Sicht beste Ausgangspunkt für die Erkundung des Parks ist der kleine Ort West Yellowstone* vor dem Westeingang des Parks mit einer großen Auswahl an Unterkünften. Hier sind z.B. das Best Western Weston Inn* und das Best Western Desert Inn* empfehlenswert.

Bryce Canyon Nationalpark

Der Bryce Canyon Nationalpark liegt auf einer Höhe von etwa 2.500 Metern im Südwesten Utahs. Hunderte farbiger Felspyramiden – sogenannter Hoodoos – stehen hier in mehreren natürlichen Amphitheatern an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. Ein Canyon im geologischen Sinne ist der Bryce damit also nicht.

Rot-gelbe Hoodoos im Amphitheater des Bryce Canyon Nationalpark.

Das größte Amphitheater des Bryce Canyon ist das Highlight des Parks und wirklich absolut spektakulär. Entlang des Rims befinden sich die bekannten Aussichtspunkte wie Inspiration Point, Sunrise Point und Sunset Point. Zwischen April und Oktober verkehrt hier ein kostenloses Shuttle. Man kann aber natürlich auch zu Fuß an der Abbruchkante auf dem knapp zwei Kilometer langen Rim Trail entlang laufen.

Blick in das Bryce Amphitheatre vom Rim Trail aus.

Vor allem zum Sonnenauf- und untergang leuchten die Hoodoos in den schönsten Rotfarben. Dann sollte man seinen Platz an dem jeweils namensgebenden Aussichtspunkt eingenommen haben.

Beste Reisezeit Bryce Canyon Nationalpark

Der Sommer ist perfekt für den Besuch, da es wegen der Höhe nicht zu heiß wird. Weniger los ist bei ähnlich guten Bedingungen im Mai und Oktober.

Schönste Wanderung im Bryce Canyon Nationalpark

Der Blick vom Rim ist spektakulär, aber um den Bryce Canyon so richtig zu erleben muss man hinunter in das Labyrinth aus Hoodoos. Und das macht man in der Kombination der beiden Wanderungen Queens Garden Trail und Navajo Loop. Der etwa 4,6 Kilometer lange Hike ist ein Highlight für sich und absolutes Must-Do im Bryce!

Wo übernachten?

In unmittelbarer Nähe des Parkeingangs gibt es mit dem Best Western Plus Bryce Canyon Grand Hotel* und dem altehrwürdigen Best Western Plus Ruby’s Inn* zwei tolle Hotels. Frühes Buchen ist hier dringendst empfohlen.

Arches Nationalpark

Der Arches Nationalpark in Utah ist einer dieser Orte, die schon nach wenigen Minuten zeigen, warum der Westen der USA so faszinierend ist. Die Landschaft wirkt hier fast surreal: rote Felsen, bizarre Formationen, weite Ebenen und dazwischen immer wieder die gewaltigen natürlichen Steinbögen, für die der Park weltberühmt ist.

Delicate Arch im Arches Nationalpark mit schneebedeckten La Sal Mountains im Hintergrund.
Delicate Arch

Der Delicate Arch ist das Wahrzeichen Utahs und für viele Besucher das große Highlight. Zu Recht, denn dieser freistehende Felsbogen inmitten eines riesigen natürlichen Amphitheaters ist nicht nur eines der bekanntesten Motive im Westen der USA, sondern live noch einmal deutlich eindrucksvoller als auf Fotos. Vor allem am Morgen und am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird und die roten Felsen noch intensiver leuchten, entfaltet dieser Ort seine ganz besondere Stimmung.

Delicate Arch im Arches Nationalpark im letzten Licht des Sonnenuntergangs

Gleichzeitig hat der Park aber noch viel mehr zu bieten. Auch Ziele wie der filigrane Landscape Arch, die Windows Section, das Labyrinth der Fiery Furnace oder der Balanced Rock zeigen, wie unterschiedlich und spektakulär die Landschaft hier ist. An einem einzigen Tag kann man so unglaublich viele starke Eindrücke sammeln.

Balanced Rock im Arches Nationalpark.
Balanced Rock
Landscape Arch im Arches Nationalpark.
Landscape Arch

Der Park lässt sich gut erkunden, bietet viele kurze Stopps und einige sehr schöne Wanderungen und ist gleichzeitig landschaftlich so markant, dass er lange in Erinnerung bleibt. Allerdings ist er zwischen März und Oktober auch sehr stark besucht, so dass ich empfehle sehr früh morgens in den Park aufzubrechen.

Beste Reisezeit Arches Nationalpark

Frühling und Herbst, da die Temperaturen dann deutlich angenehmer sind als im Hochsommer.

Schönste Wanderung im Arches Nationalpark

Die Wanderung zum Delicate Arch ist ein absolutes Must-Do im gesamten Südwesten. Insgesamt ist der Hike etwa 4,8 Kilometer lang und geht auf dem Hinweg stetig bergauf, was ihn vor allem bei großer Hitze herausfordernd macht.

Wo übernachten?

Die Kleinstadt Moab etwa 10 Fahrminuten südlich des Parkeingangs ist einer unserer Lieblingsorte in den USA und Mekka von Outdoor-Enthusiasten aus aller Welt. Hier gibt es eine Vielzahl toller Hotels*, Restaurants und Bars. Dazu eine ganz spezielle Atmosphäre, die wir sehr lieben. Unsere Hotelempfehlungen hier sind:

Auch Deine Unterkunft in Moab solltest Du möglichst früh buchen, da es vor allem an den Wochenenden und zu US-Feiertagen sehr schnell voll wird in der Stadt.

Death Valley Nationalpark

Als eines der trockensten und heißesten Gebiete der Erde lockt der Death Valley Nationalpark mit spektakulärer Natur und bietet außergewöhnliche Fotomotive: fast unbefahrene schnurgerade und bis zum Horizont reichende Highways, die farbenfrohe Artists Palette, das Badwater Basin – mit über 80 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der USA – oder die zerklüfteten Salzstrukturen des Devils Golf Course.

Unsere Schatten auf dem Badwater Basin im Death Valley
Badwater Basin
Der Devils Golf COurse im Death Valley Nationalpark mit Bergen im Hintergrund.
Devils Golf Course
Zabriskie Point Im Death Valley im Licht der Abendsonne.
Zabriskie Point

Der Zabriskie Point ist vor allem zum Sonnenuntergang der Hot-Spot des Parks. Bei klarer Sicht lohnt auch die Fahrt hinauf zum fast 1.700 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt Dantes View mit Panorama-Blick auf den zentralen Teil des Death Valley.

Beste Reisezeit Death Valley Nationalpark

Im März und April blühen mit etwas Glück Wildblumen im Park. Bis Mai sind die Temperaturen noch erträglich und dann erst wieder ab Oktober.

Schönste Wanderung im Death Valley Nationalpark

Keine Wanderung im eigentlichen Sinne, sondern mehr ein Spaziergang ist der Ausflug zu Fuß auf die dicke Salzkruste des Badwater Basin.

Wo übernachten?

Furnace Creek liegt zentral inmitten des Death Valley und bietet mit The Ranch at Death Valley* und The Inn at Death Valley* zwei einzigartige Unterkünfte. Kommst Du aus dem Yosemite bietet sich ansonsten das Best Western Frontier Motel* östlich des Parks an. Nach dem Tagesbesuch des Parks fährst Du dann direkt weiter nach Las Vegas.

Joshua Tree Nationalpark

Die karge Wüstenlandschaft, interessante Felsformationen und natürlich die namensgebende Joshua Palmlilie zeichnen den Joshua Tree Nationalpark in der Nähe von Palm Springs in Kalifornien aus. Mein Lieblingsort hier ist das Hidden Valley, durch das eine wunderschöne Wanderung führt.

Ich auf der Wanderung im Hidden Valley im Joshua Tree Nationalpark.
Hochkant stehender Stein und Baum daneben im Joshua Tree Nationalpark.

Aufgrund der Hitze bist Du hier im Sommer fast allein. Zwischen Oktober und Mai ist der Park wegen der Nähe zu den großen Ballungsräumen L.A. und San Diego oft sehr voll. Vor allem Felskletterer kommen dann in Scharen hierher.

Zwei Joshua Trees auf Grünfläche vor Bergen im Hintergrund.

Von Keys View hast du an klaren Tagen eine eindrucksvolle Aussicht auf das Coachella Valley, Palm Springs und den Salton See. Einzigartige Wüstenvegetation mit einer Vielzahl von Kakteen findest Du im Cholla Cactus Garden. Aber Vorsicht bei der kurzen Wanderung: die Jumping Cholla sprengt bei der kleinsten Berührung ganze Stachelbüsche ab, die sich nur sehr schmerzhaft wieder entfernen lassen.

Beste Reisezeit für den Joshua Tree Nationalpark

Durch die oft unerträgliche Hitze im Sommer hast Du im Frühling und Herbst klimatisch die besten Bedingungen. Vor allem an den Wochenenden ist es dann aber auch sehr voll.

Schönste Wanderung im Joshua Tree Nationalpark

Die kurze Wanderung durch das wunderschöne Hidden Valley im Nordwesten des Parks ist vor allem im weichen Licht des späten Nachmittags meine absolute Top-Empfehlung.

Wo übernachten?

Im Park selbst gibt es nur Campingplätze. Dafür gibt es im Großraum Palm Springs* eine riesige Auswahl an Hotels und Resorts. Verkehrsgünstig an der Interstate gelegen und top bewertet ist das Best Western Plus Coachella Valley Inn & Suites*

Crater Lake Nationalpark

Im Süden Oregons beheimatet der etwa 1.900 Meter hoch gelegene Crater Lake National Park eines der spektakulärsten Naturwunder der USA. Der Kratersee entstand vor etwa 7.700 Jahren durch die Eruption des Vulkans Mount Mazama und die Füllung der Caldera mit Regenwasser.

Die Wasserqualität des Crater Lake ist die Beste in ganz Nordamerika. Der See hat weder Zu- noch Abflüsse und besteht ausschließlich aus Regen- und Schneeschmelzwasser. Die Wassermenge tauscht sich etwa alle 250 Jahre aus. Im Crater Lake gibt es keine Algen und nur sehr wenige Fische.

Caro beim Wandern am Rim des Crater Lake mit seinem tiefblauen Wasser.

Der Anblick des fast unwirklich tiefblauen und bis zu 600 Meter tiefen Kratersees verschlägt Dir schlicht die Sprache. Um den See herum führt der historische 53 Kilometer lange Rim Drive. An diesem befinden sich insgesamt dreißig Aussichtspunkte. Die Fahrt mit dem Auto dauert etwa zwei Stunden. Außerdem gibt es zwei Dutzend toller Wanderungen verschiedener Länge.

Blick vom Garfield Peak auf den tiefblauen See und die grün bewaldete Wizard Island
Wizard Island und schneebedecktes Ufer des Crater Lake.

Im See befinden sich zwei Inseln: die mehr als zweihundert Meter hohe Wizard Island im Westen und die bizarr geformte kleine Phantom Ship Island im Süden. Seit mindestens 1896 treibt ein knapp neun Meter langer Baumstumpf senkrecht (!) im See – der Old Man of the Lake.

Beste Reisezeit Crater Lake Nationalpark

Aufgrund seiner Hochlage und extremen Schneefalls im Winter beschränkt sich die Reisezeit auf Mitte Juli bis Mitte Oktober.

Schönste Wanderung im Crater Lake Nationalpark

Der Hike hoch zum Garfield Peak ist insgesamt etwa 5,8 Kilometer lang und bietet die besten Ausblicke auf den See und Wizard Island.

Wo übernachten?

Die Unterkunftsmöglichkeiten in der Nähe des Parks sind spärlich und die Saison kurz, so dass Du frühzeitig buchen solltest. Im Park selbst gibt es nur die Crater Lake Lodge. Die nächstgrößere Stadt mit breitem Hotelangebot ist Klamath Falls* etwa siebzig Meilen südlich. Das Best Western Plus Olympic Inn* können wir hier sehr empfehlen. In gleicher Entfernung gibt es nördlich vom Park in der kleinen Ortschaft La Pine das Best Western Newberry Station*, wo wir uns ebenfalls sehr wohlgefühlt haben.

Mount Rainier Nationalpark

Es gibt für uns wenige schönere Orte auf der Welt als den Mount Rainier National Park in Washington kurz nach der Schneeschmelze. Das Tauwasser und die Sonnenstrahlen verwandeln die grünen Wiesen vor dem mit fast 4.400 Metern höchsten Berg der Kaskadenkette in ein in den schönsten Farben leuchtendes Blütenmeer. Dazu die Wasserfälle, die Bergseen und die unvergleichliche Tiervielfalt – das ist Natur pur!

Wir in unserem Jeep Grand Cherokee vor dem Eingangsschild des Mount Rainier Nationalpark.
Selfie von uns vor dem schneebedeckten Mount Rainier.

Mit seinen zahlreichen Gletschern, subalpinen Wiesen und Bergwäldern schafft er eine sehr typische Landschaft des pazifischen Nordwestens. Die Parkstraße führt im Süden und Osten einmal um den Berg herum. Über sie erreicht man die drei wichtigsten touristisch erschlossenen Bereiche Paradise, Sunrise und Longmire.

Comet Falls im Mount Rainier Nationalpark.
Wildblumen im Mount Rainier Nationalpark.

Paradise ist für die meisten Besucher der wichtigste Bereich des Parks. Die Region auf der Südseite ist bekannt für ihre subalpinen Wiesen, das Jackson Visitor Center auf 1.600 Metern Höhe, das historische Paradise Inn und die klassischen Blicke auf den Mount Rainier.

Unterhalb von Paradise liegt der Bereich Longmire. Er ist ganzjährig geöffnet und das historische Zentrum des Parks. Sunrise im Nordosten ist der höchste Punkt im Mount Rainier Nationalpark, der mit dem Auto erreichbar ist. Im Sommer ist dieser Bereich besonders für seine Wildblumen, die weiten Blicke auf den Berg und den Emmons Glacier sowie für sein dichtes Netz an Wanderwegen bekannt.

Reflection Lake im Mount Rainier Nationalpark.
Wildblumen vor der Kulisse des schneebedeckten Gipfels im Mount Rainier Nationalpark.

Gerade die Kombination aus diesen drei Bereichen macht den Park so interessant: Paradise steht für die bekanntesten Bergpanoramen und Wiesen, Sunrise für Höhe, Ausblicke und alpine Landschaft, Longmire für den historischen Zugang und die tieferen Waldzonen. Mindestens zwei Tage solltest Du für einen Besuch des Mount Rainier Nationalpark wegen seiner Größe und langer Wege auf jeden Fall einplanen.

Beste Reisezeit Mount Rainier Nationalpark

Mitte Juli bis Ende September. Die Wildblumen blühen in ihrer schönsten Pracht meist in der letzten Juli- und der ersten August-Woche.

Schönste Wanderung im Mount Rainier Nationalpark

Dem Gipfel des Mount Rainier am nächsten kommst du auf dem spektakulären Skyline Trail. Er führt vom Jackson Visitor Center in der Paradise Area knapp neun Kilometer und etwa fünf Stunden durch atemberaubende Landschaft. Die ersten drei Kilometer bis zum Panorama Point geht es dabei steil hinauf.

Wo übernachten?

Die Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzt und eine frühe Vorausbuchung deshalb ein Muss. Die beiden kleinen Ortschaften Packwood* und Ashford* südlich des Parks bieten die beste Auswahl an Unterkünften.

Capitol Reef Nationalpark

Der Capitol Reef Nationalpark in Utah ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde und wird viel zu oft links liegengelassen. Die Wege innerhalb des Parks rund um die pittoreske Oase Fruita am Fremont River sind kurz und tolle Hikes gibt es in allen Schwierigkeitsstufen. Auf vielen Trails hast Du die einzigartige Landschaft ganz für Dich allein.

Blick auf markanten Felsmonolith mit schwarzen Steinen im Vordergrund auf dem Rim Overlook Trail im Capitol Reef National Park.
Rim Overlook Trail
Caro im Capitol Reef Nationalpark auf einer Klippe und roten Sandsteinfelsen vor ihr in der Ferne.
Ich inmitten der Weite der Felslendschaft des Capitol Reef Nationalpark.

Das spektakuläre Cathedral Valley im Norden des Parks erlebst Du nur mit einem geländegängigen Fahrzeug. Die beiden riesigen Monolithen Temple of the Sun und Temple of the Moon sind für mich absolute Highlights des Südwestens.

Wir und unser Auto im Cathedral Valley des Capitol Reef Nationalpark vor dem Temple of the Sun.
Reisegruppe vor dem Temple of the Sun im Cathedral Valley

Der unbefestigte Burr Trail führt dich in den Südteil des Parks. Hier erlebst Du die Waterpocket Fold, eine markante Faltung von Gesteinsschichten, in ihrer ganzen Pracht. Der Blick hierauf vom Strike Valley Overlook ist atemberaubend.

Übrigens: der Highway 12 zwischen Torrey und Escalante gehört zu den spektakulärsten Straßen der gesamten USA und ist Pflichtprogramm auf dem Weg zwischen Capitol Reef und Bryce Canyon.

Beste Reisezeit Capitol Reef Nationalpark

Der Park ist ganzjährig gut zu besuchen, die besten klimatischen Bedingungen hast Du aber im Frühling und Herbst. Im Sommer kann es heiß werden. Dafür sind die Tage aber hier am längsten.

Schönste Wanderung im Capitol Reef Nationalpark

Die etwa sieben Kilometer lange Wanderung zum Rim Overlook ist anstrengend aber absolut lohnenswert. Unterwegs bieten sich tolle Fotomotive und am Endpunkt ein Panoramablick auf die grüne Oase um Fruita und die Waterpocket Fold.

Wo übernachten?

Der kleine Ort Torrey* liegt nur ein paar Meilen vom westlichen Parkeingang und Fruita entfernt und bietet einige tolle Hotels. Das Capitol Reef Resort*, das Skyridge Inn* und das außergewöhnliche Skyview Hotel* sind hier besonders zu empfehlen.

Olympic Nationalpark

Der Olympic Nationalpark in Washington gehört zu den vielseitigsten Nationalparks im Westen der USA, weil er gleich mehrere sehr unterschiedliche Landschaftsräume miteinander verbindet. Innerhalb des Parks treffen Pazifikküste, gemäßigter Regenwald und alpine Bergwelt aufeinander. Er liegt auf einer Halbinsel im nordwestlichsten Zipfel der USA und beherbergt einige Tier- und Pflanzenarten, die nur hier vorkommen.

Unweit des kleinen Dorfes Forks sind die Strände an der Westküste ein absolutes Highlight. Besonders bekannt ist der Rialto Beach sowie die benachbarten Küstenabschnitte First Beach/La Push, Second Beach und Third Beach. Hier gilt es, ein wenig auf die Zeiten von Ebbe und Flut zu achten, da sich die Strände bei Ebbe deutlich besser erkunden lassen.

Strand an der Westküste des Olympic Nationalpark bei La Push.
Strand an der Westküste des Olympic Nationalpark bei La Push.

Oft sind sie in dichten Nebel gehüllt, was der Szenerie eine ganz besonders mystische Atmosphäre verleiht. Nicht umsonst spielte die Vampir-Saga „Twilight“ in Forks und Umgebung. Zum Baden ist das Meer übrigens auch im Sommer zu kalt.

Sandstrand mit Baumstämmen im Olympic Nationalpark.
Drei Menschen an Sandstrand mit Nebel im Olympic Nationalpark

Ebenfalls auf der Westseite des Parks liegt der Hoh Rain Forest, einer der bekanntesten gemäßigten Regenwälder in den USA. Er befindet sich weniger als eine Autostunde von Forks entfernt und zählt zu den beliebtesten Bereichen des Parks. Besonders gut geeignet für einen ersten Eindruck sind der kurze Hall of Mosses Trail und der Spruce Nature Trail. Wer mehr Zeit hat kann von hier auch weiter auf dem Hoh River Trail tief in den Regenwald hineinwandern.

Dicker Baumstamm am Strand und Wald dahinter im Olympic Nationalpark.
Tiefgrüner Regenwald im Olympic Nationalpark.

Einen ganz anderen Landschaftstyp zeigt Hurricane Ridge im Norden des Parks. Von der kleinen Hafenstadt Port Angeles aus führt eine etwa 30 Kilometer lange Stichstraße zur subalpinen Hurricane Ridge auf knapp 1.600 Metern Höhe. Bei klarem Wetter bieten sich von hier weite Ausblicke auf die Olympic Mountains und mit etwas Glück reicht das Auge bis Vancouver Island.

Schneebedeckte Gipfel und grüne  Wälder auf der Hurricane Ridge im Olympic Nationalpark.
Schneebedeckte Gipfel und grüne  Wälder auf der Hurricane Ridge im Olympic Nationalpark.
Schiffe im Hafen von Port Angeles bei Sonnenuntergang.
Port Angeles

Um alle drei Regionen zu erleben brauchst die mindestens zwei bis drei Tage. Die Entfernungen sind groß. Der Park ist ein Paradies für Wanderer. Die bekanntesten Highlights kannst Du aber auch ohne langes Laufen sehr gut entdecken.

Beste Reisezeit Olympic Nationalpark

Zwischen Juli und Anfang Oktober sind die Bedingungen in der Regel am stabilsten und es lassen sich Küste, Regenwald und Hurricane Ridge gut kombinieren. Wetter und Sicht können im Olympic Nationalpark aber ganzjährig stark variieren, denn die Olympische Halbinsel ist einer der regenreichsten Orte der USA.

Schönste Wanderung im Olympic Nationalpark

Der Hoh River Trail führt einen Großteil entlang des wunderschönen gleichnamigen und von Gletschern gespeisten Flusses tief hinein in den Regenwald. Der komplette Trail ist one-way fast dreißig Kilometer lang und erfordert zwei bis vier Tage mit Camping. Du kannst aber natürlich auch soweit laufen, wie Du möchtest und jederzeit umdrehen.

Wo übernachten?

Ich empfehle für die Erkundung des kompletten Parks ein bis zwei Nächte in Forks* und eine Nacht in Port Angeles*. Die Auswahl an Unterkünften ist begrenzt und das frühe Buchen vor allem für einen Besuch im Hochsommer sehr empfohlen.

Saguaro Nationalpark

Der Saguaro Nationalpark bei Tucson in Arizona ist in zwei getrennte Gebiete aufgeteilt: den Rincon Mountain District (East) östlich und den Tucson Mountain District (West) westlich von Tucson. Beide schützen die typische Landschaft der Sonora-Wüste mit den namensgebenden riesigen Saguaro-Kakteen, unterscheiden sich aber in Charakter und Erkundung.

Saguaro-Kakteen vor hügeliger Wüstenlandschaft im Saguaro Nationalpark West

Der westliche Parkteil, also der Tucson Mountain District, eignet sich besonders gut für einen ersten Besuch. Hier konzentrieren sich viele große Saguaros auf vergleichsweise gut zugänglichem Gebiet. Highlight ist der sechs Meilen lange Bajada Loop Drive, eine unbefestigte gut gepflegte Panoramastraße mit vielen tollen Aussichtspunkten.

Caro vor einem riesigen Saguaro im Saguaro Nationalpark West.
Nahaufnahme der Frucht eines Saguaro nach der Blüte im Saguaro Nationalpark.

Der östliche Parkteil, der Rincon Mountain District, ist deutlich größer und ein wenig abwechslungsreicher. Hier führt der acht Meilen lange Cactus Forest Loop Drive als asphaltierte Panoramastraße durch die Kaktuslandschaft am Fuße der Rincon Mountains. Dieser Bereich eignet sich besonders gut, wenn du neben den Saguaros mehr Weite und den Übergang von Wüstenlandschaft zu den höheren Lagen der Berge erleben möchtest.

Unser Tipp: Kehre zum Mittag- oder Abendessen in das tolle klassische Diner Saguaro Corners wenige hundert Meter vor Beginn des Cactus Forest Loop Drive ein.

Größenvergleich mit Caro vor einem riesigen Saguaro im Saguaro Nationalpark East.
Größenvergleich
Schild des Restaurant Saguaro Corner vor dem Eingang zum Saguaro Nationalpark East.
Restaurant Saguaro Corners

Wenn du nur wenig Zeit hast, ist der westliche Teil oft die praktischere Wahl. Für einen umfassenden Eindruck des Parks lohnt es sich aber, beide Distrikte einzuplanen.

Beste Reisezeit Saguaro Nationalpark

Zwischen September und Mai sind die Temperaturen am angenehmsten. Der Frühling ist die allerbeste Reisezeit, da hier dann die Saguaros und die Wildblumen blühen.

Schönste Wanderung im Saguaro Nationalpark

Der Saguaro Nationalpark lässt sich von den beiden Scenic Drives aus sehr gut erkunden. Als kurze leichte Wanderung empfehle ich den Freeman Homestead Trail im Ostteil des Parks. Er führt auf insgesamt anderthalb Kilometern zu den Überresten einen alten Siedlung umgeben von riesigen Kakteen.

Wo übernachten?

Die Großstadt Tucson* ist für sich allein eine Reise wert und bietet ein riesiges Hotel-Angebot. Von hier aus erreichst Du beide Parkteile sehr gut und findest zudem noch viele weitere Highlights in der Umgebung wie das Pima Air & Space Museum und das Titan Missile Museum. Besonders empfehlenswert sind das The Eddy Hotel Tucson, Tapestry Collection By Hilton, das Graduate by Hilton und das The Kennedy Tucson, SureStay Collection by Best Western.

Glacier Nationalpark

Im Glacier Nationalpark in Montana erwarten dich schroffe Berggipfel, tiefblaue Seen und dichte Wälder. Genau diese Mischung macht den Park so besonders. Die Landschaft wirkt wild, ursprünglich und gleichzeitig unglaublich klar und majestätisch. Für mich ist das ein Park, der sofort Fernweh auslöst und bei dem man an vielen Stellen einfach nur staunend stehen bleibt.

Smaragdgrünes Wasser vor Bergkulisse im Glacier Nationalpark in Monatana

Besonders bekannt ist der Glacier Nationalpark für die legendäre Going-to-the-Sun Road, die schon für sich allein ein Highlight ist. Diese spektakuläre Panoramastraße führt mitten durch den Park und verbindet einige der schönsten Aussichtspunkte, Seen und Wandergebiete miteinander.

Schneebedeckter Berggipfel und smaragdgrünes Wasser davor an der Going-to-the-Sun Road im Glacier Nationalpark.
Kulisse entlang der Going-to-the-Sun Road

Die wunderschönen großen Seen Lake McDonald und St. Mary Lake sind weitere Top-Sehenswürdigkeiten und zeigen sehr gut, warum der Glacier Nationalpark für uns zu den schönsten Nationalparks im Westen der USA zählt.

St. Mary Lake im Glacier Nationalpark.
St. Mary Lake
Lake McDonald im Glacier Nationalpark-
Lake McDonald

Besonders schön finde ich hier die Mischung aus großartigen Aussichtspunkten und echter Bergwildnis. Der Glacier Nationalpark lebt von seinem Panorama, von den Farben des Wassers, vom Licht in den Bergen und von dem Gefühl, mitten in einer gewaltigen Naturkulisse unterwegs zu sein. Dazu kommen sehr gute Möglichkeiten zum Wandern und mit etwas Glück auch spannende Tierbeobachtungen.

Beste Reisezeit Glacier Nationalpark

Juli bis September, da nur dann die Going-to-the-Sun Road schneefrei und komplett geöffnet ist.

Schönste Wanderungen im Glacier Nationalpark

Es gibt so viele tolle Wanderungen im Park, dass man locker eine ganze Woche hier verbringen könnte. Der Grinnell Glacier Trail und vor allem der Highline Trail sind sehr anspruchsvolle Tageswanderungen. Der Iceberg Lake Trail ist knapp 18 Kilometer lang und führt zu einem türkisblauen Bergsee, auf dem bis weit in den Sommer hinein Eisberge schwimmen.

Wo übernachten?

Da die Saison im Glacier Nationalpark kurz ist und zentrale Unterkünfte sehr rar, sind die Preise recht hoch. Innerhalb der Parkgrenzen gibt es drei historische Lodges, die zentral von Xanterra vermarktet werden und sehr schnell ausgebucht sind. Der nächstgrößere Ort mit vernünftiger Auswahl an Unterkünften ist Whitefish*, etwa 40 Autominuten südwestlich des Lake McDonald. Hier sind das Hampton Inn & Suites* und das Best Western Rocky Mountain Lodge* empfehlenswert.

Canyonlands Nationalpark

Der Canyonlands Nationalpark gliedert sich wegen seiner schieren Größe in drei Teile: Island in the Sky, Needles District und The Maze. Alle drei Gebiete haben ihren ganz eigenen Charakter und ihre eigenen Besonderheiten: von leicht zugänglich mit spektakulären Aussichtspunkten über abgelegener und ruhig bis total abgelegen und absolut abenteuerlich.

Der bekannteste und meistbesuchte Teil von Canyonlands ist Island in the Sky. Dieses Gebiet liegt auf einer mächtigen Hochebene über den Canyons des Colorado River und des Green River. Von vielen Aussichtspunkten blickst du weit über ein Labyrinth aus Schluchten, Felsplateaus und Tafelbergen, das sich bis zum Horizont zu erstrecken scheint. Der Blick am Grand View Point gehört für mich zu den schönsten im gesamten Südwesten der USA. Überall ziehen sich Schluchten und Felsterrassen durch die Landschaft, und mit jedem Blick entdeckt man neue Details.

Blick vom Grand View Point im Canyonlands Nationalpark - Island in the Sky
Grand View Point

Der Mesa Arch ist ein weiteres echtes Highlight und vor allem bei Fotografen auf der ganzen Welt bekannt. Denn zum Sonnenaufgang erleuchtet die Unterseite des mächtigen Steinbogens für einen kurzen Moment und sorgt zusammen mit der Canyon-Landschaft dahinter für ein sensationelles Fotomotiv.

Sonnenaufgang am Mesa Arch im Canyonlands Nationalpark.
Mesa Arch beim Sonnenaufgang

Island in the Sky ist perfekt, wenn du Canyonlands auch mit wenig Zeit erleben möchtest, denn viele der spektakulärsten Ausblicke und Highlights sind sehr gut erreichbar. Trotzdem fühlt es sich hier alles andere als touristisch an.

Ganz anders und mindestens genauso spannend ist der Needles District. Während Island in the Sky vor allem durch große Aussichtspunkte und gewaltige Fernblicke beeindruckt, fühlt sich dieser Teil des Parks viel näher, intensiver und persönlicher an. Der Name Needles kommt übrigens von den auffälligen bunten Felsnadeln in Rot-, Orange- und Beigetönen, die hier aus der Landschaft ragen.

Ich auf der Wanderung im Chesler Park im Canyonlands Nationalpark Needles District.
Ich auf der Wanderung im Chesler Park

Gerade zum Wandern ist der Needles District für mich einer der schönsten Bereiche im gesamten Westen der USA. Der knapp zwanzig Kilometer lange Hike durch den Chesler Park ist ein unvergeßliches Abenteuer und auch die fast ebenso lange Wanderung zum riesigen und einzigartigen Druid Arch empfehle ich sehr. Ein weiteres Highlight ist der wunderschöne Lavender Canyon.

Druid Arch im Needles District des Canyonlands Nationalpark.
Druid Arch

Die knapp neunzig Autominuten lange Anfahrt von Moab sorgt dafür, dass der Needles District deutlich weniger Besucher zählt und Du so die phantastische Sandstein-Landschaft mit seinen namensgebenden Felsnadeln meist fast für Dich alleine hast.

Der dritte Distrikt, The Maze, ist noch einmal eine ganz andere Welt. Dieser Teil des Canyonlands Nationalparks gilt als einer der abgelegensten und am schwierigsten zugänglichen Bereiche der gesamten kontinentalen USA. The Maze ist nur mit sehr guter Planung, ausreichend Zeit und mit Geländefahrzeug erreichbar. Genau deshalb ist dieser Distrikt für viele Besucher eher ein Mythos als ein klassischer Besichtigungspunkt. Trotzdem gehört er unbedingt zur Identität des Parks dazu, denn er zeigt, wie rau, ursprünglich und unzugänglich Canyonlands in weiten Teilen ist.

Beste Reisezeit Canyonlands Nationalpark

Frühling und Herbst, da die Temperaturen dann deutlich angenehmer sind als im Hochsommer mit oft über 40°C.

Schönste Wanderung im Canyonlands Nationalpark

Im Island in the Sky District ist der Grand View Point Trail eine tolle kurze und flache Wanderung mit spektakulären Ausblicken. Im Needles District ist der Chesler Park Loop meine Top-Empfehlung für ambitionierte Hiker.

Wo übernachten?

Von Moab* aus sind es etwa 40 Autominuten bis zum Island in the Sky-Visitor Center. Zu unseren speziellen Hotelempfehlungen in der Stadt siehe bitte die Info-Box zum Arches Nationalpark weiter oben.

Für die Entdeckung des Needles District übernachtest Du am besten in der kleinen Ortschaft Monticello*. Die Anfahrt ist von hier wesentlich kürzer und die Preise zudem günstiger. Das Inn at the Canyons* hat uns sehr gut gefallen.

Rocky Mountain Nationalpark

Der Rocky Mountain Nationalpark in Colorado steht vor allem für hohe Pässe, alpine Seen, ausgedehnte Wälder und eine für die Rocky Mountains typische Hochgebirgslandschaft. Der Park umfasst sehr unterschiedliche Höhenlagen und reicht von bewaldeten Tälern bis hinauf in die alpine Tundra. Dadurch ist er landschaftlich ausgesprochen abwechslungsreich und eignet sich sowohl für kurze Aussichtsstops als auch für längere Wanderungen.

Caro und ich vor dem Eingangsschild des Rocky Mountain Nationalpark.
Schneebedeckte Gipfel und dichter Wald im Rocky Mountain Nationalpark.

Ein zentrales Highlight ist die Trail Ridge Road, die Estes Park auf der Ostseite mit Grand Lake auf der Westseite verbindet. Sie gilt als höchste durchgehend asphaltierte Fernstraße der USA und führt bis auf mehr als 3.700 Meter Höhe. Die Fahrt ist ein spektakuläres Erlebnis und ermöglicht weite Ausblicke über die schneebedeckten Gipfel, die Baumgrenze und die offene Hochgebirgslandschaft.

Auto auf der Trail Ridge Road zwischen Schneefeldern.
Ausblick von der Trail Ridge Road im Rocky Mountain Nationalpark auf schneebedeckte Gipfel.

Der meistbesuchte Teil des Parks ist der Bear Lake Road Corridor auf der Ostseite. Hier findest Du einige der bekanntesten Seen, Aussichtspunkte und Wanderungen im Rocky Mountain Nationalpark. Ziele wie Bear Lake, Nymph Lake, Dream Lake oder Emerald Lake lassen sich perfekt miteinander kombinieren. Wer den Park zum ersten Mal besucht, bekommt hier einen sehr guten Eindruck von seiner typischen Landschaft.

Spiegelung eines Berges im Nymph Lake im Rocky Mountain Nationalpark.
Nymph Lake
Bear Lake im Rocky Mountain Nationalpark mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund.
Bear Lake
Kristallklarer Sprague Lake im Rocky Mountain Nationalpark.
Sprague Lake

Achtung: Um die Besuchermassen in der Hauptsaison zu steuern hat der National Park Service (NPS) eine Reservierungspflicht für den Rocky Mountain Nationalpark eingeführt. Vom 22. Mai bis zum 18. Oktober 2026 benötigst Du eine Reservierung für ein zweistündiges Zeitfenster für die Parkeinfahrt am Tag Deines Besuchs. Alle Infos dazu findest Du auf der offiziellen Seite: Timed Entry + Bear Lake Road Reservations.

Beste Reisezeit Rocky Mountain Nationalpark

Juli bis September, wenn die Trail Ridge Road in der Regel schneefrei ist und sich die höheren Lagen am besten erkunden lassen.

Schönste Wanderung im Rocky Mountain Nationalpark

Der Emerald Lake Trail im Bear Lake Road Corridor ist fünf Kilometer lang und verbindet mehrere Seen wie den Dream Lake, den Bear Lake und den Emerald Lake miteinander. Die Ausblicke auf die umliegenden Berge sind traumhaft!

Wo übernachten?

Der kleine Ort Estes Park* an der Ostseite bietet diverse Unterkunftsmöglichkeiten und liegt perfekt für die größten Highlights im Park. Im Sommer und an Wochenenden solltest Du wegen der großen Nachfrage frühzeitig buchen.

Big Bend Nationalpark

Durch seine Abgeschiedenheit zählt der Big Bend Nationalpark in Texas zu den weniger besuchten Parks der USA. Die nächst gelegene Großstadt ist San Antonio und sieben Autostunden entfernt. Wenn Du die lange Anfahrt auf Dich nimmst wirst Du mit einer unheimlich vielfältigen Wüsten- und Gebirgslandschaft belohnt, deren Eindrücke sich für immer in Deine Erinnerungen brennen.

Caro und ich vor dem Eingangsschild des Big Bend Nationalpark
Altes Haus mit Palme daneben im Big Bend Nationalpark

Die namensgebende Schleife des Rio Grande durchzieht den gesamten Park und das Staatsgebiet Mexikos ist so oft nur einen Steinwurf entfernt. Der Santa Elena Canyon und der Boquillas Canyon direkt am Fluss zählen zu den Highlights des Parks. Die Atmosphäre hier ist unvergleichlich und schwer zu beschreiben.

Rio Grande im Santa Elena Canyon
Rio Grande im Santa Elena Canyon
Ich im Boquillas Canyon im Big Bend Nationalpark, einem der schönsten Nationalparks im Westen der USA.
Boquillas Canyon

Hoch oben in den Chisos Mountains kommst Du als Wanderfreund auf dem Window Trail oder dem Lost Mine Trail voll auf Deine Kosten. Puma- und Bärensichtungen sind hier nicht ungewöhnlich. Ich empfehle mindestens vier volle Tage für die Erkundung des Parks zu planen. Denn mit einer Fläche von über 3.200 Quadratkilometern ist der Big Bend einer der größten Nationalparks der USA.

Beste Reisezeit Big Bend Nationalpark

Von Oktober bis April hast Du die besten Bedingungen im Park. Die Temperaturen sind auch im Winter angenehm.

Schönste Wanderung im Big Bend Nationalpark

Sich auf eine Wanderung festzulegen ist im Big Bend fast unmöglich. Zu groß sind die Möglichkeiten, zu unterschiedlich die Landschaften, zu schön die Eindrücke. Must-Dos sind auf jeden Fall die kurzen Wanderungen am Rio Grande in den Boquillas Canyon und den Santa Elena Canyon. Aber auch die Wüsten- und Bergregion haben viele tolle Trails, wie den Dog Canyon oder den Window Trail.

Wo übernachten?

Die Chisos Mountain Lodge oben in den gleichnamigen Bergen ist die einzige Unterkunft direkt im Park und meist Monate im Voraus ausgebucht. In Terlingua kurz vor dem Westeingang des Parks gibt es die Terlingua Ranch Lodge* und das Far Flung Outdoor Center, wo wir in einer der Casitas einen wundervollen Aufenthalt hatten. Auch das exklusivere Lajitas Golf Resort* ist eine Option. Da die Unterkunftsmöglichkeiten äußerst knapp sind ist auf jeden Fall sehr frühes Buchen angesagt.

Grand Teton Nationalpark

Der Grand Teton Nationalpark in Wyoming gehört für mich zu den eindrucksvollsten Berglandschaften im Westen der USA. Die gezackten Gipfel der Teton Range ragen fast wie aus dem Nichts in den Himmel und sorgen so für eine absolut einzigartige Kulisse.

Eingangsschild des Grand Teton Nationalpark vor schneebedeckter Teton Range.
Alte Holzcabin an der Mormon Row vor Kulisse der schneebedeckten Berge im Grand Teton Nationalpark.

Besonders bekannt ist der Park für seine ikonischen Fotomotive rund um den Snake River, den Jenny Lake und die Mormon Row mit ihren historischen Holzhäusern vor der Bergkette. Anders als der benachbarte Yellowstone Nationalpark lebt der Grand-Teton-Nationalpark weniger von spektakulären Einzelphänomenen, sondern von seiner landschaftlichen Eleganz.

Jenny Lake im Grand Teton Nationalpark.
Jenny Lake

Dazu kommt, dass man hier immer wieder gute Chancen auf Tierbeobachtungen hat. Elche, Bisons, Bären oder Wapitis gehören im Grand Teton fast schon zum typischen Erlebnis dazu. Wir haben hier z.B. den ersten Grizzly unseres Lebens in freier Wildbahn gesehen.

Grizzly im Grand Teton Nationalpark.
Grizzly
Bisonherde im Grand Teton Nationalpark.
Bisonherde

Der höchste Gipfel der Bergkette ist übrigens mit 4.200 Metern der Grand Teton. In den kristallklaren Seen wie Jenny Lake oder Jackson Lake spiegeln sich bei ruhigem Wetter wunderschön die gezackten Gipfel.

Beste Reisezeit Grand Teton Nationalpark

Die meisten Aktivitäten sind von Juni bis September möglich. Im Juli und August ist gesichert alles schneefrei, aber der Park auch recht voll.

Schönste Wanderung im Grand Teton Nationalpark

Der Jenny Lake Loop ist eine wunderschöne Wanderung rund um den gleichnamigen See und insgesamt etwas mehr als elf Kilometer lang. Mit dem mehrmals stündlich verkehrenden kostenpflichtigen Boot-Shuttle lässt sich der Hike aber auch abkürzen, wenn man nicht ganz so viel Zeit hat.

Wo übernachten?

Mit der Jackson Lake Lodge* und der Jenny Lake Lodge* gibt es zwei zentral gelegene Hotels im Park, die allerdings auch recht kostspielig und sehr schnell ausgebucht sind. Die beste Option ist daher die Kleinstadt Jackson* dreißig Fahrminuten südlich. Hier gibt es vom einfachen Motel bis zum Luxus-Resort eine große Auswahl an Unterkünften, die allerdings preislich auch über dem Durchschnitt liegen.

White Sands Nationalpark

Der White Sands National Park in New Mexico bringt eine Landschaft in diese Liste, die komplett aus dem Rahmen fällt. Statt Bergketten, Wäldern oder roten Felswänden erwartet dich hier ein fast surreal wirkendes Meer aus weißen Dünen. Der Park liegt im Tularosa Basin und schützt den größten Gipsdünenkomplex der Welt.

Caro und Malte vor dem Eingangsschild des White Sands Naionalpark.
Dieses Bild zeigt die Dünenlandschaft des White Sands National Park in New Mexico

Der Dunes Drive bringt Dich auf einer zwölf Kilometer langen Stichstraße direkt in das Dünengebiet. Von dort aus lassen sich kurze Spaziergänge, Aussichtspunkte und längere Wanderungen gut miteinander verbinden. Zu den bekanntesten Trails gehören der Interdune Boardwalk für einen schnellen Überblick und der Alkali Flat Trail, der deutlich tiefer in die Dünenlandschaft hineinführt. Typisch für White Sands ist außerdem, dass man hier auf den Dünen rodeln darf, was den Park auch für Familien besonders interessant macht. Das entsprechende Equipment kann man im Visitor Center ausleihen.

Dieses Bild zeigt die Dünenlandschaft des White Sands National Park in New Mexico

White Sands eignet sich gut als Zwischenstopp auf einem Roadtrip durch New Mexico oder den Südwesten der USA. Durch die offene Landschaft und die wechselnden Lichtverhältnisse wirkt die schneeweiße Dünenlandschaft je nach Tageszeit sehr unterschiedlich.

Malte in der Dünenlandschaft des White Sands Nationalpark in New Mexico
Sonnenuntergang über der Picnic Area des White Sands Nationalpark.

Vor allem morgens oder gegen Abend ist die Atmosphäre fast magisch. Achtung: Hin und wieder wird der Park für wenige Stunden gesperrt, wenn auf der benachbarten White Sands Missile Range Raketentests durchgeführt werden.

Beste Reisezeit White Sands Nationalpark

Im Frühling und Herbst sind die klimatischen Bedingungen am besten, denn auch hier wird es im Sommer sehr heiß.

Schönste Wanderung im White Sands Nationalpark

Der Alkali Flat Trail führt Dich auf einem acht Kilometer langen Rundweg tief durch und über die schneeweiße Dünenlandschaft. Das Laufen im Sand und auf bis zu zwanzig Meter hohe Dünen kann bei Hitze recht anstrengend sein. Eine Sonnenbrille gehört neben viel Wasser zur Pflichtausstattung. Um sich nicht zu verlaufen dienen regelmäßig aufgestellte Holzpfähle zur Orientierung.

Wo übernachten?

Etwa 25 Kilometer nordwestlich des Parks liegt mit Alamogordo* eine typische amerikanische Kleinstadt mit vielen Hotels und Restaurants. Sehr schön sind hier das Hampton Inn* und das Holiday Inn Express & Suites*.

North Cascades Nationalpark

Der North Cascades Nationalpark im äußersten Norden Washingtons ist weitestgehend unberührt und wild. Etwa dreihundert Gletscher befinden sich in diesem Hochgebirge der Kaskadenkette – so viele wie nirgendwo sonst in den USA außerhalb Alaskas. Das Tal des Skagit River teilt den Park in einen nördlichen und einen südlichen Abschnitt.

Caro und ich vor dem Eingangsschild des North Cascades Nationalpark.
Typische Touristen im Park
Türkisfarbener Ross Lake vor Bergpanorama im North Cascades Nationalpark.
Ross Lake

Am Fluss entlang führt der North Cascades Highway 20 vorbei an den türkisfarbenen Seen Diablo Lake und Ross Lake. Der Abschnitt um den Rainy Pass herum ist in der Regel von November bis April geschlossen, da er durch Lawinen unter meterhohem Schnee begraben ist.

Schneebedeckte Berge am Cascades Pass Trail im North Cascades Nationalpark.
Cascades Pass Trail im North Cascades Nationalpark.

Durch den strengen Schutz des Gebietes als Wilderness Area gibt es nur sehr wenige touristische Einrichtungen innerhalb des Parks. Obwohl keine Eintrittsgebühren erhoben werden, ist der North Cascades Nationalpark der am wenigsten besuchte Park der USA. Gleichzeitig ist er auch der gefährlichste Park der Vereinigten Staaten mit der höchsten Rate an Todesfällen pro einhunderttausend Besucher.

Kleiner zugefrorener Bergsee unterhalb des Cascades Pass im North Cascades Nationalpark.
Cascades Pass Trail entlang schneebedeckter Gipfel im North Cascades Nationalpark.
Ich auf dem Cascades Pass Trail vor der Kulisse schneebedeckter Gipfel.
Ich auf dem Cascade Pass Trail

Das sollte einen von einem Besuch aber nicht abhalten. Der Park bietet fast 600 Kilometer Wanderwege in allen Längen und Schwierigkeitsgraden. Dazu kommen dutzende Spots für Bergsteiger. Das große Highlight für uns ist der Cascade Pass Trail. Diese Halbtages-Wanderung führt Dich auf relativ schnellem Wege in die alpine Zone des Parks und bietet am Cascade Pass einen wirklich fantastischen Ausblick auf die kleinen Bergseen, Gipfel und Gletscher der Kaskaden.

Ausblick vom Cascade Pass auf das Bergpanorama der Kaskaden im North Cascades Nationalpark
Ausblick vom Cascade Pass

Für uns gehört diese Wanderung zu den schönsten Nationalpark-Trails überhaupt. Mit noch mehr Zeit (und Kondition) geht es vom Cascade Pass übrigens noch weiter bis zum Sahale Glacier.

Beste Reisezeit North Cascades Nationalpark

Zwischen Juli und September lässt sich der Park auch in den höheren Lagen uneingeschränkt erkunden.

Schönste Wanderung im North Cascades Nationalpark

Der Cascade Pass Trail ist für uns alleine die Reise wert. Etwas mehr als 500 Meter Höhenunterschied sind auf sechs Kilometern vom Trailhead bis zum Cascade Pass zu bewältigen. Die Wanderung führt gleichmäßig bergauf, erst durch einen dichten Wald mit hohen Hemlock-Tannen, dann durch offeneres Gelände. Der Ausblick auf das Bergpanorama mit den schroffen Gipfeln und den knackenden Gletschern am Ziel ist schlicht überwältigend.

Wo übernachten?

Das North Cascades Inn* in dem winzigen Ort Marblemount ist die beste Option für die Wanderung zum Cascade Pass. Bis zum Trailhead sind es von hier nur knapp 50 Fahrminuten. Alternative ist das Mt. Baker Hotel* zwanzig Minuten weiter östlich.

Fazit: Die schönsten Nationalparks im Westen der USA

Die Nationalparks im Westen der USA gehören für mich zu den größten Highlights, die man auf einer Reise durch Nordamerika erleben kann. Kaum eine andere Region bietet auf so engem Raum eine solche landschaftliche Vielfalt – von tiefen Canyons, roten Felsformationen und endlosen Wüsten bis zu schroffen Bergwelten, Regenwäldern und spektakulären Küsten. Genau das macht einen Roadtrip durch den Westen der USA so besonders: Jeder Nationalpark hat seinen eigenen Charakter und setzt ganz andere Schwerpunkte.

Neben den berühmten Klassikern wie Yosemite, Yellowstone, Zion oder Grand Canyon lohnen sich auch Parks, die etwas weniger im Rampenlicht stehen und oft gerade dadurch besonders spannend sind. Welche Nationalparks am besten zu deiner Reise passen, hängt am Ende vor allem von deiner Route, der Jahreszeit und deinen persönlichen Interessen ab. Wenn du dich auf diese Vielfalt einlässt, erwarten dich im Westen der USA einige der eindrucksvollsten Landschaften, die Nordamerika zu bieten hat.

Häufige Fragen zu Nationalparks im Westen der USA

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Nationalparks im Westen der USA – von der besten Reisezeit bis zur Planung eines Roadtrips.

Welche Nationalparks liegen im Westen der USA?

Zu den bekanntesten Nationalparks im Westen der USA gehören der Yosemite National Park in Kalifornien, der Grand Canyon National Park in Arizona, der Zion National Park in Utah und der Yellowstone National Park in Wyoming. Darüber hinaus gibt es viele weitere beeindruckende Parks wie Bryce Canyon, Arches oder Olympic, die sich ideal für einen Roadtrip durch den Westen der USA kombinieren lassen.

Wann ist die beste Reisezeit für die Nationalparks im Westen der USA?

Die beste Reisezeit für viele Nationalparks im Westen der USA liegt zwischen Mai und Oktober. In dieser Zeit sind die meisten Straßen und Wanderwege geöffnet und die Wetterbedingungen sind meist stabil. Wüstenparks wie Death Valley oder Joshua Tree sind jedoch im Frühling und Herbst angenehmer zu besuchen, da die Temperaturen im Sommer meist extrem hoch sind.

Wie viele Nationalparks gibt es im Westen der USA?

In den USA gibt es insgesamt 63 Nationalparks, wovon sich mehr als die Hälfte im westlichen Teil des Kontinents befindet (ohne Alaska und Hawaii).

Welche Nationalparks im Westen eignen sich besonders für einen Roadtrip?

Besonders beliebt für einen Roadtrip ist eine Route durch den Südwesten der USA. Dabei lassen sich der Zion National Park, der Bryce Canyon National Park, Der Capitol Reef Nationalpark, der Arches National Park, der Canyonlands Nationalpark und der Grand Canyon National Park gut miteinander kombinieren. Alle diese Parks liegen nur wenige Fahrstunden voneinander entfernt.

Wie viele Tage sollte man pro Nationalpark einplanen?

Für die meisten Nationalparks im Westen der USA reichen ein bis drei Tage aus, um die wichtigsten Aussichtspunkte und Wanderungen zu erleben. Größere Parks wie Yellowstone oder Big Bend bieten jedoch so viele Sehenswürdigkeiten und Wanderwege, dass sie mindestens vier bis fünf Tage benötigen.

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Über den Autor
Malte
Seit 2001 ist Nordamerika meine große Leidenschaft und ich reise jedes Jahr meist zweimal dorthin. Ob beim Wandern durch die atemberaubende Natur, beim Offroaden durch die Wildnis oder beim Erleben packender Sportveranstaltungen – ich entdecke die Vielfalt des Kontinents immer wieder neu. Über die Jahre sind vor allem der Südwesten der USA und Los Angeles wie eine zweite Heimat für mich geworden.