Malte von hinten im Waimea Canyon vor der Kulisse braunroter Klippen mit grüner Vegetation, einem der Top 10 Sehenswürdigkeiten Kauai

Unsere Top 10 Kauai Sehenswürdigkeiten – Traumziel Hawaii

Kauai ist die älteste und nordwestlichste der hawaiianischen Inseln und ein wahres Paradies für Naturliebhaber wie uns. Sie wird oft als Garteninsel bezeichnet und das aus gutem Grund: üppige Regenwälder, dramatische Küstenlinien und beeindruckende Berge prägen die Landschaft. Wir stellen Dir die Trauminsel nun ausführlich vor und zeigen Dir unsere Top 10 Kauai Sehenswürdigkeiten.

goldgelber Strand mit türkisem Meer davor und den Grünen hochaufragenden Klippen dahinter aus der Vogelperspektive
Kalalau Beach an der Napali Coast aus der Vogelperspektive bei unserem Helikopter-Rundflug

Vorher aber kurz ein paar Fakten: wie alle hawaiianischen Inseln ist auch Kauai durch vulkanische Aktivität entstanden – und zwar vor etwa sechs Millionen Jahren. Diese lange geologische Geschichte hat der Insel ihre markanten Landschaften gegeben. Das Klima auf Kauai ist tropisch, aber mit starken regionalen Unterschieden. Die Nord- und Ostküste (die Windseite) ist feuchter, während die Süd- und Westküste (die Leeseite) trockener ist.

Der Osten der Insel erhält durch Passatwinde fast ganzjährig Regen, während der Süden und Westen sonniger und trockener ist. Durch das milde Klima kann die Insel das ganze Jahr über besucht werden. Die Temperaturen schwanken nur wenig und liegen meist zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Auch die Meereswassertemperatur bleibt ganzjährig angenehm.

Kauai bietet eine erstaunliche Vielfalt an Tierarten, viele davon endemisch. Die hawaiianische Gans Nene ist das offizielle Staatstier Hawaiis und wurde erfolgreich vor dem Aussterben gerettet. Mittlerweile gibt es wieder rund 2.000 Tiere, die meisten davon hier auf Kauai. Wer die Augen offen hält, kann diese seltenen Vögel in freier Wildbahn beobachten.

Auch im Wasser ist die Tierwelt beeindruckend. Meeresschildkröten (Honu) und Mönchsrobben sind oft an den Stränden von Kauai zu sehen. Vor der Küste tummeln sich Delfine, und von Dezember bis Mai bieten Buckelwale ein spektakuläres Naturschauspiel. Ein weiteres faszinierendes Detail der Insel: Es gibt hier keine einheimischen Schlangen, keine giftigen Tiere und nur wenige Raubtiere, was die Insel zu einem sicheren Lebensraum für viele Tierarten macht.

Was Kauai außerdem besonders macht, ist der bewusste Erhalt der Natur. Im Vergleich zu den anderen hawaiianischen Inseln gibt es hier weniger große Resorts und keinen urbanen Trubel. Der Schutz der Umwelt und die Liebe zur Natur stehen im Mittelpunkt. Viele Gebiete der Insel sind nur zu Fuß, mit dem Boot oder aus der Luft zugänglich, was ihre Unberührtheit bewahrt. Kauai ist also ein absolut einzigartiges Reiseziel und für uns die schönste Insel Hawaiis!

Anreise nach Kauai

Die einzige Möglichkeit nach Kauai zu kommen ist per Flugzeug. Der Flughafen Lihue (LIH) liegt an der Südost-Küste der Insel. Neben Verbindungen zu den anderen hawaiianischen Inseln Oahu, Big Island und Maui wird der Airport auch vom westlichen nordamerikanischen Festland angeflogen.

Blick aus dem Flugzeug beim Landeanflug auf Lihue. Grün bewachsene Bergkuppen und Klippen und darum das blaue Meer des Ozeans.
Landeanflug auf Lihue: Nawiliwili Bay
Golfplatz und Hotelanlage vor der Kulisse der Berge und des Ozeans kurz vor der Landung.
Anlage des Marriott Kauai

Der Flughafen ist klein und übersichtlich und man benötigt nach der Landung keinerlei Zeit für die Orientierung. Für die Erkundung Kauais ist ein Auto unerlässlich. Die Stationen der großen Mietwagen-Anbieter liegen in unmittelbarer Nähe des Terminals und sind fußläufig zu erreichen.

Obwohl ein geländegängiges Fahrzeug auf der Insel nicht nötig ist, buchen wir gerne einen Jeep Wrangler. Das ist einfach unser Lieblingsauto und auf Hawaii immer recht günstig zu bekommen. Die Übernahme bei Alamo geht wie immer schnell und problemlos und so stürzen wir uns voller Vorfreude in fünf abenteuerreiche Tage auf Kauai!

Caro in einem großen bunten Aloha Schriftzug sitzend bei Nacht.

Unsere Hotelempfehlung

Wir haben uns für unsere vier Nächte auf der Insel etwas gegönnt: das Grand Hyatt Kauai Resort & Spa* enttäuscht uns nicht und gehört zu den besten Hotels, in denen wir jemals gewesen sind. Die wunderschöne Anlage liegt 25 Fahrminuten vom Flughafen entfernt in Poipu an der Südküste der Insel.

Anlage des Grand Hyatt Resort Kauai mit Wasserlauf, bepflanztem Ufer und Gebäuden.
Anlage des Grand Hyatt Resort Kauai mit Wasserlauf, bepflanztem, einem bunten Vogel und Gebäuden.
Wellen des Meeres schlagen an den eigenen Sandstrand des Resorts.

Das Resort verfügt über moderne geräumige Zimmer und Suiten mit Balkon oder Terrasse, mehrere Restaurants und Bars, eine riesige Poolanlage, ein Spa, herrliche Außenanlagen und einen eigenen Sandstrand.

Anlage des Grand Hyatt Resort Kauai mit großem Teich und der Restaurantterrasse dahinter
Anlage des Grand Hyatt Resort Kauai mit gro0er Palmengesäumter Rasenläche.
Laternen mit offenen Flammen und Wasser und Palmen im Hintergrund
Kois in einem Teich mit Wasserfall auf der Anlage
großer Aloha-Schriftzug zwischen Palmen
Caro mit Blüte im Haar und Wasser und Palmen im Hintergrund.

Wir haben uns im Grand Hyatt Resort* unglaublich wohlgefühlt und kommen jederzeit gerne zurück. Alle Kauai Sehenswürdigkeiten sind von hier aus sehr gut erreichbar. Eine Vielzahl weiterer Resorts und Hotels gibt es nebenan in Poipu und an der Ost- und Nordküste. Besonders empfehlenswert sind:

Karte unserer besten Kauai Sehenswürdigkeiten

Waimea Canyon – der „Grand Canyon des Pazifik“

Der Waimea Canyon auf Kauai ist eines der beeindruckendsten Naturwunder Hawaiis. Oft als „Grand Canyon des Pazifik“ bezeichnet, erstreckt sich dieser riesige Canyon über 22 Kilometer Länge und erreicht eine Tiefe von fast 900 Metern. Mit seinen leuchtend roten, braunen und begrünten Felsen bietet er einen atemberaubenden Anblick und hat für uns eine ganz eigene tropische Magie.

Blick über eine der besten Kauai Sehenswürdigkeiten: den Waimea Canyon mit seinen begrünten roten Felsen
Blick vom Waimea Canyon Lookout

Der Waimea Canyon entstand über Millionen von Jahren durch die Erosion von vulkanischem Gestein. Die Fluten des Waimea River und der ständige Regen am Mount Waialeale, einem der regenreichsten Orte der Welt, haben diesen tiefen, zerklüfteten Canyon aus dem einst flachen Land geformt. Das Farbenspiel der Gesteinsschichten im Canyon ist faszinierend: Von rostigen Rottönen bis hin zu sattem Grün der Vegetation bietet der Waimea Canyon ein ständig wechselndes Panorama. Besonders in den frühen Morgenstunden und kurz vor Sonnenuntergang leuchten die Felsen in kräftigen Farben.

Der Waimea Canyon Drive (Highway 550) ist die Hauptstraße, die uns vom kleinen Ort Waimea direkt in das Herz des Canyons führt. Die Vegetation wechselt auf dem Weg von kargeren trockenen Hängen zu Beginn der Strecke zu üppig grünen Wäldern, je näher wir dem Canyon kommen. Unterwegs haben wir immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das tief eingeschnittene Tal.

Blick vom Waimea Canyon Drive in den Canyon mit dem Waimea River
Blick vom Waimea Canyon Lookout auf die Felsen und die Schlucht.

Der Waimea Canyon Lookout ist der beliebteste und meistbesuchte Aussichtspunkt am Canyon. Von hier aushaben wir eine atemberaubende Sicht auf die steilen Klippen und die tiefen Schluchten des Canyons. Der Aussichtspunkt liegt auf einer Höhe von etwa 1.000 Metern und bietet bei klarem Wetter einen unvergleichlichen Blick.

Auch einen kleinen Wasserfall inmitten tiefroter Badlands, die eher an Utah als an Hawaii erinnern, entdecken wir entlang der Straße.

Caro über einem kleinen Wasserfall inmitten tiefroter Badlands

Nach etwa 13 Meilen erreichen wir den Abzweig zum Pu’u Hinahina Lookout, von dem aus wir einen tollen Blick auf die Waipo’o Falls haben, die sich über mehrere Ebenen entlang der Felswand in die Tiefe stürzen. Hier ist der Ausgangspunkt unserer ungefähr 5 Kilometer langen Wanderung auf dem Canyon Trail.

Blick in den Canyon vom Lookout.
Pu’u Hinahina Lookout
Blick auf die Waipoo Falls und die Schlucht.
Waipo’o Falls

Der Weg schlängelt sich anfangs durch üppigen Wald bis wir auf eine großen breiten Felskamm kommen, von dem aus wir einen phantastischen Ausblick auf den Canyon haben. Viele Menschen sind hier außer uns nicht unterwegs.

Caro auf dem Trail kurz vor dem Aussichtspunkt
Caro am Aussichtspunkt. Unter ihr der Canyon und grüne Vegetation.
Blick über die Klippen des Canyon vor dramatisch bewölktem Himmel
Holzkreuz unter einem Baum am Abhang der Klippen.

Festes Schuhwerk ist hier ein absolutes Muss, denn Abrutschen darf man nicht. Der Weg nach unten ist weit. Endpunkt der Wanderung sind die beiden kleinen Wasserfälle, die die riesigen Waipo’o Falls genau unter uns speisen. Was für ein toller Ort!

kleine Fälle der Waipoo Falls am Endpunkt der Wanderung
Selfie von Caro und Malte vor den beiden kleinen Wasserfällen.
Malte auf einem Felsen in der Nähe der Fälle inmitten dichter Vegetation.

Wir gehen noch ein paar Meter weiter. Genau an der Abbruchkante der Fälle zu stehen ist ein unglaubliches Gefühl. Wir genießen dieses intensive Naturerlebnis eine ganze Weile. Dann laufen wir zurück zu unserem Auto.

Blick über die Abbruchkante der Waipoo Falls in die Schlucht unter uns
An der Abbruchkante der Waipo’o Falls

Uns hat am Waimea Canyon besonders seine Vielseitigkeit begeistert. Einerseits hat man die überwältigende Weite und Tiefe des Canyons mit seinen dramatischen Felsformationen. Andererseits gibt es die grüne Vegetation und die Wasserfälle, die dem Canyon seine tropische Atmosphäre verleihen. Und natürlich gefällt uns die Abgeschiedenheit vieler Teile des Canyons. Denn obwohl es einige beliebte Aussichtspunkte gibt, bleibt der Großteil der Landschaft wild und unberührt.

Zurück in Waimea bummeln wir noch etwas durch die Straßen und erfreuen uns an den vielen tollen Obstständen, die überall zu finden sind, Das ist nach unserer schweißtreibenden Wanderung genau das Richtige!

Das weiße Gebäude des Waimea Theatre mit Pickup  davor
Obststand in Waimea mit riesiger Auslage an Kokosnüssen.

Koke’e State Park – Wanderparadies im Herzen von Kauai

Unmittelbar nördlich des Waimea Canyon liegt auf einer Höhe von bis zu 1.300 Metern der Koke’e State Park. Er umfasst ein Netz von knapp 75 Kilometern Wanderwegen und ist damit das Traumziel für Hiker und Outdoor-Enthusiasten wie uns. Einige der spektakulärsten Aussichten auf die einzigartige Napali Coast hast Du von hier.

Die feuchte Luft und häufige Regenfälle sind verantwortlich für die dichten Wälder und die üppige Vegetation, die Koke’e so besonders machen. Die beste Reisezeit ist während der trockeneren Monate, von Mai bis Oktober, aber auch in den Regenmonaten hat der Park sicher seinen besonderen Reiz.

Erster Anlaufpunkt für uns ist das Koke’e Natural History Museum. Das sehr kleine, aber informative Museum bietet Ausstellungen über die Entstehung des Waimea Canyons, die lokale Flora und Fauna sowie die hawaiianische Kultur. Außerdem informieren uns die sehr freundlichen Mitarbeiter gerne über die verschiedenen Wanderwege und die aktuellen Wetterbedingungen. Am Parkplatz sehen wir auch unsere erste Nenegans, welche es nur auf Hawaii gibt.

Graue Nenegans im dichten Gras
Caro und Malte am Kalalau Lookout

Bis zum meistbesuchten Highlight des Parks ist es von hier nicht mehr weit. Der Kalalau Lookout liegt direkt an der Straße und bietet einen überwältigenden Blick hinunter auf das Meer und die schroffen Klippen der Napali Coast.

Blick von oben auf die grün bewachsenen Klippen, ein kleines Tal, den Strand und den Ozean.
Kalalau Lookout

Knapp 5 Fahrminuten später kommen wir am Ende der Parkstrasse mit dem Pu’u O Kila Lookout an einen weiteren Aussichtspunkt, der einen ähnlichen Blick bietet.

Wie oben schon gesagt ist einer der größten Reize des Koke’e State Parks seine Vielzahl an Wanderwegen, die durch dichte Wälder, über steile Bergkämme und zu spektakulären Aussichtspunkten führen. Die wahrscheinlich schönste Wanderung im Koke’e State Park ist die Kombination aus Awaʻawapuhi Trail, Nu’alolo Cliffs Trail und Nuʻalolo Trail.

Dieser Hike führt hinaus auf zwei Bergkämme hoch über der Napali Coast und steht heute für uns auf dem Programm. Er ist insgesamt etwa 18 Kilometer lang und dauert 7 bis 8 Stunden. Es gibt viele An- und Abstiege (insgesamt ca. 850 Höhenmeter), schmale Pfade und oft recht unwegsames Gelände. Deshalb sollte der Trail nur bei Trockenheit gelaufen werden.

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Nu’alolo Trailhead unweit der Koke’e Lodge. Hier gibt es einen kleinen unbefestigten Parkplatz, wo wir unseren Wagen abstellen. Ein weißes Rohr mit der Aufschrift „Nualolo“ markiert den Beginn des Trails.

Wir laufen erstmal bergauf und bergab durch einen Wald mit wunderbaren Ohiabäumen, Palmen, Farnen und Blumen. Der Pfad ist meist sehr schmal und trotz Trockenheit heute teils rutschig. Nach etwa einer Stunde verlassen wir den Wald und erreichen offeneres Gelände. Wir können jetzt schon erahnen, welch spektakuläre Ausblicke uns später noch erwarten.

Caro auf dem schmalen Trail inmitten dichter Vegetation,
Caro auf der nun etwas offeneren Ebene. Am Horizont der Ozean unter blauem Himmel.

Es ist jetzt ein unglaubliches Gefühl hier oben zu laufen, das tiefe Blau des Ozeans immer vor Augen. Die letzte Meile bis zum Aussichtspunkt auf das Nualolo Valley und die zerklüfteten Klippen der Napali Coast zieht nochmal etwas in den Beinen. Nicht nur weil es auf und ab geht, sondern weil teilweise die Schlucht direkt neben dem schmalen Weg 600 Meter in die Tiefe fällt.

Caro auf dem schmalen Trail, welcher neben ihr steil in die Tiefe abfällt. Im Hintergrund der Ozean.

Trotz der Höhe ist es sehr warm und die extreme Luftfeuchtigkeit von gefühlt einhundert Prozent lässt uns einiges an Schweiß vergießen. Die unfassbare Aussicht am Ende des Bergkamms lässt uns all das aber schnell vergessen. Kann man sich einen schöneren Ort vorstellen als diesen?

Blick vom Aussichtspunkt auf die steilen grünen Klippen der Napali Coast und den Ozean
anderer Blick hinunter auf einen kleinen Strand und das Meer.
Caro auf der ebenen sandigen Fläche des Aussichtspunktes. Im Hintergrund zwei grüne Bäume.
Caro und Malte vor der Kulisse der Napali Coast am Aussichtspunkt.

Uns ist auf dem Weg hierher kein einziger Mensch begegnet und so sind wir auch an diesem magischen Ort vollkommen allein. Umso schwerer ist es sich hier wieder loszureißen. Aber wir haben noch ordentlich Wegstrecke vor uns. Auch zieht langsam etwas Nebel auf.

Unsere Wanderstiefel vor der Kulisse der Napali Coast.

Nach einem kurzen Picknick laufen wir also zurück und nehmen nach etwas mehr als einem Kilometer den Abzweig links auf den Nualolo Cliff Trail. Dieses Verbindungsstück zum Awaʻawapuhi Trail ist etwa dreieinhalb Kilometer lang. Er führt in weiten Teilen durch hohe und dichte Vegetation. Auch an einem kleinen Wasserfall kommen wir vorbei.

kleiner Wasserfall inmitten dichter grüner Vegetation.

Es fängt jetzt tatsächlich leicht an zu regnen. Das macht das Laufen auf dem engen Trail noch beschwerlicher. Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Awaʻawapuhi Trail. Hier geht es jetzt ein ganzes Stück hinunter bis zum Awa’awapuhi Valley Lookout. Der liegt bei unserem Eintreffen in dichtem Nebel und wir sehen erstmal rein gar nichts.

Malte kurz vor dem Aussichtspunkt, der in dichten Nebel gehüllt ist.

Zeit genug also für ein ausgiebiges zweites Picknick. Eine knappe dreiviertel Stunde später verzieht sich der Nebel langsam und macht den Blick frei auf die wunderschöne Napali Coast und das schmale Tal und den Ozean unter uns.

Blick in das von steilen grünen Klippen eingerahmte schmale Tal und das blaue Meer.
Blick nach rechts auf die Steilküste, welche noch leicht in Nebel gehüllt ist.
Panorama vom Blick über die Küste und den Ozean davor.

Es ist mittlerweile 16 Uhr und wir machen uns auf den Rückweg. Der Trail geht bald über einige Switchbacks, es ist unglaublich schwül und unsere Kräfte schwinden so langsam. Auch dadurch zieht sich der Weg wie Kaugummi. Nach etwa 90 Minuten erreichen wir die Kokee Road. Auf der Strasse müssen wir jetzt noch etwa zwei Kilometer bis zu unserem Auto zurücklaufen.

Die tun jetzt richtig weh. Um 18 Uhr sind wir da. Die Freude ist groß wie die Erschöpfung. Was für eine phantastische, aber auch absolut anspruchsvolle Wanderung! Auf der Rückfahrt durch den Waimea Canyon werden wir dann noch mit einem Regenbogen in der wunderschönen Abendsonne belohnt.

Regenbogen über dem grün bewachsenen Waimea Canyon
Regenbogen über dem Waimea Canyon

Kalalau Trail – die traumhafte Napali Coast hautnah erleben

Der Kalalau Trail an der Nordwestküste gilt als einer der spektakulärsten, herausforderndsten und gefährlichsten Wanderwege der Welt und ist für viele Outdoor-Enthusiasten das ultimative Abenteuer. Er führt entlang der dramatischen, unberührten und atemberaubend schönen Napali Coast und bietet unglaubliche Aussichten auf die steilen, üppig grünen Klippen und den tiefblauen Pazifik. Mit einer Gesamtlänge von rund 18 Kilometern erstreckt sich der Weg vom Ke’e Beach bis hin zum abgelegenen Kalalau Beach.

Der komplette Trail erfordert ein Permit, zwei Tage Zeit und ist nur für erfahrene Wanderer empfehlenswert. Die ersten knapp dreieinhalb Kilometer bis zum Hanakapi’ai Beach sind ohne Hiking-Permit möglich (Trail-Karte), bieten aber definitiv auch schon ein unvergessliches Erlebnis.

Wir hatten im Vorfeld lange überlegt, uns den Traum von der kompletten Erwanderung des Kalalau Trail zu erfüllen. Letztlich fehlte uns dazu aber mindestens ein ganzer zusätzlicher Tag auf Kauai, da wir ja vorher auch schon Big Island und Maui besucht haben. Ich beschreibe hier also nur unsere Wanderung auf dem ersten Teilstück bis zum Hanakapi’ai Beach. Und sie gehört schon zu den schönsten Hikes, die wir je gemacht haben!

Malte auf dem Kalalau Trail beim Laufen über Felsblöcke inmitten üppiger Vegetation.
auf dem Kalalau Trail

Der Kalalau-Trailhead liegt am südlichen Ende des Ke’e Beach im Haena State Park. Für den Besuch des Parks – und damit auch die Wanderung – ist zwingend ein Entry Pass erforderlich. Diesen reservierst Du z.Zt. ab 30 Tage im Voraus auf der offiziellen Parkseite. Den Entry Pass bekommst Du hier entweder in Verbindung mit einem Shuttle aus den nahegelegenen Örtchen Princeville und Hanalei oder mit einem Parkpermit für einen der sehr raren Parkplätze direkt im Park.

Das Prozedere ändert sich von Zeit zu Zeit, deshalb verweise ich für alle näheren Infos dazu auf die sehr gut gemachte FAQ-Seite des Parks. Ich empfehle früh hier zu sein, denn es ist an dieser vielleicht bekanntesten aller Kauai Sehenswürdigkeiten meist sehr sehr voll.

Wir haben unseren Entry Pass zusammen mit Parkpermit ergattert und müssen so vom Auto nur ein paar Meter bis zum Ausgangspunkt unseres Hikes laufen. Den wunderschönen Ke’e Beach lassen wir rechts liegen. Am Strand ist es trotz der frühen Uhrzeit schon richtig voll. Ein halbes Dutzend Warn- und Hinweisschilder markieren den Trailhead und den ersten Anstieg.

Unterstand aus Holz mit Aufschrift Kalalau Trail am Trailhead
Beginn des Trails mit Aufstieg durch Wald und vielen Hinweisschildern.

Wir laufen in einen dunklen Wald und bald durch dichte, tropische Vegetation. Es geht gleich stramm bergauf. Und das bleibt so für die nächsten knapp zwanzig Minuten. Mit Erreichen des Plateaus bekommen wir dann die ersten Ausblicke von oben auf den Ke’e Beach und den in den schönsten Farben schimmernden Ozean unter uns. Wir sind sprachlos!

Blick von oben auf den Ke'e Beach und das Meer
Blick entlang der grünen Küste und auf das türkisblaue Meer.

Ab jetzt wandern wir die Steilküste entlang, den Pazifik immer zu unserer Rechten. Die Ausblicke auf die Napali Coast sind ein Traum. Das Blau des Meeres, die tiefgrüne Vegetation und die weißen Wolken: viel schöner kann es nicht sein! Ins Schwitzen kommen wir auch heute wieder schnell, denn es geht auch hier auf und ab.

Caro inmitten grüner Vegetation auf dem Trail mit Blick auf den Ozean und die Steilküste.
brauner Sand des Trails vor grünen Büschen und Bäumen, dahinter der blaue Ozean.
üppige grüne Vegetation vor Kulisse des blauen Ozeans am Wegesrand.
gut instandgehaltener schmaler Wanderweg inmitten grüner Vegetation. Im Hintergrund der Pazifik.
Schild mit Aufschrift "Helicopter Landing Zone" auf großer sandiger Fläche am Trail.

Wir passieren einen natürlichen Hubschrauberlandeplatz für Rettungseinsätze und erblicken dann schon bald den Hanakapi’ai Beach, das Endziel unserer Wanderung.

schmaler braunsandiger Trail durch dichte grüne Vegetation,
Kalalau Trail
Blick von oben auf den goldgelben Sand des Hanakapi’ai Beach und die einrahmenden grünen Klippen.
Hanakapi’ai Beach

Die Höhe, die wir am Anfang des Trails gewonnen haben, laufen wir jetzt wieder hinab. Dann geht es durch den kleinen Fluss, der nach Regenfällen auch etwas größer und reißender sein kann und schon stehen an diesem Traum von einem Strand: dem Hanakapi’ai Beach.

Fluß kurz vor dem Strand mit großen Felsbrocken darin und bewaldeten Bergen im Hintergrund.
Mündung des Flußes in den Strand mit Bäumen, Felsen und Bergen.
Mündung des Flußes in den Strand mit Felsen links und rechts  und Bäumen im Hintergrund.
breiter goldgelber Sandstrand, blaues Meer und grüne Klippe im Hintergrund.

Der Strand liegt tief eingebettet in einem Tal, umgeben von hohen, steilen Klippen und üppigem Dschungel. Der Hanakapi’ai River mündet hier ins Meer, was eine tolle idyllische und zugleich wilde Kulisse schafft. Strömung und Wellengang sind hier vor allem im Winter nicht zu unterschätzen. Heute ist das Meer aber recht ruhig und bietet uns eine willkommene Abkühlung. Das frühe Loslaufen hat sich auch gelohnt, denn noch sind außer uns nicht allzu viele Leute hier.

türkisblaues Wasser an goldgelbem Sandstrand mit grünem Felsen im Hintergrund.
menschenleerer goldgelber Sandstrand mit grünen Klippen im Hintergrund.

Wir genießen die Ruhe und den paradiesischen Strand ausgiebig und machen uns dann entspannt auf den Rückweg. Insgesamt haben wir für die Wanderung etwa dreieinhalb Stunden gebraucht. Die Wanderung auf dem Kalalau Trail bis zum Hanakapi’ai Beach ist für uns ein absolutes Must-Do auf Kauai und bietet einen phantastischen Einblick in die wilde Schönheit der Napali Coast. Allein hierfür lohnt sich der Besuch der Insel!

Die Napali Coast läßt sich außer zu Fuß nur mit einer Bootstour oder einem Hubschrauberrundflug erleben. Von unserem Hubschrauberrundflug berichte ich Dir gleich. Eine Bootstour ist sicher auch unglaublich spektakulär. Das Angebot ist vielfältig, z.B.:

Die Nordküste – Postkartenidylle zwischen Bergen und Meer

Die Nordküste von Kauai hat einen ganz eigenen Charme und gefällt uns gleich. Den Haena State Park, in dem der spektakuläre Kalalau Trail startet haben wir eben ja schon beschrieben. Gleich daneben befindet sich mit dem Haena Beach ein weiterer typischer hawaiianischer Traumstrand. Er liegt am Fuße der beeindruckenden Berge und bietet weichen, goldenen Sand und kristallklares Wasser. Felsbrocken aus schwarzem Lavagestein bieten tolle Fotomotive.

Schwarzes Lavagestein, grüne Vegetation und goldgelber Sand vor türkisblauem Meer.
Felsen aus schwarzem Lavagestein am Strand und imposanter Berg im Hintergrund.
Caro inmitten des Lavagesteins am Strand
Haena Beach

Der kleine Ort Hanalei ist das Herz der Nordküste. Mit seinen bunten Geschäften, gemütlichen Cafés, zahlreichen Surfshops und der entspannten Atmosphäre ist Hanalei für uns der perfekte Ort, um das hawaiianische Inselleben zu genießen. Die Berge drumherum sind oft in dichten Nebel gehüllt, was dem Ort eine mystische Stimmung verleiht.

grün gestrichene Holzkirche mit kleinem Turm und Palmen drumherum.
Waiʻoli Huiʻia Church in Hanalei
Buchstaben "i love Hawaii" in einem Vorgarten mit Haus dahinter.
buntes Wandgemälde mit einem Mann, der seine kleine Tochter auf den Schultern trägt.
rot gestrichener Obststand mit Bananen und anderen Früchten in der Auslage.
typischer hawaiianischer Obststand in Hanalei

Das beeindruckende weite Hanalei Valley ist bekannt für seine grünen Reisfelder, die in Terrassen angelegt sind. Ein kleines Stück östlich des Ortes befindet sich der Hanalei Valley Outlook direkt am Kuhio Highway. Dies ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte der Insel, denn von hier aus kannst Du das gesamte Tal überblicken, welches von tiefgrünen Bergen umrahmt ist.

Blick vom Aussichtspunkt auf die Reisterrassen im Tal und die umliegenden grün bewachsenen Berge.
Hanalei Valley Lookout

Ein weiteres Highlight der Nordküste ist das Kilauea Lighthouse. Das historische Leuchtfeuer wurde 1913 erbaut und diente jahrzehntelang als wichtiger Navigationspunkt für Schiffe, die entlang der Küste Hawaiis segelten. Heute ist der Leuchtturm ein beliebtes Ausflugsziel und Teil des Kilauea Point National Wildlife Refuge, einem Schutzgebiet für Seevögel.

Weißer Leuchtturm am Ende einer Felszunge im Meer.
Kilauea Lighthouse

Vom Aussichtspunkt am Leuchtturm aus haben wir einen atemberaubenden Blick auf die zerklüftete Küste und das weite Meer. Häufig kann man hier auch Wale beobachten, die in den Wintermonaten durch die Gewässer vor Kauai ziehen. Auch zahlreiche Vogelarten, darunter die seltene Hawaii-Gans Nene, sind hier zu sehen. Die Klippen rund um den Leuchtturm bieten ideale Brutplätze für viele Seevögel, die in der Region heimisch sind.

Polihale State Park – der längste Strand Hawaiis

Der Polihale State Park ist mit 27 Kilometern nicht nur der längste, sondern auch einer der abgelegensten und beeindruckendsten Strände Hawaiis. Er liegt an der Westküste Kauais, direkt am südlichen Ende der imposanten Napali Coast. Mit seinem endlosen Sandstrand und den majestätischen Klippen im Hintergrund erscheint uns Polihale gleich wie ein verstecktes kleines Paradies. Denn Touristen verirren sich hierher nur wenige.

Grund hierfür ist auch die etwas abenteuerliche Anreise. Der Weg zum Strand führt durch Zuckerrohrfelder über eine raue, unbefestigte Straße. Ein Geländewagen ist hier von Vorteil, denn die holprige Fahrt über Schlaglöcher und Sand kann mit einem normalen Auto herausfordernd sein. Doch keine Sorge: Wer die Anfahrt auf sich nimmt, wird reichlich belohnt. Sobald Du die ersten Blicke auf den Strand und das türkisfarbene Meer erhaschst, weißt Du, dass sich der Weg gelohnt hat.

menschenleerer goldener Sandstrand mir grün bewachsenen hohen Klippen im Hintergrund.
Polihale Beach

Das kristallklare Wasser lädt natürlich sofort zum Schwimmen ein, allerdings ist absolute Vorsicht geboten: die Strömungen und Wellen an diesem abgelegenen Strand können stark und unberechenbar sein.

Blick in die andere Richtung über den endlosen Strand unter strahlend blauem Himmel.

Uns gefällt besonders auch die Dünenlandschaft hinter dem Strand. Und natürlich das Gefühl, hier am sprichwörtlichen Ende der Welt zu sein. Das nächste Festland vor uns dürfte Japan sein. Am westlichsten für die Öffentlichkeit erreichbaren Ort Hawaiis sind wir hier in jedem Fall.

Caro und Malte am Polihale Beach vor den Klippen der Napali Coast

Auch deshalb ist dieser Ort für seine spektakulären Sonnenuntergänge bekannt. Denn der Blick nach Westen ist völlig ungetrübt. Das Campen ist hier übrigens auch erlaubt. Es gibt einfache Toilleten und Duschen. Wir fahren aber wieder zurück. Die Hitze und unglaubliche Ruhe an diesem wunderschönen Strand werden wir trotzdem nie vergessen.

Helikopterflug – alle Kauai Sehenswürdigkeiten in 50 Minuten

Ein Helikopterflug ist grundsätzlich immer spektakulär, der Flug über das Naturparadies Kauai aber ganz besonders außergewöhnlich und aus unserer Sicht ein absolutes Must-Do auf der Insel, vor allem da rund 80% der Inselfläche nicht zu Fuß oder per Auto erreichbar und so nur aus der Vogelperspektive zu bewundern sind.

Anbieter gibt es einige, die Flugrouten sind meist sehr ähnlich. Abflugort ist (fast) immer Lihue:

Wir haben unseren Flug mit Maverick Helicopters gemacht, mit denen wir auch schon über Las Vegas geflogen sind. Während der Corona-Pandemie hat das Unternehmen aber leider sein Angebot auf Kauai eingestellt.

Container undgrünerwellblech-Pavillon am Check-In von Maverick Helicopters.

Startpunkt ist der Port Allen Airport an der Südküste bei Eleele. Nach dem obligatorischen Wiegen, der Sitzplatzverteilung und einer kurzen Sicherheitsunterweisung heben wir ab. Wir sind heute nur zu viert. Caro und ich sitzen hinten jeweils am Fenster und ein junges Pärchen vorne neben dem Piloten.

Blick von oben auf den Wahiawa Beach und die dahinter liegenden Felder.
Blick auf den kleinen Ort Eleele und landwirtschaftlich genutzte Felder davor.
Blick auf grün bewachsene Berge und blauen Himmel mit weißen Wolken.

Wir sind am Vormittag unterwegs und haben heute absolut perfekte Wetterbedingungen. Wir lassen die saftig grünen Felder an der Küste schnell hinter uns und sind recht bald über bergigem Gelände und den ersten spektakulären Wasserfällen.

Schlucht inmitten grün bewachsener Berge.
Drei Wasserfälle inmitten grüner Vegetation, die sich jeweils in große Becken darunter ergießen.

Unser erstes Ziel ist der Waimea Canyon, den wir uns vor zwei Tagen schon erwandert haben. Unser Pilot erzählt während des Fluges viele interessante Dinge über die Geologie und Geschichte der Insel.

Unser Pilot von hinten vor seinen Armaturen im Helikopter.
Malte mit Kopfhörern im Helikopter.
braune Felsen des Waimea Canyon mit begrüntem Rim.

Die Waipo’o Falls nun aus der Vogelsperspektive zu sehen ist unglaublich spektakulär. Vor zwei Tagen standen wir noch genau an der Abbruchkante der Fälle.

Blick auf die Wasserfälle und braune Klippen.
Waipo’o Falls im Waimea Canyon

Wir fliegen eine kleine Schleife über den Canyon und dann geht es auch schon Richtung Napali Coast und das Meer.

Blick uber grün bewachsene Hügel und Berge auf das türkisblaue Meer.
Blick auf braune Klippen unter uns und das türkisblaue Wasser in einer kleinen Bucht.

Was nun folgt ist sicherlich das Highlight des Fluges: die unfassbar schöne Napali Coast aus der Vogelperspektive!

Blick entlang der felsigen Napali Coast nach Norden.
Blick auf braun-grüne Berge und türkisblaues Wasser davor.
typische faltige Klippen der Napali Coast.
Unser Pilot von hinten beim Anflug auf den Kalalau Beach.

Wir fliegen ein Stück auf das offene Meer hinaus, drehen und dann direkt auf den weltberühmten Kalalau Beach zu. Unser Mitreisender vorne war schon den ganzen Flug über sehr still und muss nun die Tüte unter seinem Sitz bemühen.

Kalau Beach an der Napali Coast vor türkisblauem Wasser aus der Vogelperspektive bei unserem Helikopterflug.
Blick zur anderen Richtung auf den goldgelben Kalalau Beach und die aufragenden Klippen dahinter.

Der Blick auf den Kalalau Beach und die einzigartigen schroffen Klippen der Küste ist wirklich absolut atemberaubend! Unser Pilot dreht eine schöne Schleife über den berühmtesten Strand Hawaiis.

Ende des Kalalau Beach und kleines Kliff dahinter.

Die Küstenlinie entlang fliegen wir weiter bis zur Hanalei Bay, welche von oben auch absolut spektakulär ist. Dann geht es zurück ins Inselinnere.

Blick entlang der bergigen Küste.
grün bewachsene Klippen an der Küste mit türkisblauem Wasser davor.
Blick von oben auf die Hanalei Bay mit grünen Wiesen und Feldern davor.
Hanalei Bay

Ziemlich genau in der Mitte Kauais liegt der Waiʻaleʻale. Der Schildvulkan ist mit knapp 1.600 Metern Höhe der zweithöchste Berg der Insel. Wir fliegen tief hinein in eine Art Kessel.

grün bewachsener Berg mit unzähligen Wasserrinnen im leichten Nebel.
grün bewachsener Berg mit unzähligen Wasserrinnen im leichten Nebel.

Sein Gipfel ist ganzjährig durch Wolken verhangen. Feuchte Passatwinde treffen hier auf die sehr steile Nordostflanke des Berges und regnen an 335 Tagen im Jahr auf sehr kleines Areal ab. Damit ist der Waiʻaleʻale einer der regenreichsten Orte der Erde.

dichter Nebel über dem Gipfel und viele kleine Wasserrinnen.

Nach diesem letzten Highlight fliegen wir über das Hanapepe Valley mit seinen vielen Feldern zurück zum Port Allen Airport direkt am Meer.

Blick auf die Felder und das Meer in der Ferne.
felsige Küste mit Meer und Brandung davor nahe des Landeplatzes.

Diese fünfzig Minuten Flug für knapp 320 € pro Person waren definitiv jeden Cent wert und ein Erlebnis, welches wir nie vergessen werden!

Rundflüge über Kauai werden übrigens auch im Kleinflugzeug angeboten. Die Aussicht ist hier natürlich beschränkter und der Waiʻaleʻale z.B. nicht angeflogen, dafür kosten diese Flüge weniger als die Hälfte: Kauai Air Tour mit Air Ventures Hawaii*

Inselhauptstadt Lihue – das geschäftige Zentrum Kauais

Im Süden der Ostküste liegt mit der 8.000 Einwohner-Stadt Lihue das administrative und wirtschaftliche Zentrum der Insel mit dem Flughafen, dem Kreuzfahrthafen Nawiliwili und vielen Geschäften, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Trotz seiner Bedeutung wirkt die Stadt angenehm entspannt.

altes Theater mit markantem Marquee mit Aufschrift Lihue.

Das Kauai Museum in der Ortsmitte bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte und Kultur der Insel. Von der polynesischen Besiedlung bis hin zur Zuckerrohrindustrie, die Kauai geprägt hat – hier lässt sich viel über die Vergangenheit und Gegenwart der Insel lernen.

Ebenso lohnenswert ist für Geschichtsinteressierte der Besuch des Grove Farm Museum, einer rund 40 Hektar großen ehemaligen Zuckerrohrplantage. Führungen über das Gelände und durch das prachtvolle Anwesen finden an drei Tagen pro Woche statt und müssen im voraus reserviert werden.

Die Kauai Memorial Gardens sind ein prachtvoll angelegter Friedhof und Gedenkstätte im Norden der Stadt. Die wunderschönen Gärten und eindrucksvollen Grabstätten bieten tolle Fotomotive und lohnen ein kurzen Besuch.

Blumen mit roter Blüte auf dem Friedhof. Im Hintergrund ein großes rechteckiges Grabmal.
großer weiße Statue einer Frau mit zum Segen erhobenen Händen auf quadratischem Grabmal.

Sie liegen außerdem praktisch auf dem Weg zu den Wailua Falls, dem sicherlich am leichtesten zu erreichenden Wasserfall der Insel.

Wailua Falls und Wailua River – Highlights an der Ostküste

Eingebettet in üppiges Grün stürzen hier zwei getrennte Ströme etwa 24 Meter tief in ein darunterliegendes Becken. Vom kleinen Parkplatz an der gut ausgebauten Maalo Road haben wir bereits einen großartigen Blick auf die Wasserfälle.

Entfernter Blick auf die Wailua Falls inmiten üßßig grüner Vegetation.
Die beiden einzelnen Fälle und das Becken darunter.

Der Legende nach wurden die Wailua Falls einst von hawaiianischen Königen als Ort für Mutproben genutzt. Sie sprangen von oben in das Becken, um ihre Stärke und ihren Mut zu beweisen. Heute sollte man sich allerdings auf das Staunen beschränken.

Der Wailua River ist mit seinen 32 Kilometern ist er einer der längsten Flüsse auf Kauai und fließt gemächlich durch dichte, tropische Vegetation. Außerdem ist er der einzige schiffbare Fluss in ganz Hawaii. Er ist auch von großer kultureller Bedeutung, denn entlang seiner Ufer befinden sich viele historische Stätten und alte hawaiianische Tempel, sogenannte Heiaus.

Der Wailua River inmitten tiefgrüner Vegetation. Im Hintergrund der Pazifik, in den er mündet.
Blick in die andere Richtung auf den Fluß, auf dem Kayaks unterwegs sind.

Heute ist der Fluss ein beliebtes Ziel für Aktivitäten wie Kajakfahren oder Stand-up-Paddling. Es gibt viele geführte Touren, auf denen Du z.B die Fern Grotto – eine versteckte Höhle, die von üppigen Farnen überwuchert ist – und die Secret Falls erleben kannst. Mit einem Tag mehr Zeit hätten wir eine Kayak-Tour auf dem Fluß definitiv auch noch gemacht.

Mahaulepu Beach – der versteckte Traumstrand

Kauai hat viele tolle Strände. Und einige liegen abseits der Touristenpfade und zeigen sich damit weitestgehend unberührt– so wie der Mahaulepu Beach. Dieser Strand liegt an der Südost-Küste der Insel und damit gar nicht weit entfernt von unserem Hotel. Er bietet eine ruhige Alternative zum bekannten und oft überlaufenen Poipu Beach. Das perfekte Ziel also für unseren letzten Tag!

Schild mit Warnung vor der Ströung an einer Palme am Strand.

Zum Mahaulepu Beach gelangst Du über eine etwa zweieinhalb Kilometer lange unbefestigte Strasse, die direkt hinter dem Grand Hyatt Kauai Resort & Spa beginnt. Der kleine Parkplatz ist gut sichtbar und von hier aus ist es nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Meer. Der Strand besteht aus drei Abschnitten: Gillin’s Beach, Kawailoa Bay und dem etwas entfernten Haʻula Beach.

Der Sand am Gillin’s Beach ist weich und goldfarben, das Wasser türkisblau – aber Vorsicht: Die Strömungen hier können stark sein, und das Schwimmen ist nicht immer sicher. Dafür eignet sich der Strand perfekt für Spaziergänge und zum Sonnenbaden. Direkt hinter dem recht schmalen Strand bieten die Bäume angenehmen Schatten.

goldfarbener Sand an türkisblauem Meer. Dahinter die Bäume.
Blick zur anderen Seite auf eine kleine begrünte Landzunge.

Die Kawailoa Bay ein Stück weiter gefällt uns noch besser. Hier ist es noch ein bisschen wilder und die Brandung wirklich beachtlich. Wegen der starken Strömungen ist auch hier Schwimmen nur eingeschränkt möglich, aber dafür eignet sich der Abschnitt perfekt zum Kite-Surfen.

hochspritzendes Wasser der Brandung am Strand
Kite Surfer über dem Wasser.
Baumstamm auf dem Sand des Strandes und türkisblaues Meer.

Die Strände rund um Mahaulepu sind übrigens ein wichtiger Nistplatz für die gefährdete Hawaiianische Mönchsrobbe, die hier oft in der Sonne liegt. Auch Meeresschildkröten werden manchmal gesichtet. Und mit ganz viel Glück kann man sogar wandernde Buckelwale beobachten, die im Winter an der Küste vorbeiziehen.

Blick über die Bucht mit begrüntem Cliff links und großen Steinen im Sand.

Um zum dritten Abschnitt zu gelangen – dem Haʻula Beach – müssten wir um das Cliff auf dem Bild oben herumwandern. Dafür fehlt uns heute leider die Zeit. Denn unsere Tage auf Kauai sind leider schon vorbei und wir fliegen heute Abend zurück nach Los Angeles.

Blick aus dem Flugzeugfenster über den Flügel auf die untergehende Sonne und die Wolken unter uns.

Fazit

Kauai hat uns wirklich verzaubert! Von den dramatischen Klippen der Napali Coast über den farbenprächtigen Waimea Canyon bis hin zu den traumhaften Stränden – hier findet jeder etwas, das sein Herz höherschlagen lässt. Gerade für Outdoor-Enthusiasten wie uns bietet Kauai einzigartige Erlebnisse inmitten einer atemberaubenden Naturkulisse. Und unsere Top 10 Kauai Sehenswürdigkeiten in diesem Artikel zeigen nur einen Ausschnitt dessen, was die „Garteninsel“ zu bieten hat. Für uns bleibt jeder Moment dieser Reise unvergesslich – und Kauai die schönste der hawaiianischen Inseln!

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Über den Autor
Malte
Seit 2001 ist Nordamerika meine große Leidenschaft und ich reise jedes Jahr meist zweimal dorthin. Ob beim Wandern durch die atemberaubende Natur, beim Offroaden durch die Wildnis oder beim Erleben packender Sportveranstaltungen – ich entdecke die Vielfalt des Kontinents immer wieder neu. Über die Jahre sind vor allem der Südwesten der USA und Los Angeles wie eine zweite Heimat für mich geworden.

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