Las Vegas ist mehr als nur die Welthauptstadt der Unterhaltung mit all dem Trubel, den Casinos und endlosen Nächten. Kaum lässt du die Stadt nur ein paar Meilen hinter Dir, beginnen einige der schönsten Motorradtouren im Südwesten der USA. Rund um Las Vegas warten mit Red Rock Canyon, Mount Charleston, Nelson’s Landing sowie Lake Mead und Valley of Fire vier ganz unterschiedliche Strecken auf dich – von kurvigen Bergstraßen über einsame Wüstenrouten bis zu spektakulären Panoramen und roten Felslandschaften.
Wir stellen dir jetzt die schönsten Motorradtouren rund um Las Vegas vor und geben dir praktische Tipps für die Planung. So findest du schnell die Route, die am besten zu deinem Las Vegas-Trip passt. Wenn Du noch auf der Suche nach einer Unterkunft bist findest Du hier unsere besten Hoteltipps für Las Vegas.
Motorradtouren rund um Las Vegas im Überblick
Egal ob kurzer Ausflug, halber Fahrtag oder große Runde mit vielen Highlights – für Motorradfahrer bieten sich in der Umgebung von Las Vegas vier absolut traumhafte und ganz unterschiedliche Touren:
- Red Rock Canyon: perfekt für wenig Zeit und einen schnellen landschaftlichen Kontrast mit sehr schöner kurvenreicher Strecke direkt vor den Toren von Las Vegas.
- Mount Charleston: ideal um der Wüstenhitze zu entkommen und Nevada von seiner überraschend grünen und bergigen Seite zu erleben.
- Nelson’s Landing: ganz tolle Kombination aus fotogener Geisterstadt im Eldorado Canyon und malerischer Bucht am Colorado River.
- Lake Mead und Valley of Fire: spektakuläre Tagestour mit Hoover Dam, tollen Ausblicken entlang der Seeufer und den leuchtend roten und gelben Sandsteinformationen im Valley of Fire.
Karte mit allen Motorradtouren rund um Las Vegas
Auf der Karte siehst du, wo die schönsten Motorradtouren rund um Las Vegas verlaufen und wie sie im Verhältnis zur Stadt liegen. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, welche Strecke am besten zu deiner Zeit, deinem Fahrstil und deiner Reiseplanung passt.
Was Du vor einer Motorradtour ab Las Vegas wissen solltest
Las Vegas ist ein idealer Ausgangspunkt für wunderschöne Motorradtouren. Dennoch solltest Du die Region nicht unterschätzen, denn alle Touren führen durch sehr trockene, offene Wüstenlandschaften, in denen Hitze, Sonne und fehlender Schatten eine viel größere Rolle spielen als in Mitteleuropa. Im Sommer steigen die Temperaturen oft auf über 40°C.
Beste Reisezeit für Motorradtouren rund um Las Vegas
Die allerbeste Zeit für eine Motorradtour in Las Vegas sind deshalb der Frühling und der Herbst. Hier hast Du auf allen vier gleich vorgestellten Routen die allerbesten Bedingungen.
An einem sehr heißen Sommertag würde ich z.B. von der Tour ins Valley of Fire abraten. Hier ist dann die Strecke zum Mount Charleston besonders attraktiv, da die Temperaturen bis zu zwanzig Grad unter Stadtniveau liegen.
Motorrad mieten in Las Vegas
Der größte Anbieter von Motorrädern zum Leihen in den USA ist Eagle Rider. Auch ich miete alle meine Bikes hier. Der Standort Las Vegas liegt einige Meilen südlich des Strip an der Interstate 15. Das Angebot ist recht groß und reicht von der Triumph Bonneville über Yamaha Tenere bis zur BMW R 1300. Die meiste Auswahl hast Du aber natürlich bei Bikes der Marke Harley-Davidson.
Eine Harley-Davidson Street Glide z.B. kostet inklusive Vollkasko-Versicherung ungefähr 250 Euro für 24 Stunden. Ein offener Helm für Fahrer und Sozius ist in der Miete inklusive, ebenso alle Meilen und ein Bremsscheibenschloss. Jacken oder Integralhelme können zusätzlich geliehen werden.
Für die Anmietung musst Du mindestens 21 Jahre alt sein und benötigst einen gültigen Motorradführerschein (z.B. die deutsche Klasse A) sowie eine Kreditkarte. Abholung und Rückgabe verlaufen absolut schnell und service-orientiert.
Regeln und Verkehr in Las Vegas
Beim Motorradfahren in Nevada gelten im Grundsatz die normalen Verkehrsregeln. Ein paar Dinge solltest du aber unbedingt wissen: Helm ist Pflicht und wenn dein Motorrad keine Windschutzscheibe hat brauchst du zusätzlich Augenschutz.
Wichtig ist auch: In Nevada ist sogenanntes Lane Splitting verboten. Du darfst also nicht zwischen stehenden oder fahrenden Autos hindurchfahren. Dafür darfst du als Motorradfahrer eine komplette Fahrspur nutzen und auch die HOV-Spuren (Carpool) sind für Motorräder erlaubt.
Nicht wundern: an vielen großen Kreuzungen gibt es teilweise sehr lange Ampelphasen (120 Sekunden und mehr). Ansonsten ist in und um Las Vegas wie überall entspanntes und vorausschauendes Fahren wichtig.
Red Rock Canyon – die schönste kurze Motorradtour ab Las Vegas
Der Red Rock Canyon ist die perfekte Motorradtour, wenn du vom Las Vegas Strip aus in kurzer Zeit eine richtig tolle Strecke fahren willst. In knapp dreißig Minuten bist Du in einer eindrucksvollen Wüstenkulisse mit feuerroten Sandsteinfelsen, weiten Ausblicken und einer absolut erholsamen Stille. Die markanten Calico Hills und der 13 Meilen lange Scenic Loop Drive bieten atemberaubende Farbkontraste, besonders am späten Nachmittag.


Maximaler Fahrspaß ist durch die sehr kurvige Streckenführung, die breite Straße und den perfekten Asphalt garantiert. Außerdem führt der Scenic Loop Drive als Einbahnstraße durch das Gebiet, welches offiziell Red Rock Canyon National Conservation Area heißt. Das sorgt für sehr entspanntes Fahren.
Es gibt diverse Aussichtspunkte, Pullouts und Trailheads mit Parkplätzen entlang der Strecke. Außerhalb dieser Bereiche ist das Halten streng verboten. Tempolimits sind ausgeschildert und das Überholen ist erlaubt.


Ich liebe diese Tour so sehr, dass ich sie oft schon am gleichen Tag sowohl morgens als auch am späten Nachmittag gefahren bin. Gerade als Einstieg in einen Motorradtrip rund um Las Vegas ist diese Route also ideal, weil sie schnell erreichbar ist, landschaftlich sofort abliefert und nicht den Aufwand einer großen Tagestour verlangt.
Streckenverlauf
Ich nehme den Las Vegas Strip als Ausgangspunkt. Hier fährst Du in nördlicher Richtung bis zum Stratosphere Tower. An der nächsten großen Kreuzung danach zweigt links der mehrspurige Charleston Boulevard ab. Diesen fährst Du nun einfach immer geradeaus. In der Ferne siehst Du schon bald die markanten Berge und Felsen des Red Rock Canyon.
Bevor Du das endlose Stadtgebiet verlässt kommst Du durch eine der schönsten Wohngegenden von Las Vegas: Summerlin. Nach den letzten Häusern führt der Charleston Boulevard leicht nach links und wird zum Highway 159. Die nächsten paar Meilen fährst Du entlang der schönen Felsen rund um das Calico Basin und erreichst dann den ausgeschilderten Abzweig rechts zum Red Rock Canyon.
Die Eingangshäuschen befinden sich gleich vorne, dahinter liegt das Visitor Center und der Beginn des 13 Meilen langen Scenic Loop Drive. An dessen Ende kommst Du nach spektakulärer Fahrt wieder auf den Highway 159. Hier biegst Du entweder nach links ab, um zum lohnenswerten Red Rock Overlook und danach auf dem kürzesten Wege wieder zurück in die Stadt zu kommen oder aber den Loop noch einmal zu fahren. Ansonsten biegst Du rechts ab und cruist durch weiter sehr schöne Landschaft und vorbei am Spring Mountain Ranch State Park in einem größeren Bogen auf dem Highway 160 um die Stadt herum und kommst dann ganz im Süden des Las Vegas Boulevard wieder zurück auf den Strip.
Meine genaue Karte des gesamten beschriebenen Streckenverlaufs findest Du hier.
Länge und Fahrzeit
Für die oben beschriebene Strecke ab und bis Las Vegas Strip beträgt die reine Fahrzeit für die ca. 55 Meilen etwa zwei Stunden. Auf den Scenic Loop Drive entfallen davon je nach Fahrweise etwa 20 bis 35 Minuten. Mit Fotostopps, kurzen Spaziergängen an den Aussichtspunkten und einem Besuch im Visitor Center kannst Du locker aber auch zwei Stunden im Red Rock Canyon verbringen.
Die schönsten Stopps unterwegs
Die Aussichtspunkte Calico I und Calico II befinden sich gleich zu Beginn des Scenic Loop Drive. Hier steht Du direkt vor den ikonischen feuerroten Felsen des Red Rock Canyon. Am High Point Overlook hast Du fantastische Ausblicke über das gesamte Gebiet und bei guter Sicht sogar bis zum Las Vegas Strip. Für einen kurzen zusätzlichen Stopp bieten sich die Willow Spring Picnic Area und Lost Creek im westlichen Teil der Strecke an, weil du dort noch einmal eine andere, etwas grünere Seite der Landschaft siehst.
Das musst Du vorher wissen
Der Eintritt in den Red Rock Canyon kostet 10 US-Dollar (1-Day Pass) pro Motorrad. Es werden Bargeld und Kreditkarten akzeptiert. Das Gute: mit dem America the Beautiful Annual Pass kommst Du kostenlos hinein. Alle Infos hierzu findest Du in meinem ausführlichen Artikel zum Nationalpark-Pass.
Achtung: zwischen 1. Oktober und 31. Mai benötigst Du für den Red Rock Canyon Scenic Loop Drive zwischen 8 und 17 Uhr eine sogenannte Timed Entry Reservation. Diese buchst Du ab einem Monat im Voraus für die Einfahrt in einem wählbaren einstündigen Zeitfenster auf dieser Seite.
Der Red Rock Canyon öffnet täglich um 6 Uhr und schließt zwischen April und September um 20 Uhr, im März und Oktober um 19 Uhr und zwischen November und Februar um 17 Uhr.
Im Sommer steigen die Temperaturen oft auf über 40 Grad. Denke an Sonnenschutz und ausreichend Wasser. Auf dem Parkplatz vorm Visitor Center stehen zwei Automaten mit (wirklich!) eisgekühlten Getränken.
Mount Charleston – die bergige Alternative zur Wüstenhitze
Las Vegas ist heiß im Sommer, sehr heiß! Was viele nicht wissen: gar nicht so weit entfernt vom Strip gibt es einen kühlen Rückzugsort vor der erbarmungslosen Hitze. Der über 3.600 Meter hohe Mount Charleston liegt etwa fünfzig Fahrminuten nordwestlich der City. Die Höchsttemperatur auf dem Gipfel liegt selbst im Juli bei maximal 19 Grad. Oft liegt hier noch bis in den Juni hinein Schnee.


Diese hervorragenden klimatischen Bedingungen machen den Mount Charleston zusammen mit den weiten kurvigen Straßen und der tollen abwechslungsreichen Landschaft zu DEM Ziel für eine Motorradtour in und um Las Vegas im Sommer.


Aber egal zu welcher Jahreszeit: die Tour zum Mount Charleston fühlt sich immer an wie ein Ausflug in eine andere Welt. Statt trockener Wüste erlebst Du hier grün bewaldete Berge und klassische schroffe Gipfel. Genau dieser Kontrast macht die Route zusammen mit dem Temperaturunterschied von bis zu 20 Grad so besonders.


Der offizielle Mt. Charleston Scenic Byway umfasst 36 Meilen und verläuft über die State Routes 156, 157 und 158. Dabei geht es von der Wüste hinauf in die Spring Mountains – vorbei an Joshua Trees, Wacholder und Ponderosa-Kiefern. Gerade für Motorradfahrer ist das eine der abwechslungsreichsten Strecken rund um Las Vegas, weil sich Landschaft, Temperatur und Fahrgefühl auf vergleichsweise kurzer Distanz so deutlich verändern.
Streckenverlauf
Als Ausgangspunkt nehme ich wie oben beim Red Rock Canyon wieder den Las Vegas Strip. Auch hier biegst Du wieder an der großen Kreuzung hinter dem Stratosphere Tower links auf den Charleston Boulevard ab. Recht bald nach der Unterquerung der Interstate 15 geht es dann nach rechts auf den Rancho Drive. Jetzt fährst Du erstmal nur noch geradeaus. Die Straße wird bald zum Highway 95 und geht dann fließend in die Interstate 11 über. Am Exit 96 verlässt Du diese und fährst dann nach links auf die Kyle Canyon Road (State Route 157).
Jetzt geht es erstmal nur noch geradeaus. Die Berge liegen nun am Horizont und sobald Du später an Höhe gewinnst merkst Du wie es immer kühler wird. Kurz hinter der Kirche und den Lodges des Hotels geht es rechts ab auf die Deer Creek Road (State Route 158). Du kannst auch noch ein Stück geradeaus fahren bis zu den Mount Charleston Cabins. Die Straße endet hier dann und Du fährst zurück bis zum Abzweig der Deer Creek Road.
Diese ist der spektakulärste Teil der Strecke mit schön geschwungenen Kurven und wunderschönen Ausblicken. Sie endet an der T-Kreuzung mit der Lee Canyon Road (State Route 156). Bieg hier auf jeden Fall links ab und fahre das kurze Stück bis Lee Canyon. Hier an der Talstation des Lifts gibt es ein nettes kleines Lokal mit Snacks und Getränken und schöner Außenterrasse. Zurück geht es dann immer geradeaus auf der Lee Canyon Road, die an der T-Kreuzung mit dem Highway 95 endet. Hier biegst Du rechts ab und fährst dann immer geradeaus wie Du gekommen bist zurück in die Stadt.
Meine genaue Karte des gesamten beschriebenen Streckenverlaufs findest Du hier.
Länge und Fahrzeit
Die beschriebene Strecke ist insgesamt etwa 110 Meilen lang und die reine Fahrzeit beträgt ungefähr drei Stunden. Mit Stopps und Pausen ist die Tour zum Mount Charleston auf jeden Fall ein Halbtagesausflug. Sie lässt sich übrigens zusammen mit dem Red Rock Canyon auf dem Rückweg perfekt zu einer tollen Ganztagestour kombinieren.
Die schönsten Stopps unterwegs
Kurz vor dem Abzweig zur Deer Creek Road befindet sich an der Kyle Canyon Road das Spring Mountains Visitor Center. Hier lohnt ein kurzer Besuch. Ein kleines Stück weiter liegt die fotogene Mount Charleston Church und gegenüber das Hotel The Retreat on Charleston Peak. An der Deer Creek Road ist der Desert View Overlook ein Pflichtstop. Ein kurzer Weg führt zu einem Aussichtspunkt mit weiten Ausblicken auf die Wüste Nevadas, ausgetrocknete Seen und die umliegenden Berge. In den 1950er Jahren wurden von hier die Atombombentest auf der Nevada Test Site beobachtet. Lee Canyon an der Talstation der Lifte mit dem kleinen Restaurant solltest Du ebenfalls auf keinen Fall verpassen.
Das musst Du vorher wissen
Die Bergregion um den Mount Charleston ist Teil der Spring Mountains National Recreation Area, welche vom US Forest Service verwaltet wird. Eine Eintrittsgebühr gibt es nicht.
Am höchsten Punkt der Deer Creek Road befindest Du Dich fast 2.600 Meter über dem Meeresspiegel. Die Bedingungen sind hier also wesentlich mehr von Jahreszeit und Wetter abhängig als unten in der Wüste. Die meiste Zeit des Jahres liegt Schnee auf den Gipfeln der Berge. Erkundige Dich am besten vor der Tour auf der offiziellen Seite nach den aktuellen Verhältnissen und eventuellen Sperrungen.
Egal zu welcher Jahreszeit Du den Mount Charleston besuchst: hier oben ist es deutlich kühler als unten in der Stadt! Denke also daran, etwas wärmere Kleidung mitzunehmen.
Nelson’s Landing – Ghost Town, Mine und Colorado River
Die Tour nach Nelson’s Landing ist keine klassische Aussichtsrunde, sondern eine Route mit echtem Nevada-Charakter. Du merkst schnell, dass diese Strecke anders ist als Red Rock Canyon oder Mount Charleston. Denn die 18 Meilen lange State Route 165 führt Dich durch raue offene Wüstenlandschaft auf nicht immer perfektem Asphalt Richtung Eldorado Canyon und den Colorado River.
Highlight ist neben dem Endpunkt am Fluss die sehr schön hergerichtete Nelson Ghost Town bei der historischen Techatticup Mine. Genau diese Mischung aus Weite, Einsamkeit und Geschichte macht die Tour so besonders.
Die Techatticup Mine gilt als die älteste, ergiebigste und bekannteste Goldmine im Süden Nevadas. Sie war von 1861 bis 1942 in Betrieb. Heute werden dreimal täglich Führungen durch die Mine angeboten. Alle Infos dazu findest Du auf der offiziellen Seite der Eldorado Canyon Mine Tours.


Auf der anderen Straßenseite liegt die sehr schön aufgebaute sogenannte Nelson Ghost Town mit unendlich vielen fotogenen Relikten wie alten Autos, Bussen, LKW, einer Kapelle, Werkstatt und vielem mehr. Bitte melde Dich vor Deinem Rundgang einmal kurz im Hauptgebäude an, dem kleinen Store und Museum. Das Gelände befindet sich nämlich in Privatbesitz.








Caro könnte sich stundenlang hier aufhalten und fotografieren. Tatsächlich gibt es hinter jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Und es wundert auch nicht, dass dieser Ort auch häufig als Filmkulisse genutzt wird. Sehr prominent siehst Du Nelson z.B. in der Actionkomödie Crime is King (Originaltitel 3000 Miles to Graceland) mit Kurt Russell und Kevin Costner.

Endpunkt der Tour ist dann knapp sechs Meilen weiter die malerische kleine Bucht Nelson’s Landing am Colorado River. Hier gibt es keinerlei touristische Infrastruktur, dafür meist umso mehr Stille und Einsamkeit. Es lohnt sich, vom kleinen Parkplatz über die Klippen hinunter zum Ufer zu laufen und von hier nochmal einen ganz anderen Blick zu haben.
Streckenverlauf
Vom Strip aus fährst Du erst Richtung Süden und dann auf die Interstate 215 East Richtung Henderson und später die Interstate 11 Richtung Boulder City. Am Exit 14 verlässt Du diese und fährst auf den Highway 95 Richtung Süden. Nach etwa neun Meilen biegst Du links auf die State Route 165 Richtung Nelson ab. Der Abzweig ist schnell zu verpassen, da nur ein kleines Schild darauf hinweist. Diese Straße führt dich direkt zur Techatticup Mine und Nelson Ghost Town. An ihrem Ende liegt nach knapp 18 Meilen dann Nelson’s Landing. Zurück geht es so wie Du gekommen bist.
Meine genaue Karte des beschriebenen Streckenverlaufs findest Du hier.
Länge und Fahrzeit
Vom Zentrum des Strip bis Nelson’s Landing sind es knapp 50 Meilen und etwa eine Stunde Fahrzeit. Mit Besichtigung der Ghost Town, einem Spaziergang zum Ufer des Colorado River und der Rückfahrt würde ich einen Zeitbedarf für die komplette Tour von etwa vier Stunden einplanen.
Die schönsten Stopps unterwegs
Die Nelson Ghost Town gegenüber der historischen Techatticup Mine und Nelson’s Landing mit dem smaragdgrünen Wasser des Colorado River in der kleinen Bucht sind die Highlights der Tour.
Das musst Du vorher wissen
Du fährst hier an einen sehr abgelegenen Ort ohne Tankstelle oder Verpflegungsoptionen. Im Sommer ist es auch hier natürlich sehr heiß. Denke also an genug Wasser und etwas Proviant. Der Besuch der Ghost Town ist kostenlos, Du musst Dich nur einmal kurz im Hauptgebäude anmelden. Eine Tour durch die Mine muss vorher reserviert werden. Alle Infos dazu findest Du hier.
An Nelson’s Landing kannst Du im Colorado River schwimmen gehen. Denke in diesem Fall nur an Deine Badesachen und Handtücher.
Lake Mead und Valley of Fire – die spektakulärste Motorradtour ab Las Vegas
Diese Tour ist die große Panoramarunde unter den Motorradtouren rund um Las Vegas. Sie bietet unterwegs unglaublich viel Abwechslung, eine Menge Fahrspaß und viele Highlights. Wenn du willst, startest du ganz entspannt mit einem kurzen Abstecher in das historische Stadtzentrum von Boulder City. Die kleine Downtown gehört zum Boulder City Historic District, der seit 1983 im National Register of Historic Places steht. Neben einigen schönen Fotomotiven findest Du hier sogar ein bisschen Route 66-Feeling.


Danach kannst du die Runde mit einem kurzen Abstecher zum berühmten Hoover Dam aufwerten. Den besten Blick darauf hast Du von der Mike O’Callaghan–Pat Tillman Memorial Bridge. Vom großen Parkplatz steigst Du die Treppen hinauf zur Brücke. Hier oben kann es sehr windig sein!
Dann geht es in die Lake Mead National Recreation Area und die eigentliche Tour beginnt. Über Lakeshore Road und vor allem die Northshore Road fährst Du durch eine wunderschöne Landschaft aus Wüste, Wasser, Bergen und farbigen Felsformationen. Viel Verkehr hast Du hier meist nicht und somit einen wunderbar ruhigen Fahrfluss mit viel Weite und immer neuen Perspektiven.



Im Valley of Fire ändert sich die Landschaft dann nochmal völlig. Das Farbspiel der leuchtend roten und gelben Sandsteinformationen und Felsen ist absolut spektakulär.
Du findest hier einige der berühmtesten Fotomotive Nevadas wie die wunderschöne Fire Wave oder den Elephant Rock, markante Steinbögen wie den Arch Rock und tausende Jahre alte indianische Petroglyphen wie am Atlatl Rock.

Über die Interstate 11 westlich des Parks geht es dann zurück nach Las Vegas, was eine tolle Rundtour abschließt. Einen vollen Tag musst Du definitiv einplanen! Die Strecke lässt sich übrigens auch perfekt in einen größeren Roadtrip mit dem Auto einbauen: hier findest Du unsere komplette Südwest-USA-Route.
Streckenverlauf
Du verlässt Las Vegas wieder gen Süden und fährst dann auf der Interstate 215 West, der Interstate 11 und Highway 93 nach Boulder City. Nach dem kurzen Abstecher in den Historic District fährst Du zurück auf den Highway 93 und dann erstmal bis zur Mike O’Callagan Pat Tillman Memorial Bridge Plaza für die beste Aussicht auf den Hoover Dam.
Ein paar Meilen geht es danach wieder zurück, bevor nach rechts in die Lakeshore Road abbiegst und entlang des Westufers des Lake Mead gen Norden fährst. Verpasse nach der Las Vegas Bay dann nicht den Abzweig nach rechts auf die Northshore Road Richtung Overton. Vor Dir liegen nun knapp 50 wunderschöne Meilen entlang der Nordufer des Sees.
Ich empfehle den kurzen Abstecher zur Callville Bay. Hier gibt es neben tollen Ausblicken den kleinen Topside Grill mit der Möglichkeit eines kalten Getränks und eines Snacks.
Der Abzweig links zum Valley of Fire State Park ist dann später kurz hinter dem Nordeingang des Lake Mead ausgeschildert. Die spektakuläre White Domes Road zweigt nach einigen Meilen rechts ab und beginnt hinter dem Visitor Center. Fahre diese wunderschöne Straße auf jeden Fall bis ganz zum Ende. Zurück auf der Hauptstraße biegst Du dann nach diesem Ausflug rechts ab und fährst gen Westen bis zur Auffahrt auf die Interstate 11 über die Du dann wieder zurück nach Las Vegas gelangst.
Meine genaue Karte des gesamten beschriebenen Streckenverlaufs findest Du hier.
Länge und Fahrzeit
Die beschriebene Streckenlänge beträgt knapp 180 Meilen und die reine Fahrzeit hierfür ungefähr 4 bis 5 Stunden. Das summiert sich mit Stopps und Pausen auf eine sehr gut ausgefüllte lange Tagestour.
Die schönsten Stopps unterwegs
Highlights gibt es auf dieser Tour mehr als genug, darunter der charmante Historic District von Boulder City, der Aussichtspunkt auf den Hoover Dam, die Callville Bay und die View Points am Lake Mead, Elephant Rock und Fire Wave im Valley of Fire.
Das musst Du vorher wissen
Der Eintritt in die Lake Mead National Recreation Area kostet 20 US-Dollar pro Motorrad. Bargeld wird nicht akzeptiert. Das Gute: mit dem America the Beautiful Annual Pass kommst Du kostenlos hinein. Alle Infos hierzu findest Du in meinem ausführlichen Artikel Lohnt sich der Nationalpark-Pass?.
Im Valley of Fire State Park kostet der Eintritt für Motorräder mit Nevada-Kennzeichen 10 US-Dollar, für alle anderen 15 US-Dollar. Der Park hat täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geöffnet. Falls Du wandern möchtest: Wegen der großen Hitze im Sommer sind viele Trails zwischen dem 15. Mai und 30. September gesperrt, darunter auch der Weg zur Fire Wave. Außerdem ist das Valley of Fire jedes Jahr zwischen dem 1. und 14. Dezember für Instandhaltungsarbeiten geschlossen.
Die Temperaturen im Valley of Fire und am Lake Mead liegen im Sommer meist über 40°C. Das macht dann mit dem Motorrad eher weniger Spaß. Zwischen Oktober und April ist die Tour aber ein absolutes Traumziel. Denke auf jeden Fall daran, in Las Vegas mit vollem Tank loszufahren und nimm ausreichend Wasser mit.
Fazit: Welche Motorradtour rund um Las Vegas passt zu Dir?
Rund um Las Vegas hast Du die Wahl zwischen vier sehr unterschiedlichen Motorradtouren. Und genau das macht die Region so spannend. Je nach Zeit, Temperatur und Fahrstil fühlt sich jede Strecke anders an. Wenn Du nur ein paar Stunden Zeit hast ist der Red Rock Canyon die beste Wahl. Für mehr Abwechslung und kühlere Temperaturen bietet sich die Tour zum Mount Charleston an. Nelson’s Landing passt perfekt, wenn Du eine ruhigere, ursprünglichere Route mit etwas Geschichte suchst. Und wenn Du einen ganzen Tag einplanen kannst, ist die Kombination aus Lake Mead und Valley of Fire die spektakulärste Runde mit den größten landschaftlichen Kontrasten.
Am Ende gibt es also nicht die eine perfekte Tour, sondern die, die am besten zu Deinem Trip passt. In jedem Fall erlebst Du Las Vegas und die Umgebung aber auf absolut spektakuläre Weise! Wenn Du davon noch mehr suchst empfehlen wir Dir übrigens auch den Helikopterflug über den Strip.
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